Wie kann man die Bedeutung von Kapitel 6 aus dem 1. Brief an die Korinther erklären?

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9 Antworten

Paulus weist hier frühe Christen zurecht, dass sie ihre Konflikte nicht selber regeln, sondern vor die staatliche Instanzen ziehen.

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KaeteK 27.11.2015, 13:24

Und er erinnert sie an ihre Stellung als Heilige, als Erlöste..lg

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Ich versteh den Text so, dass Paulus die Gemeinde in Korinth mahnt, nicht jede kleine Streitigkeit vor Gericht zu bringen, sondern es innerhalb der Gemeinde zu klären.

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Wie alles in der Bibel und anderen "Heiligen" Büchern ist es meist Auslegungssache und dir überlassen was du darin siehst und was es für dich bedeutet. 

Zusammenfassungen werden dir auch nur eventuelle Bedeutungen, gedeutet von anderen Menschen die auch nicht vor 2000 Jahren lebten, liefern. 

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Hallo FistOfZen17,

tröste dich mit 2 Pet 3,16

14 Weil ihr das erwartet, liebe Brüder, bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen zu werden. 15 Seid überzeugt, dass die Geduld unseres Herrn eure Rettung ist. Das hat euch auch unser geliebter Bruder Paulus mit der ihm geschenkten Weisheit geschrieben;

16 es steht in allen seinen Briefen, in denen er davon spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen und die Unwissenden, die noch nicht gefestigt sind, verdrehen diese Stellen ebenso wie die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben.4

Außerdem zitierst Du aus der Einheitsübersetzung, die hier nicht gerade  ihren Höhepunkt (an Verständlichkeit hat). Wenn Dir die Bedeutung eines Bibeltextes unklar bleibt, hilft es oft, diesen Abschnitt in einer anderen Übersetzung zu lesen. Versuch ´s hier mal mit der "Hoffnung für alle".

1 Wie ist es möglich, dass ihr als Christen eure Streitigkeiten vor ungläubigen Richtern austragt, statt die Gemeinde um Rat zu bitten!

2 Wisst ihr denn nicht, dass wir als Christen einmal über die Welt richten werden? Dann müsstet ihr doch auch diese Kleinigkeiten unter euch selbst regeln können. 3 Habt ihr vergessen, dass wir sogar die Engel richten werden? Müsstet ihr dann nicht erst recht eure alltäglichen Streitigkeiten schlichten können?

4 Aber ihr lauft damit zu Richtern, die in der Gemeinde nichts zu sagen haben.1 5 Traurig, dass ich darüber reden muss! Gibt es denn in der ganzen Gemeinde keinen Einzigen, der Streit zwischen euch schlichten kann? 6 Stattdessen zieht ein Christ den anderen vor Gericht und verklagt ihn vor den Ungläubigen.

7 Schlimm genug, dass ihr überhaupt Streit miteinander habt! Weshalb ertragt ihr nicht lieber Unrecht, und warum nehmt ihr nicht eher Nachteile in Kauf, anstatt auf euer Recht zu pochen? 8 Doch ihr tut selbst Unrecht und betrügt andere; sogar eure Brüder und Schwestern in der Gemeinde!

9 Habt ihr vergessen, dass für Menschen, die Unrecht tun, in Gottes neuer Welt kein Platz sein wird?

Täuscht euch nicht: Wer verbotene sexuelle Beziehungen eingeht, andere Götter anbetet, die Ehe bricht, wer sich von seinen Begierden treiben lässt und homosexuell verkehrt, wird nicht in Gottes neue Welt kommen; 10 auch kein Dieb, kein Ausbeuter, kein Trinker, kein Gotteslästerer oder Räuber.

11 Und all das sind einige von euch gewesen. Aber jetzt sind eure Sünden abgewaschen. Ihr gehört nun ganz zu Gott; durch Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes seid ihr freigesprochen.

Falls Du noch Fragen hast, melde Dich.

Grüße, kdd

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Das passiert auch in Familien. Bei Scheidungen, beim Erben usw. Oft gehen die Menschen vor Gericht und zerstören damit viel. In den meisten Fällen könnte man die Fälle gütlich regeln, denn es sind oft menschliche Schwächen oder Verletzungen von früher die bei Streitigkeiten aufbrechen und es darum nicht um die Sache geht. Diese Rechthaberei macht krank. Vor allem ist es nicht christlich nach Schuldigen zu suchen.

Meistens sind die Menschen dumm oder blind und nicht wirklich schuld.

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Eine passende Antwort hat m. E. "hyperdinosaurus" gegeben!

Nun musst Du noch die Angelegenheit hierher in diese Gesellschaft, in der ja die "christlichen Werte" angeblich allenthalben gelten, übertragen und wirst wiedermal feststellen, dass sich die meisten, die sich Christen nennen, nicht an diese Mahnung halten (wie so oft und mehrheitlich auch bei anderen Geboten ihrer Bibel anzutreffen) und lieber die weltlichen Gerichte bemühen. 

Aber andererseits schaffen sie damit wenigstens eine der vielen Existenzgrundlagen für Heerscharen von Rechtsanwälten, Advokaten, Notaren und Richtern :-)

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KaeteK 27.11.2015, 13:41

Wie viele echt Christen kennst du, die aus lauter Jux und Tollerei die Gericht bemühen? Natürlich gibt auch Dinge, die man nur gerichtlich klären Kann und muß z.b  Verbrechen, Unfälle. Es geht aber in diesem Brief um Geschwister im Herrn die sich gegenseitig gerichtlich anschwärzen und sich auf weltliche Urteile verlassen, wo sie doch bemüht sein sollen, die Dinge untereinander zu klären. lg

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666Phoenix 28.11.2015, 17:42
@KaeteK

Kaetek, ich kenne so einige Christen! Problem dabei: es sind in der Mehrheit keine "echten"! Lies bitte nochmals meine Formulierung: ich sprach von den "meisten, die sich Christen nennen". Ich hoffe, Du verstehst diese Nuance!

Sag Du mir aber im Gegenzug, wie viele (auch echte) Christen Du kennst, die ihre "Dinge" (nicht nur die von Dir aufgezählten) im biblischen Sinne regeln! 

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Die Bedeutung des Briefes kannst Du erst erfassen, wenn Du die historische Gesellschaftsform dieser Zeit erfasst hast. Römisches Gesetz, diverse Kulturen, diverse ethnische Gruppen. Erst dann wird aus dem Brief ein Schuh.

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Die Heiligen" (wir) werden die Welt richten, wie du geschrieben siehst (Lk.12,32; 1.Kor.6,2).

Wir sollten keine Mitmenschen vor Gericht ziehen sondern Gott das Urteil überlassen (Röm.2,3).

Wenn wir Gott nicht in uns leben lassen, gehören wir nicht in Seine Familie (1.Joh.3,24).

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