Erste wohnung ohne Mietvertrag?

12 Antworten

So wie ich das sehe, hat er sehr wohl einen Mietvertrag. Und zwar einen mündlichen Mietvertrag, in dem geregelt ist, dass er eine Miete in Höhe von 250 Euro monatlich bezahlt, mit der sämtliche Nebenkosten abgegolten sind. Seine Freundin wohnt mit bei ihm und dass sie dabei die Tochter der Eigentümer ist, spielt zunächst keine Rolle. Wenn die Mietzahlung regelmäßig von seinem Konto auf das Konto der Eigentümer fließt, wäre auch das nachweisbar. Ich bin zwar kein Jurist, aber ich denke, im Falle eines Rechtsstreits hätte der Fragesteller gute Chancen, dass ihm hier sämtliche Rechte eines "normalen" Mietvertrags zugestanden werden.

Deine Eltern machen einen Mietvertrag mit der Tochter und verlangen von ihr womöglich auch Miete. Du kannst natürlich nicht auch noch einen Mietvertrag mit den Eltern machen, sondern Du gehst ein mündliches Mietverhältnis mit Deiner Freundin ein (§ 535 BGB). Da braucht es keinen schriftlichen Vertrag. Mietzahlung in Höhe von € 250,- pro Monat erfolgt direkt an Deine Freundin. Die Freundin müßte das zwar versteuern, da sie aber auch Kosten hat, bleibt ihr von diesen Einnahmen nichts, wofür Sie auch nur einen Cent Steuern abdrücken müßte.

Du kannst es drehen und wenden, wie Du willst: In dem  Moment, wo Du einen Schlüssel zur Wohnung hast, sie also jederzeit betreten kannst und die Räume überwiegend für Deine Bedürfnisse nutzen kannst und regelmäßig eine Zahlung leistest, hast Du einen mündlichen Mietvertrag, auf den Du Dich immer berufen kannst. Es gelten dann alle einschlägigen Paragraphen des BGB und die einzige besondere Vereinbarung ist die, dass Du Geld entweder an die Freundin oder direkt an die Eltern zahlst.

Die Eltern werden, sobald sie einen Mietvertrag machen, alle abzugsfähigen Kosten der Wohnung von der Steuer absetzen und müssen im Gegenzug fiktive Mieteinnahmen von der Tochter angeben. Mindestens 60 (nicht 66) Prozent von der marktüblichen Miete will das Finanzamt sehen.

Zinsen und Abschreibung zusammen, sowie alle weiteren Kosten, wie Verwaltung, sowie alle Betriebskosten werden höchstwahrscheinlich mehr Aufwendungen als Einnahmen ergeben, sodass immer noch was von der Steuer abgesetzt werden kann. Da ist keine Steuerhinterziehung oder irgend ein Trick zu vermuten. Das läuft alles ganz legal.

Es wäre jedoch ziemlich unsinnig, einen Mietvertrag zwischen Dir und den Eltern zu machen.

Viel wichtiger wäre es, eine Vereinbarung darüber zu treffen, wer von Euch was in den Haushalt einbringt und was Du an Gegenständen ggf. mitnehmen darfst, wenn es zum Bruch kommen sollte. Denn über so etwas wird am Ende am meisten gestritten.

Deine Eltern machen einen Mietvertrag mit der Tochter

Die Eltern der Tochter haben für die Tochter die ETW gekauft, nicht für den Freund der Tochter und auch nicht seine Eltern.
Der Freund zieht zur Tochter und zahlt die Betriebskosten wie gefordert. Fertig Er ist dann nicht Mieter und kann jeder Zeit gefeuert werden, wenn die Freundschaft zerbricht.
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@albatros

Es geht um die regelmäßige Bezahlung. Die Eltern verlangen, dass er an seine Freundin eine Pauschale bezahlt und nennen das Betriebskosten. Die Freundin aber sagt nur, rück mal rüber jeden Monat die 250. Somit ist das die Leistung, die der Freund erbringen muss, um in der Wohnung wohnen zu können.

Die Frage ist immer, wie das in der Praxis letztlich aus geht. Ob Mietvertrag oder nicht: Wenn die Freundin sagt, pack Deine Sachen und verschwinde oder sie stellt sie direkt vor die Tür, wird er kaum mehr Einlass bekommen, geschweige denn begehren, denn es wird ab dem Moment verdammt ungemütlich.

Ob er nun einen Mietvertrag auf Papier hat oder, wie ich geschrieben habe, belegbar mündlich, ein Anwalt würde ihm ggf. helfen, daraus einen Schadensersatzanspruch geltend zu machen.

Dem wird die Freundin all die vielen Stunden entgegen halten, die sie verbracht hat, um (auch) seine Wohnung zu putzen, Essen zu kochen, Wäsche zu waschen, während er auf der Coch gelegen oder vor dem Compi gesessen war. Vielleicht auch noch die Einkäufe, die sie getätigt hat und von denen er mit verzehrt und verbraucht hat.

Vielleicht macht er dann eine Gegenrechnung auf über die Einrichtung, die er (mit-)bezahlt hat und die sie nun behält. Usw. usw.

Deshalb auch die Empfehlung, besser noch eine schriftliche Vereinbarung darüber, was passieren soll, wenn es schief geht.

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