Erste Wohnung, Mieterselbstauskunft so "normal"?

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9 Antworten

Erste Wohnung, Mieterselbstauskunft so "normal" ?

Das ist schon Hardcore, aber heutzutage wird des öfteren die Miete nicht gezahlt oder ein Saustall hinterlassen.

Der Gesetzgeber ist überwiegend mieterfreundlich und wer einmal einen Mietnomaden hatte wird bei der nächeten Vermieteung bestimmt genauer hinschauen, an wen er die Wohnung vvermietet.

Sie würden dann bestimmt genauso handeln, wenn Sie ein Vermieter mit schlechten Erfahrungen wären.

Bei unserer Auskunft finde ich aber manche Fragen etwas unpassend und frage mich ob diese überhaupt zu beantworten sind

Ohne vollständige Beantwortung nimmst du dich aus dem Bewerberrennen und mit wahrheitswidrigern Antworten kann der Mietvertrag wirksam angefochten werden.

etwas in einer Auskunft zu suchen haben:

Sie dienen allesamt der Überprüfung deiner Bonität und Leumund als Mieter und sind völlig im Einklag der gesetzl. Bestimmungen, wonach dem Vermieter dieses Auskunftsrecht aus berechtigtem Interesse hat.

Je wertvoller die Wohnung und umso empfindlicher die gewachsene Mieterstruktur, umso genauer schaut man den Kandidaten an, ob alles passt :-O

Hier wird meist sogar noch eine schufa-Auskunft verlangt und Abfrage eine Katzen- oder Hundehaltung vorgenommen.

Eine Privathaftpflichtversicherung ist zwar IMHO zwingend, aber nicht obligatorisch.

Es scheint tatsächlich so zu sein, dass man auf bestimmte Fragen des Vermieters nicht wahrheitsgemäß antworten muss. Das betrifft allerdings nur "unzulässige Fragen". Was nun genau eine zulässige oder unzulässige Frage ist, scheint der Knackpunkt zu sein. Da gibt es nämlich von Fall zu Fall unterschiedliche Auslegungen der Gerichte. Generell kann man sagen, dass alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen, die den Vermieter in die Lage versetzen, sich einen Eindruck über die gesicherten Mietzahlungen verschaffen zu können.

War ich z.B. bereits wegen Fahrerflucht (=Delikt, welches nichts mit meiner Zahlungsfähigkeit oder früheren Problemen innerhalb eines Mietverhältnisses zu tun hat) vorbestraft, so muss ich so etwas ganz sicher nicht wahrheitsgemäß bei der Mieterselbstauskunft angeben.

Meine persönliche Sicht der Dinge: Möchte jemand den Vermieter beschei*en, so können alle Auskünfte heutzutage völlig unproblematisch gefälscht werden. Der Vorvermieter ist dann eben ein Kumpel, der das blaue vom Himmel lügt und der Lohnbescheid wird per Bildbearbeitung aufpoliert. Will da jemand systematisch betrügen, hilft dem Vermieter keine Form der Selbstauskunft weiter.

Auf der anderen Seite sind Selbstauskunftsbögen oft viel zu knapp formuliert und Antworten können schnell zum absoluten Nachteil für den interessierten Mieter werden. So z.B. wenn Freund und Freundin zusammenziehen und der konservative Vermieter allein schon beim Familienstand "ledig" rot sieht.

Auch die Genehmigung, beim alten Vermieter Erkundigungen anstellen zu dürfen, kann völlig unberechtigt zu Nachteilen des Mietinteressenten führen. So z.B. wenn der alte Vermieter einen Groll gegen den Mieter hegt und seinem Ärger dann beim neuen Vermieter Luft macht. Wäre ja nicht das erste Mal, dass es Streit zwischen Mieter und Vermieter gibt, ohne dass automatisch der Mieter daran Schuld hat.

Das ich die Wohnung (wahrscheinlich) nicht bekommen werde wenn ich nicht alles beantworte bzw. einreiche ist mir bewusst. Wenn solche Fragen also anscheinend gängige Praxis sind werde ich wohl meine Mietsuche anders gestalten müssen. Denn in meinen Augen sollte es dem Vermieter reichen, wenn ich ein gesichertes Einkommen in entsprechender Höhe zur Miete anhand von z.B. einer Lohnabrechnung nachweisen kann. Die Frage nach Dingen wie vor allem Arbeitsvertrag bzw. altem Mietvertrag gehen meiner Meinung nach zu weit.

StupidGirl 13.01.2014, 11:19

Nein, die sind zulässig. Klar will sich der Vermieter absichern. Kann doch theoretisch sein, dass du bei deinem vorherigen Vermieter fristlos wegen Mietrückständen gekündigt wurdest. Oder du bist ein Stinkstiefel, der permanent den Hausfrieden stört. (was ich dir natürlich nicht unterstellen will, aber es gibt genügend solcher Spezialisten. Ist mir selbst passiert. Seitdem frage ich immer nach dem vorherigen Vermieter, samt Telefonnummer!) Auch wenn du anhand deiner letzten Lohnabrechnung die Miete bezahlen kannst, vielleicht läuft dein Arbeitsvertrag nächsten Monat aus und du kannst die Miete eben nicht mehr zahlen. Gegen derartige Eventualitäten will der VM sich natürlich absichern. Ich gebe aber zu, dass ich ihm meinen Kontoauszug nun auch nicht in die Hand drücken würde. DAS ginge mir dann auch zu weit!

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Auch wenn die Fragen unpassend sind - ohne Beantwortung wirst du die Wohnung nicht bekommen!

Die Fragen sind nicht unpassend sondern völlig normal.

Der Vermieter kann fragen was er will! Du kannst beantworten, was du willst. Beantwortest du einige Fragen nicht, kriegst du die Wohnung auch nicht. So einfach ist das.

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