Erstausstattungsgeld von Diakonie/Caritas - wird schwankender Lohn berücksichtigt?

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2 Antworten

Hier spielt dann nur eine Rolle ob ihr mit dem Einkommen des Mannes und dem Kindergeld + evtl.Elterngeld noch Anspruch auf Sozialleistungen habt oder nicht bzw.dann vorrangig Wohngeld und Kinderzuschlag !

Es kommt also darauf an was dein Mann an anrechenbarem Nettoeinkommen hätte,denn das Jobcenter zieht ihm dann theoretisch Freibeträge ab,die sich aus dem Bruttoeinkommen berechnen.

Er kann dann zusätzlich noch weitere Aufwendungen geltend machen,wenn er z.B. auf Montage ist oder höhere Fahrkosten usw.hätte.

Dann kommt es darauf an ob du Elterngeld bekommst,wenn ja wie viel und auf welchen Zeitraum verteilt,wie alt die Kinder sind und was ihr an KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) zu zahlen habt.

Mal angenommen dein Mann würde im Durchschnitt 1500 € Netto verdienen,ohne das er auf Montage wäre und sonstige Aufwendungen absetzen könnte,dann hätte er bei min. 1500 € Brutto pro Monat durch die Kinder einen Freibetrag von 330 €.

Es blieben dann von den 1500 € Netto noch ca. 1170 € anrechenbares Einkommen übrig,dazu kämen dann min. noch mal 2 x 190 € = 380 € Kindergeld,dann wären wir schon bei ca. 1550 € und wenn du angenommen noch das staatliche Mindestelterngeld von 300 € pro Monat bekommst,dann würden davon noch mal 270 € angerechnet.

Die 30 € würden deine Versicherungspauschale auf sonstiges Einkommen sein,dieses würden dir also dann theoretisch vom Jobcenter abgezogen.

Würdest du das Elterngeld auf 2 Jahre teilen,dann würden von den 150 € Elterngeld dann 120 € anrechenbares Einkommen bleiben.

Also im ersten Fall würden dann ca. 1820 € anrechenbares Einkommen bleiben,im zweiten Fall dann ca. 1670 €.

Im SGB - ll würden euch dann min. 2 x 364 € = 728 € Regelsatz für zwei Erwachsene zustehen + min. 2 x 237 € Regelsatz für die Kinder ( von 0 - 5 Jahre,ab 6 - 13 dann derzeit 270 € ) = min. 474 € + dann die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung.

Euch stünden dann also alleine für die Regelsätze min. 1202 € zu,es blieben hier dann also noch ca. 620 € bzw.470 € für eure KDU - übrig,wenn ihr dann mehr zahlen müsst,oder noch weitere absetzbare Beträge vom Mann dazu kämen,dann hättet ihr auf jeden Fall Anspruch auf Leistungen und somit auch auf diese.

Wenn ihr also schon einen Bescheid vom Jobcenter hättet oder andere Leistungen wie Wohngeld / Kinderzuschlag bekommt,dann würdet ihr sicher etwas bekommen,da reicht dann der Bescheid als Nachweis schon aus.

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http://www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de/vergaberichtlinien.html

Vergaberichtlinien

Richtlinien für die Vergabe und Verwendung der Stiftungsmittel in der Fassung der letzten Änderung durch Beschluss des Stiftungsrates vom 17. Februar 2016

§ 3

(1) Bei der Feststellung einer Notlage im Sinne des § 2 des Stiftungsgesetzes gilt als Einkommensgrenze das Anderthalbfache des jeweils maßgeblichen Regelsatzes, für Alleinstehende und Alleinerziehende das Zweifache des Regelsatzes eines Haushaltsvorstandes – 100 v.H. des Regelsatzes – nach § 28 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch zuzüglich der angemessenen Kosten der Unterkunft. Maßgeblich ist das monatliche Nettoeinkommen zuzüglich aller sonstigen Einkünfte wie Kindergeld, Wohngeld, Unterhaltsleistungen.

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Kommentar von frauschmidt123
17.08.2016, 08:51

Sry wenn ich da jetzt so blöd fragen muss aber...Das heißt was? 

Das anderthalbfache des maßgeblichen Regelsatzes? Welches Regelsatzes? H4 Regelsatz? Der Regelsatz jeder Person im Haushalt einschließlich Kind? 

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