Erstattung Renovierungskosten

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8 Antworten

zu 1. Nein, er kann für die Renovierung keine Kosten geltend machen, ist ja auch vertraglich so geregelt.

zu 2. Nein, da mietvertraglich eine andere Abrechnung festgelegt wurde - und Zählerverbrauchsabrechnung nur Sinn macht, wenn überall bei den Abgabestellen gleiche Zähler vorhanden sind. In einem Zweifamilienhaus, in dem auch der Vermieter wohnt, muss nicht nach Zählerstand abgerechnet werden. Du könntest sogar verlangen, dass er die Zähler wieder fachmännisch auf seine Kosten entfernen lässt. Ich würde aber trotzdem eine korrekte Abrechnung gemäß Mietvertrag machen. Wenn du ihn eher aus dem Mietvertrag entlässt, dann mach einen Mietaufhebungsvertrag und regele darin gleich alle unklaren Sachen.

Zu 3. Nein. Kosten der Jahresabrechnung können nicht auf die Mieter umgelegt werden. Schließlich sollte der Vermieter schon selbst in der Lage sein, eine solche Abrechnung zu erstellen. Wenn er dies nicht selber macht, muss er die Kosten selber tragen - kann sie aber bei der Steuererklärung berücksichtigen.

StupidGirl 01.09.2012, 11:56

zu 1. : Würde das auch gelten, wenn es nicht vertraglich vereinbart wäre? Es war angedacht dass der Mieter die Wohnung längerfristig mietet. Daher hat er natürlich ´ne Menge Geld reingesteckt. Aber ich kann ja nun nichts daür, dass er auszieht, gekündigt hat er, aus eben privaten Gründen.

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BS3BM 01.09.2012, 12:10
@StupidGirl

Ja, das würde auch gelten wenn es vertraglich nicht vereinbart ist. Er kann keine Kostenerstattung für selbst oder von ihm in Auftrag gegebene Renovierungsarbeiten verlangen. Nur angenommen, es wäre vertraglich nichts über die Schönheitsreparaturen vereinbart gewesen. Dann hätte er den Vermieter zur Durchführung solcher notwendigen Arbeiten auffordern müssen. Aber es wurde im speziellen Fall die Wohnung unrenoviert übergeben und wohl gültige Renovierungsklausel im MV aufgenommen. Das unterstelle das einfach mal bei dir als Fachfrau. Und dass er nach 1 Jahr bereits die Wohnung wieder kündigt und mit der Freundin zusammenzieht ist ganz allein seine Angelegenheit.

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Der Mieter hat keinerlei Rechtsanspruch auf Erfüllung seiner Forderungen. Selstverständlich solltest du nicht auf die Abrechnung der Betriebskosten verzichten. Die fallen ja auch zum großen Teil unabhängig davon an, ob der Mieter da war oder nicht. Der Einbau des Wasserzählerts ohne deine Erlaubnis rechtfertigt nicht Forderung der Abrechnung nach Verbrauch. Eigentlich dürftest du, da bauliche Veränderung, die Wiederherstellung des alten Zustandes fordern

Kann der Mieter seine Renovierungskosten irgendwie geltend machen, da die Wohnung vor knapp 1 Jahr von ihm renoviert wurde`? Es handelt sich ausschließlich um Tapeten und Wandfarbe, die Renovierung hat er von einem Maler vornehmen lassen.

Nein, er hat keinerlei Rechte, er hat sogar schriftlich darauf verzichtet.

Zu 2:

Einbauen kann er einen Zähler, das ist für sie nicht wichtig, Sie können sogar verlangen, dass der Urzustand wiederhergestellt wird.

Zu 3:

Verwaltungskosten dürfen nicht auf Mieter umgelegt werden.

Wegen der Renovierung würde ich nicht mit mir reden lassen. Schließlich habt ihr einen anders lautenden Vertrag. Wenn auch du meinst, dass ja eine Rückzahlung erfolgen wird, könntet ihr da einen Kompromiss finden: du erlässt ihm eine Monatsmiete und rechnest nach Jahresrechnung der Versorgungsbetriebe mit ihm genau ab. Warum nicht Wasser nach Verbrauch abrechnen? Wenn durch den Wasserzähler die Möglichkeit besteht, könnt ihr es ja machen (ist ja auch gut für die Umwelt, wenn das Wassersparen sich am Geldbeutel bemerkbar macht).

StupidGirl 01.09.2012, 09:44

Weil die Wasserzähler ohne mein Wissen eingebaut wurden. Theoretisch hast du recht, aber ich weiß nicht einmal wann er die Dinger dazwischengesetzt hat. Es gibt einen Hauptzähler und die was-weiß-ich-wann-eingebauten Zähler des Mieters. Ich habe in meinerr Wohnung keine Wasserzähler, daher wird lt. MV nach Personenzahl abgerechnet.

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Schuhu 01.09.2012, 09:49
@StupidGirl

Ja, wenn der "Starttermin" nicht feststeht, würde ich mich darauf auch nicht einlassen. Dann würde ich auch - wie ja im Vertrag geregelt - nach Personenzahl abrechnen.

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Mismid 01.09.2012, 10:28
@Schuhu

solange nicht jede Wohnung einen eigenen Zähler hat, darf man eh nie nach Zähler abrechnen

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nein. alles was der Mieter investiert ist sein Problem. Wenn keine Tapeten an der Wand wäre könnte er aber die Tapeten beim Auszug mitnehmen. Das einzige wäre wenn er eine Heizung oder etwas anderes zusätzlich eingebaut hätte was nicht Bestandteil der Miete gewesen ist. Verwaltungskosten kann man nicht auf Mieter umlegen! Das ist alleine dein Problem

ZU Punkt 1 . Nein, dein Mieter hätte den Vertrag vorher durchlesen müssen egal von wem die Wohnung renoviert wird, man kann auch alle 2 Monate neu tapezieren, aber man bekommt die Kosten nicht zurück.

Zu Punkt 2. bevor man Veränderungen an der Wohnung nimmt die sich nicht mehr so leicht in den alten Zustand bringen können darf er ohne vorherige Absprache nichts verändern. In dem Fall hätte er auf eine korrekte Abrechnung bestehen können, wo er genau sieht wieviel Wasser verbraucht wird. Zum anderen wußte er ja schon beim Einzug über die Abrechnungsmethode.

zu Punkt 3.

ich sage da mal ja, kann es aber nicht begrunden, weil ich denke die anderen machen es auch.

StupidGirl 01.09.2012, 09:39

Der hat die Wasserzähler einfach dazwischengebaut, verändert hat er nichts. (Ist ´n Fachmann). Die können also jederzeit ohne Schäden entfernt werden. Die Abrechnungsmethode ist im MV expliziert aufgeführt. In einem selbstbewohnten 2-Fam.-Haus sind Wasser- und Heizkostenzähler nicht vorgeschrieben, darüber habe ich mich vor Vermietung sachkundig gemacht.

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Mismid 01.09.2012, 10:30

nein! Punkt 3 kann man natürlich in keinem Fall auf die Mieter umlegen. Kosten wie Instanthaltung, Rücklagen und Verwaltungskosten sind alleine Sache der Vermieters. Der vermieter kann ja auch keine Zinsen für seine Kredite umlegen. Dafür gibt es ja den Mietzins

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Zu 1.: Nein

Zu 2.: Nein, außer für Deine Wohnung ist auch ein Unterzähler vorhanden.

zu 3.: Welche Kosten? die für die Erstellung der Abrechnung? Nein, Verwaltungskosten sind nicht umlegbar.

Vielen lieben Dank für Eure Antworten. Ich hatte mir sowas zwar schon gedacht, wollte es aber gern nochmal bestätigt haben.

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