Erstattung 1400 Guthaben aus NKA - VM zahlt nicht - Aufrechnung gg. Miete?

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4 Antworten

Die Erstellung einer korrekten Betriebskostenabrechnung ist nicht Eure Sache, sondern die des Vermieters.

Ihr könnt eine korrekte Abrechnung einfordern und ggf. von dieser dann 15 % abziehen, was ich allerdings unter den genannten Umständen für ziemlich überzogen halten würde. Bei einer korrekten Abrechnung muss auch die Fläche im Dachgeschoß in der Aufteilung nach Wohnfläche berücksichtigt werden. Wenn ansonsten die Thermostaten oben auf * gedreht sind, ist normalerweise nicht davon auszugehen, dass sehr viel Heizenergie gemessen würde, denn wie oft kommt es vor, dass die Ventile aufmachen. Schließlich kommt immer auch Wärme von den beheizten Räumen darunter in den Dachraum, sodass allein dadurch schon Frostschutz gegeben sein dürfte, es sei denn, es gibt im DG keinerlei Dachdämmung.

Wie auch immer: Solange der Vermieter keine korrekte Abrechnung vorlegt, behaltet ihr die Betriebskostenvorauszahlung ein.

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Kommentar von theagle
18.05.2017, 12:46

Danke für die Mühe, die Du Dir gemacht hast mit Deiner Antwort.

Im Dachgeschoß gibt es eine selbst erstellte Styropordämmung.

Nochmal:

Der VM hat die verbrauchte Heizenergie im DG seit 30 Jahren die Mieter im EG und OG bezahlen lassen. Der VM war auch immer wieder für mehrere Stunden anwesend und hat die Heizung hochgedreht - wir haben das nachgeprüft durch Messen der Temperatur der Heizungsrohre zu seinen Räumen. Nach Verlassen waren diese viel höher als wenn er nicht da war und diese auf * standen. Von ista wurde nichts abgelesen = die Mietparteien haben seine Wärme im DG bezahlt.

Es geht nicht um einen Speicher, es geht um einen Raum mit Korkboden, Tischen, Stühlen, Bilder an den Wänden, ... ein Wohnraum also - man könnte reinkommen und sofort zum Karteln anfangen.

Aus diesem Grund kann ich nicht nachvollziehen, warum Du es für völlig überzogen hältst, dass die §12 HKO zur Anwendung kommt. Die neue NKA schätzt einfach 1,0 Einheiten pro Heizkörper DG, was für mich heißt, es wurde nicht verbrauchsabhängig abgelesen.

Nach §4 HKO hat er (auch in seinen eigenen Räumen) Meßgeräte anzubringen, ablesen zu lassen und in die NKA einzurechnen. Dies hat er schuldhaft nicht getan = 15% Abzug

Ich sehe bei mir keinen Denkfehler und bin offen dafür, wenn mir einer gezeigt wird.

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Wie ist das jetzt mit der Aufrechnung?

Den Vermieter per Einwurfeinschreiben unter genauer Fristsetzung auffordern das Guthaben auszuzahlen und darauf hinweisen, dass das Guthaben nun mit den Vorauszahlungen verrechnet wird.

Bitte nur die Vorauszahlungen einbehalten nicht die Kaltmiete.

Mehr dazu hier:

http://www.nebenkostenabrechnung.com/nebenkostenabrechnung-vermieter-zahlt-guthaben-nicht-aus/#5-Verrechnung-Guthaben-mit-Vorauszahlungen

Es Heisst doch erst nach 2 Monatsmieten ist Kündigung möglich. 

Nein wenn der Mieter mit einem nicht unerheblichen teil der Miete im Rückstand ist ( 1 Miete+ 1 Cent )

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Kommentar von theagle
18.05.2017, 02:41

danke fd erhellende Antwort! Heißt das, wenn ich jetzt den bisherigen Dauerauftrag Miete+Nk ändere in einmal nur Miete und einen zweiten nur Nk den aber nicht ausführen lasse, weil ichhier aufrechne, dann kann mir nicht gekündigt werden, weil ich die Kaltmiete ja immer bezahlt habe?

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Kommentar von anitari
18.05.2017, 07:44

@johnnymcmuff

Bitte beachten:

Wir haben die Nka jetzt selbst erstellt und kommen in der Endsumme auf ein Guthaben von 1400 €

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Wir haben die Nka jetzt selbst erstellt und kommen in der Endsumme auf ein Guthaben von 1400 €.

Und diese Abrechnung ist inhaltlich und rechnerisch, besonders in Bezug auf die Heizkosten, korrekt?

Aufgrund der teilweise nicht verbrauchsabhängigen Abrechnung

Welche Teile (Posten) sind das denn?

Ist eine verbrauchsabhängige Abrechnung überhaupt möglich?

Bei angeblichem Guthaben von 1400 € und monatlichen Vorauszahlungen von 180 €, hätten die tatsächlichen Kosten ja nur 64 € pro betragen müssen.

Das glaubst Du doch selbst nicht.

Ich würde sehr Vorsichtig mit einer Verrechnung sein und die Abrechnung fachlich prüfen lassen.

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Kommentar von theagle
18.05.2017, 09:51

Abrechnung IST korrekt.Wurde von einem Mietrechtsanwalt überprüft.

1400 € beziehen sich auf 20 Monate

Hauptpunkt ist die Weigerung des VM, einen günstigeren Gasanbieter zu wählen. Wir stehen aufgrund einer Richtlinie des Bundesjustizministeriums auf dem Standpunkt, dass hier §556 BGB zur Anwendung kommt.

jetziger Gasanbieter is 45,6% zu teuer, ab 20% ist der VM verpflichtet zu wechseln.

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Hier unser Standpunkt zur Anwendung des §556 bei zu teurem Energieanbieter - Information des Bundesjustizministeriums - Es gibt anscheinend noch kein höchstrichterliches Urteil.

§556 kommt zur Anwendung bei zu teuren Energieanbietern - (Kündigung, Mietwohnung, Nebenkostenabrechnung) §556 kommt zur Anwendung bei zu teuren Energieanbietern - (Kündigung, Mietwohnung, Nebenkostenabrechnung)
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