Erst kommt das fressen dann die Moral?

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5 Antworten

Einfach gesagt:
Um ein Mensch zu sein, der moralischen Ansprüchen genügt (sozusagen 'ein guter Mensch'), müssen erst einmal die Grundbedürfnisse erfüllt sein - Nahrung, sichere Unterkunft etc.
Ohne das kann eigentlich jeder 'zum Tier' werden, weil die Überlebensinstinkte Vorrang haben.

Als erstes denk immer jeder nur an sich. Danach beschäftigt man sich erst mit der Frage, was das Handeln für Konsequenzen haben könnte

Brecht hat mit dem Spruch auf die Unterschiede zwischen Arm und Reich abgezielt. Jemand, der genug Geld hat, um sich um nichts sorgen machen zu müssen, hat leichtes, moralisches Reden und predigt nur zu gerne, wie der Arme sich zu verhalten hat. 

Es ist also in gewisser Weise schon auch auf das Essen abgezielt. Denn zuerst wird der Mensch, der an Not leidet - ungeachtet jeder geltenden Sittsamkeit oder Moral - versuchen, sein Überleben mittels den einfachsten Dingen wie Essen, etc. zu sichern. 

Gut ausgedrückt!

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@Tamtamy

Dem pflichte ich voll zu! Ich halte absolut nichts von moralisieren! 

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Das Zitat will aussagen, dass körperliche Befriedigung zuerst notwendig ist, damit jemand danach moralisch handeln kann. "Wenn du schlimme Zahnschmerzen hast, ist es dir egal, ob in Afrika Kinder verhungern". Es spielt auf die Bedürfnispyramide an! 

Die 'Bedürfnispyramide' (der Ausdruck stammt vom amerik. Psychologen Maslow) gab es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht als Begriff. Aber inhaltlich hast du natürlich Recht! (:-))

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@Tamtamy

Wichtig finde ich denoch die Unterschiede: Ich habe Menschen gesehen, welche Hunger hatten und anderen Hungrigen den Vortritt gelassen haben, und solche, welche Hunger hatten, und alle zur Seite gedrängt haben, damit sie zuerst dran kamen. 

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Stell dir nach einem Atomkrieg die letzten wenigen Menschen vor die noch leben. Du findest hungrig irgendwo Essen. Die anderen wollen es auch haben. Zuerst frisst du , dann erst hast du Mitleid und gibst was ab

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