Ersetzt ein Studium die Berufsausbildung?

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Das kommt darauf an, ob ein Beruf eine spezielle Ausbildung voraussetzt oder nicht. Es gibt Studiengänge mit berufsqualifizierenden Abschlüssen (z.B. Jura auf Staatsexamen) und ohne Berufsqualifizierung (z.B. Soziologie). Ohne berufsqualifizierenden Abschluss kannst du zwar auch direkt in den Beruf einsteigen, allerdings teilweise nur in Arbeitsfeldern, die keine spezielle Ausbildung voraussetzen (z.B. Pressesprecher) oder in Arbeitsfeldern, in denen dein Abschluss als "vergleichbare Qualifikation" anerkannt wird (z.B. Pädagogik in manchen Bereich der Sozialen Arbeit).

Daneben gibt es auch Studiengänge mit besonderen Bestimmungen für die Berufsausübung, z.B. Psychologie: Mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium darf man sich als Psychologe bezeichnen. Als Psychologischer Psychotherapeut (= das, was man umgangssprachlich unter einem Psychologen versteht) darf man dagegen erst arbeiten, wenn man zusätzlich eine Psychotherapeuten-Ausbildung abgeschlossen hat - diese Zusatzausbildung setzt aber entweder ein Diplom oder einen Master voraus.

Je nachdem, was du machen möchtest. Wenn du z.B. Arzt werden möchtest musst du 6 Jahre studieren und 6 Jahre eine Facharztausbildung machen. In dieser Ausbildung kriegst du zwar genügend Geld, um zu überleben, aber fertig bist du immernoch nicht...

Wenn du nicht in einem entsprechenden anderen Beruf arbeiten möchtest musst du dort dann ggf eine Ausbildung oder ein anderes Studium abschließen.

Wenn du als Politikwissenschaftler Arzt werden möchtest geht das genausowenig, wie wenn du als Biologe Mechatronikert werden willstt

Während die meisten Berufsausbildungen auf einen konkreten Beruf vorbereiten, gibt es allerdings viele Studiengänge die nicht auf ein konkretes ganz spezifisches Arbeitsfeld vorbereiten

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