Erschwertes Einschlafen durch Pranayama?

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2 Antworten

Hi Helar,

Pranayama ist nicht einfach nur kontrolliertes Atmen. Das Nervensystem ist eng an die Atmung gebunden. Nicht umsonst atmet der Körper automatisch tief ein, wenn er etwas verarbeiten muss. Oder atmet flach und in engen Intervallen in angespannter Lage...

Die beste Zeit dafür ist am Morgen. Abends mach lieber tiefe Ausatmung: Ujjayi 1+2 (also im Liegen), Viloma 2 (ebenfalls liegend) oder Brahmari. Die energetisierenden Übungen (vertiefte Einatmung) tätige morgens.

Das Gleiche gilt für die Asana-Praxis. Auch die Asanas haben eine Wirkung auf die Psyche, die Physe und somit auf deinen Energiezustand. Vermeide Abends Rückwärtsstreckungen und hitzige Umkehrstellungen, sowie zu viele Stehstellungen. Regenerative Positionen, sowie Vorwärtsstreckungen und Schulterstand sind eher geeignet.

Dann dürftest du im Schlaf wieder friedlicher werden.

HELAR 07.09.2014, 21:18

Danke, aber da Ujjayi 1+2 und Brahmari in meinen zwei Yogabüchern nicht zu finden sind und ich noch keinen Unterricht nehmen kann, warte ich damit noch. Was Viloma 2 ist, weiß ich nicht, mit Anuloma Viloma habe ich schon ein paar Erfahrungen gesammelt. Wie sieht´s mit Kapalabhati aus?

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Yogamag 08.09.2014, 09:41
@HELAR

Beide genannten Atemübungen wirken energetisierend! Kauf dir das Buch "Licht auf Pranayama" von BKS Iyengar. Darin findest du so ziemlich alles über Pranayama. Angefangen von den Voraussetzungen, über die Körperhaltung beim Üben, bis zu den schwierigen Atemtechniken und die Wirkungen dieser Es lohnt sich! Gibts bestimmt auch gebraucht...

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Yogamag 09.09.2014, 22:02
@HELAR

P.S. "Licht auf Yoga" von BKS Iyengar ist die "Bibel" der Yoga-Asanas! Kauf das gleich mit, denn dort sind ganz konkrete Anweisungen zu Ausrichtung, Fokus und Wirkung erklärt- zu den allermeisten praktizierbaren Asanas! Es lohnt sich absolut.

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Yogamag 14.09.2014, 12:43
@Yogamag

Danke für das Sternchen- ich hoffe, dass du mit dem Yoga weitermachst, sobald dein Knie wiederer zahmer geworden ist.

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Pranayama kann dir Energie geben und auch Einwirkungen auf den Schlaf haben. Mir scheint, mit einer einfachen Vollatmung sollte dieser Effekt aber noch nicht so störend auftreten. Wie sieht dein Programm denn genauer aus?

Yogamag 08.09.2014, 22:29

Lieber RetoCH,

mir scheint, du hast tiefere Kenntnisse zu dem Thema. Dennoch möchte ich betonen, dass jede Vollatmung eine energetisierende Wirkung hat. Die vertiefte Ausatmung wirkt entspannend. Wenn wir uns erschöpft fühlen, dann atmen wir automatisch tief ein, weil es Kraft gibt. Wollen wir loslassen und entspannen, geschieht das "seufzend", langsam. Die Atmung ist in direktem Kontakt zum Nervensystem und darum wirkt er, wenn er willentlich durch Pranayama beeinflusst wird genauso. Hinzu kommt, dass übertriebenes und falsches Atmen in einer unpassenden oder instabilen Körperhaltung, sowohl zu körperlichen Beschwerden (wie Kopfschmerzen) führt, als auch psychische Störungen hervorrufen kann (Schlaflosigkeit, was noch die leichteste Form ist). Ich glaube, diese Fakten werden gemeinhin unterschätzt!

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HELAR 09.09.2014, 17:59

Also das Abendprogramm wechselt öfters, aber DO und FR waren sicherlich die Kobra und die halbe Heuschrecke dabei. Wie Yogamag schon sagte, nicht sonderlich passend zum Entspannen. Andere Asanas kann ich zur Zeit aber wegen meiner Beine kaum machen.

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Yogamag 09.09.2014, 21:42
@HELAR

Hi HELAR, was für Probleme hast du mit den Beinen konkret?

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Yogamag 09.09.2014, 21:59
@Yogamag

Ich erinnere mich- die Knie... dieses Self-Made-Yoga, autodidaktisch durchgeführt, finde ich nicht gut, sehr nicht gut. Weder mit Buch, noch mit Video. Denn bei den starken Beugungen, Dehnungen, Streckungen im Yoga können sich eklatante und nachhaltige Fehler (Verletzungsgefahr) einschleichen. Ohne beobachtende und korrektive Anleitung eines guten Lehrers, kannst du dir mehr schaden als nutzen. Geh zurück, was die Asana- und die Pranayamapraxis angeht, solange du keinen Unterricht nehmen kannst. Reduzier dich auf einfache Übungen, nimm den Ehrgeiz raus und beobachte, spüre und reflektiere in deinem Körper. Dann machst du Yoga. Geh sehr langsam in die fordernderen Asanas und Atemübungen... beobachtend, wie dein Körper antwortet.

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HELAR 10.09.2014, 12:18
@Yogamag

Also was ich im Moment mache finde ich auch nicht sonderlich fordernd, aber noch eine andere Frage. Ich sollte zur Zeit weder die Beine zu stark beugen, 90° sind schon ungünstig, und die Beinrückseite sollt ich ebenfalls nicht dehnen. Denkst Du, ich kann mich damit schon einem Kurs anschließen? Einzelunterricht ist viel zu teuer.

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Yogamag 10.09.2014, 13:51
@HELAR

Und warum darfst du deine Beine weder beugen noch strecken? Hast du eine Entzündung im Knie?

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HELAR 10.09.2014, 18:49
@Yogamag

Nein, aber der Meniskus ist etwas überlastet (keine Risse) und rechts eine Bakerzyste. Unabhängig davon tut Beugen einfach weh, Strecken ist in Ordnung, aber sobald ich dann die Fußspitzen zu mir ranziehe, zieht es sehr in der Kniekehle, wo es wegen der Zyste ja eh schon in jeder Position mal ziehen kann. Die Ärztin meinte, ich sollte auch keine Dehnübungen machen, die in irgendeiner Art meine Beine betreffen. Meinst Du, ich bin so noch zu eingeschränkt, um an einem Yogakurs teilzunehmen?

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Yogamag 10.09.2014, 22:09
@HELAR

Tja, da musst du wohl still halte für eine Weile. Vermutlich hast du deine Knie überbeansprucht. Lass die Asanas ruhen, bis sich die Symptopme zurück gebildet haben- du verlierst nix dabei!

Für deine zukünftige Yoga-Praxis:

  • bevor du deine Knie in irgendwelche Rotationen quälst (Lotussitz, oder auch halber), lerne die Hüften zu öffnen durch Stehstellungen (dafür sind nahezu alle geeignet).
  • wenn du dich zum meditieren oder Pranayama hinsetzt, so achte darauf ausreichend Höhe unter das Gesäss zu packen (Knie in einer Linie mit den Leisten!). Leg dir auch was (Decken) unter die Knie, damit sie Halt finden.
  • strecke die Beine nach den Beugungen intensiv. Achte dabei auf die Ausrichtung der Knie: sie sollten wie 2 Augen geradeaus schauen.
  • beuge die Knie ergonomisch: halte sie beim absitzen geschlossen (zB Fersensitz), beim Beugen im stehen in der Linie mit dem Fuss/Sprunggelenk und senkrechtest Schienbein, und komm vorsichtig aus den Beugungen- mach keine Drehbewegung im Kniegelenk.

Diese Lehrer haben eine kompetente Ausbildung, können mit Problemen umgehen und helfen korrigierend.

  • Kauf dir "Licht auf Yoga"
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