Ersatzoma der Kinder nimmt sich zu viel raus...

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Sie haben einfach nur Angst ihre Existenz (euch) zu verlieren! Und dafür geht man schon mal einen Schritt zu weit....

Für euch da zu sein, Aufgaben zu übernehmen und einen festen Platz bei euch im Alltag zu haben, all das hat ihr Leben in den letzten Jahren vermutlich erst lebenswert gemacht. Dennoch haben sie natürlich kein Recht dazu über dein Leben ungefragt zu entscheiden.

Vielleicht hilft es sie langsam dran zu gewöhnen, sich also behutsam zu lösen. Mit Knall auf Fall wird es eher schwieriger - dazu hast du es in den letzten Jahren vermutlich versäumt dir deine Unabhängigkeit zu bewahren - sicherlich aus den Umständen heraus, von daher soll es keine Kritik dir gegenüber sein.

Die (Ersatz) Großeltern brauchen das Gefühl "gebraucht zu werden" und durch deine neuen Pläne haben sie vielleicht das Gefühl das du nun unabhängiger bist und nicht mehr die hilfsbedürftige junge Frau von damals. Und dennoch: Dieses Recht steht dir zu!

Das löst natürlich Angst aus - Angst davor, das sie in deinen neuen Plänen nicht vorkommen, das du sie komplett außen vor lässt. Ihre Lebensaufgabe (die sie bisher so gerne ausgeführt haben) droht also zu zerbrechen. Gib ihnen zu verstehen das sie (und nur sie) die Großeltern der Kinder sind und niemand all das ersetzen kann was sie geleistet haben. Und viel wichtiger: das sie auch zukünftig (egal welche Pläne das Leben noch mit dir hat) immer einen festen Platz in eurer Familie haben werden.

Und trotzdem gibt es eben Regeln - nämlich die, dass du eine erwachsene Frau und Mutter der Kinder bist. Und in dem sie dich ungewollt bevormunden und permament versuchen dich Richtung "Unfähigkeit" zu erziehen, werden sie nichts an der inzwischen herangereiften Frau ändern. Sie sollten sich viel mehr für dich freuen, das du heute das bist, was vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen ist.

Sollte euer Gespräch nicht fruchten, dann finde ich die Idee mit dem Jugendamt gar nicht so schlecht. Warum hast du Angst davor? Auf mich machst du den Eindruck das du einfach eine labile Phase in deinem Leben hattest, aber deine Kinder immer an 1. Stelle standen. Sicherlich haben die Großeltern in dieser Zeit viel unterstützt, aber das läuft bei zich tausend anderen Familien genauso! Und du hast nicht vor den Kindern diese Bezugsperson zu nehmen - von daher brauchst du keinerlei Bedenken zu haben.

Ich vermute aber, das solcch Vermittlungsgespräch mit einer dritten Person vielleicht den Großeltern die Augen öffnet. Sie gehen definitiv einen Schritt zu weit und richten mit ihren unbegründeten Ängsten und der übertriebenen Klammerei viel eher Schaden an. Solch Diskrepanzen gehen nämlich an Kindern nicht spurlos vorbei.

Hi,danke für die Antwort...natürlich will ich sie nicht aus meinem Leben katapultieren......und ich werde versuchen wieder die Kontrolle zu erlangen......ein Kinderpsychologe riet mir mich wieder selber mehr um meine Tochter zu kümmern,denn nur ich kann ihr gut über den Tod ihres Vater hinweghelfen und sie bräuchte jetzt die Aufmerksamkeit ihrer Mutter(das wäre das wichtigste sagte er)als ich versuchte ihr das zu erklären war sie so voller Wut das sie nicht länger zu hören konnte und das Gespräch abbrach...ich werde es in einiger Zeit wieder versuchen...die Gemüter müssen sich erst beruhigen und das Kind aus der Schusslinie sein...

1
@butterflywitch

Natürlich brauchen deine Kinder ihre Mutter und vorallem nachdem das Schicksal es nicht gut mit ihnen meinte und den Vater genommen hat. Könnte aber auch bei der Oma so angekommen sein, das ihre Fürsorge nicht ausreichte um den Kindern über diesen Verlust hinwegzuhelfen. Vermutlich hat sie sich aber genau das zur Aufgabe gemacht - das wäre natürlich um so mehr enttäuschend wenn anschließend jemand behauptet "Vergebliche Liebesmüh",das Kind braucht die Mutter. Ich denke da spielen mehrere Faktoren eine Rolle, einerseits die Macht der Gewohnheit und plötzlich abgeschrieben zu sein. Aber auch verletzter Stolz und die Angst vor "was kommt danach"....sicherlich auch mangelndes vertrauen dir gegenüber, die Sache fest im Griff zu haben usw. Und das Ganze gekrönt von mangelnder kommunikation - anscheinend können die Ersatzgroßeltern nicht darüber offen sprechen was sie bewegt. Das sollte dich aber nicht daran hindern ihnen gegenüber offen zu sein. Du hast ihnen zu 100 % vertraut als sie für dich in dieser schweren Zeit da waren. Vertrauen sie dir zu 100 % das du diese schwere Zeit überwunden hast? Diese Antwort solltest du dir auf jeden Fall einholen! Und es wäre der erste Stein genommen um Missverständnisse zu beseitigen oder Ängste zu nehmen - um einfach offen darüber zu reden was den anderen bewegt.

1

Ziemlich verzwickte Situation... ohne dir Vorwürfe machen zu wollen aber man erntet was man säht... ich finde ihr Verhalten relativ verständlich, da du sie ja offenbar jahrelang auch als Ersatzoma (oder sogar etwas mehr...) aktzeptiert hast und dein Leben in ihre Hände gegeben hast (Rentenanträge etc.). Dass es nun schwer für die Beiden ist diese Verantwortung wieder abzugeben ist mit Sicherheit schwer, da sie doch als hilfsbedürftig kennengelernt haben. Nun scheinst du dich "gefangen" zu haben, selbstständig zu werden und willst dein Leben in deine Hände nehmen. Dass sie Wege nehmen die nicht gehen (Lehrerin aufsuchen etc.) ist klar! Das geht zu weit! Gäbe es denn eine berechtigte Angriffsfläche für Mitarbeiter des Jugendamtes? Wenn nicht musst da ja auch keine Angst davor haben... aber zu aller erst würde ich mit ihnen das Gespräch suchen. Ich glaube sie haben sich durch deinen "plötzlichen" Umzug völlig vor den Kopf gestoßen gefühlt - versuche dich mal in ihre Lage zu versetzten: Du hast dich jahrelang um Kinder und eine Frau gekümmert und diese dabei sehr lieb gewonnen und auf einmal sollst du diese verlieren? Ich würde daher als aller erstes das Gespräch suchen und ihnen klar machen, dass du ihnen die Kinder auf keinen Fall vorenthalten willst aber dass du die Mutter bist. Sag ihnen, dass du für alles sehr sehr dankbar bist aber das es Zeit wird, dass du wieder die Verantwortung für dein Leben und deine Kinder selbst übernimmst. Ich würde z.B. auch die Lehrerin bitten Dinge die deine Kinder betreffen nicht mit "Fremden" (sie ist schließlich nicht die richtige Oma...) zu besprechen sondern mit dir. Erobere dir langsam dein Territorium zurück aber versuche sie nicht vor den Kopf zu stoßen - die beiden haben dir wohl ziemlich aus der s***e geholfen und haben es nicht verdient völlig verstoßen zu werden...

danke eigentlich sehe ich das auch so...ich will sie auf keinen fall beleidigen..aber ich muß mich auch nicht beleidigen lassen..und sie dürfen doch nichts ohne meinen willen tun...ich bin ja nicht entmündigt....ich erziehe die kinder halt nicht wie sie es für richtig hält......jeder sieht es halt anders...

0
@butterflywitch

Nein, ich stimme dir absolut zu, dass sie dich nicht bevormunden dürfen! Aber ich würde vielleicht keinen radikalen Wechsel wählen (also von heute auf morgen alles ändern) sondern ihnen in kleinen Schritten klar machen, wer jetzt das sagen hat... sollte das alles wirklich nichts bringen DANN geht es wahrscheinlich nicht anders - so schwer das dann sein wird =(

0

Naja, da gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen. Sind ja schon sehr gute Antworten hier. Natürlich ist Dankbarkeit angebracht und das bist Du ja auch. Der Fehler liegt darin, wenn aus einem bezahlten Job ein kostenloser wird. Du sagst, sie hat dann auch bei Dir gearbeitet ohne Bezahlung. Das ist der Fehler. So wurde mehr als ein Arbeitsverhältnis daraus. Das sollte man immer strikt trennen. Alle guten Sachen haben auch eine schlechte Seite, die siehst Du nun. Wenn Du zu einem Lebensinhalt geworden bist für sie, dann ist das allerdings auch nicht Dein Problem, so hart sich das jetzt anhört. Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich. Und für dessen Inhalt. Wenn aus Hilfe Okkupation wird, dann ist das problematisch. Allerdings solltest Du sehen, dass es Dein Fehler war, sie so weit reinzulassen und Verantwortung abzugeben. Sie haben sie genommen und wollen nun nicht davon ablassen.

Ja, da hilft nur reden und Grenzen feststecken. Freundlich aber bestimmt. Vielleicht ist ihr Mann offener einem Gespräch gegenüber? Oder Dein Mann und ihr Mann setzen sich mal zusammen bei einem Bier irgendwo? Ein Problem ist, dass Deine Kinder eine Beziehung aufgebaut haben, also auch mit ihnen musst Du reden. Und der Schule würde ich sagen, dass sie Probleme NUR mit Dir oder Deinem Mann klären. Das ist eine vertrackte Kiste und ähnelt ein bisschen: "Die Geister die ich rief, die werd ich nicht mehr los....?!"

Viel Glück!

Du hast Hilfe gesucht und dankbar angenommen, sehr freundliche Menschen, die du gefunden hast, sei dir darüber im Klaren. Du verhältst dich ziemlich undankbar ihnen gegenüber. dass deine kinder einen Bezug aufgebaut haben, ist klar, dass du aber auch eine Beziehung zu ihnen hast, anscheinend nicht für dich. Du hast Leistungen in Anspruch genommen, ihnen vieles hingeworfen nach dem Motto macht mal für mich, mir egal...und beklagst dich heute darüber, dass sie viel über dich wissen und mitentscheiden wollen. Sie haben dich als unfähig und schwach erlebt und sind eingesprungen, und das unentgeltlich, aus Liebe zu dir und deinen Kindern. Das ist so viel mehr wert als jede vergleichbare Sache und sie sind gefühlsmässig in einem großenMasse engagiert. Wie sie deine zukunft sehen und deinen Mann bewerten, das ist ihr gutes Recht, es anders zu bewerten. Aber du solltest ihnen gegenüber nicht aus Schuldgefühlen heraus eine Wut zeigen , sondern mit ihnen sprechen. Such das Gespräch, versuche, es ihnen zu sagen, dass du dankbar warst, es bist, aber heute stärker als damals deine Angelegenheiten selbst regeln kannst und dich einsetzen willst. Gute Großeltern werden das mit der Zeit verstehen. Es kann durchaus gelingen, sich gütlich zu einigen, wenn ihr offen seid und Verletzungen klärt, Erwartungen abcheckt. Vergiss nicht, wie sehr sie dir dein Leben erleichtert und ermöglicht haben! Wo wärest du heute, wenn sie nicht im Hintergrund mitgearbeitet hätten?

Das mit dem Gespräch sehe ich genauso...die Rollen wurden einfach getauscht. Während die damalige labile, junge Frau inzwischen zu einer selbstbewussten Frau / Mutter geworden ist, rutschen grad die Großeltern in eine labile Phase - aus Angst den Lebensinhalt zu verlieren. Natürlich sollte sie dankbar sein für all die geleisteten Dienste. Und dennoch: Sie hat sich damals für eine "Dienstleistung" entschieden, woraus sich erst später eine persönliche Bindung entwickelte. Und die Großeltern haben von sich aus entschieden (sicherlich auch aus Selbstnutzen) das sie diese Familie als festen Bestandteil sehen und gerne über diese Dienstleistung hinaus helfen wollen. Deshalb muss sie sich jedoch nicht bis an ihr Lebensende zu etwas verpflichtet fühlen. Entweder sie haben es gerne getan oder sie hätten es bei der Dienstleistung belassen sollen.

1

Entschuldigung ich soll mich jetzt schlecht fühlen....ich bin undankbar....hoffentlich bist du deiner Mutter auf ewiglich dankbar und wirst immer tun was sie sagt...denn sie hat dich ja geboren ohne sie wärst du nicht hier.......nein mal ernsthaft.....ich bin ihr unendlich dankbar und habe erst Weihnachten zu ihr gesagt das sie wie großeltern für meine kinder und wie eltern für mich sind......aber selbst eltern dürfen mit ihren kindern nicht machen was sie wollen.....sie hat jeglichen respekt vor mir verlohren und läßt erst garnicht zu, das ich mich um meine kinder RICHTIG kümmere.....dann ist jeder der etwas schlechtes erlebt hat und mal ne zeit lang nicht konnte..für den rest seines Lebens unfähig????????????????wenn ich versuche ruhig mit ihr zu reden und sie mir sagt du weißt garnichts...bin ich nicht undankbar????

0

Hallo,

das ist wirklich ein Problem: Menschen helfen Dir und reden Dir dann ein, dass Du Zeit Deines Lebens ihnen zu irgendwas verpflichtet bist. Das ist sehr schwierig, weil egal was Du sagst, es heißt immer: Wir haben Dir immer geholfen und das ist der Dank dafür. Trotzdem dürfen die nicht über Dein Leben und Deine Zukunft bestimmen, weil keiner das Recht dazu hat außer Du selber. Sage ihnen auch, dass sie sich weder in Dein Leben noch in Deine Erziehung einmischen dürfen.

Wegen dem Jugendamt: Das Amt muss jeden Hinweis nach gehen (ist wichtig, um Kinder bei Bedarf zu schützen), wenn Du Deine Kinder nicht vernachlässigst oder verwahrlosen lässt usw. kann Dir das Amt nichts anhaben. Denn nur weil andere Deine Kinder mitbetreuen, heißt es noch lange nicht, dass Du mit Deinen Kinder überfordert bist.

Angel74

danke für deine antwort......

0

Wegziehen, einfachste Lösung! Hoffentlich hat dein Mann genug Einkommen, um sowas zu ermöglichen.

Aber die haben sich festgebissen, das wird anders nicht leicht!

so einfach ist das nicht...wir haben eigentum...sonst hätte es letztes jahr schon funktioniert....danke trotzdem...

0

Was möchtest Du wissen?