Ersatz für Atomkraftwerke?

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7 Antworten

Die Regierung hat das so beschlossen, nur bleibt sie die Antwort schuldig wie das passieren soll.

Ein Aspekt ist die Erzeugung, nur muss die Energie auch dahin kommen wo sie benötigt wird.

Wenn ich KKW in Bayern anschalte aber dort keine alternativen Energien erzeuge muss ich die Energie dorthin transportieren. Und da hapert es ganz gewaltig. Das gegenwärtige Netz ist dafür nicht ausgelegt.

Es gibt Leute die der Meinung sind man könnte bis 2040 alle Energie alternativ erzeugen. Die Vision kommt in aller Regel aus der Lobby der Alternativen. Aber wenn man sich deren Gutachten mal richtig durchliest haben selbst die so ihre Zweifel.

Greenpeace gibt z.B. zu das die Photovoltaik langsam an ihre Grenzen kommt. Und auch bei Windkraft wird das nicht mehr lange dauern, insbesondere wenn man OnShore betrachtet. Im dichtbesiedelten Deutschland kannst du nicht einfach den Leuten ein Windrad vor die Tür stellen.

Bleibt nur die Energie einzukaufen, ob das die Nachbarn aber lange mitmachen ist die Frage. Zu Polen und Tschechien hätte ich da nicht wirklich Vertrauen. Und außerdem was bringt es wenn wir herkömmliche Kraftwerke gegen Null fahren und dann Kohlestrom aus Polen oder Atomstrom aus Frankreich einkaufen.

Die nächsten 50 Jahre werden also spannend, die Versorgungssicherheit der letzten Jahre können wir wohl abschreiben. Aber wir haben ja jetzt dank Zivilschutzkonzept genügend Vorräte.

Die einzige Lösung wäre ein planvoller Übergang mit einem Energiemix, aber so was propagieren ja nur die Fachleute die davon wirklich Ahnung haben. Leider werden die dann gern als Atom- oder Kohlelobby diffamiert.  

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Kommentar von Bodaway
29.08.2016, 23:02

Die einzige Lösung wäre ein planvoller Übergang mit einem Energiemix,
aber so was propagieren ja nur die Fachleute die davon wirklich Ahnung
haben. Leider werden die dann gern als Atom- oder Kohlelobby diffamiert.

=>vielleicht weil sie für gewisse Konzerne arbeiten....

das sind wirtschaftswissenschaftler aus einer ganz bestimmten richtung, die keine ahnung von energie haben, sondern nur von Wirtschaft, Das hängt zwar zusammen, sollte aber nicht alleine gedacht werden!

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Einen Überblick der Stromproduktion, sowie des Überschusses in D gibt folgende Seite:

https://www.agora-energiewende.de/de/themen/-agothem-/Produkt/produkt/76/Agorameter/

Biogas, bzw. Biomasse sei hier noch genannt, es hat bereits die Größenordnung, dass es im Diagramm auftaucht.

Ergebnis: Es wird mehr produziert (derzeit ca. 5 -10 GW) als verbraucht. 

Diese Leistung könnte recht zügig abgeschalten werden, z.B. durch entsprechende AKW.

Ferner gibt's den Effekt, dass vor allem Windkrafträder auf Grund von Netzengpässen automatisch abregeln müssen. Steigt die Netzspannung am Einspeisepunkt über einen bestimmten Wert, müssen die Erzeuger abregeln oder ganz abschalten, die Einzelheiten gibt der Netzbetreiber vor - Grundsätzlich ist es im Gesetz bzw. Verordnungen festgeschrieben. Abschalten von konventionellen Kraftwerken kann hier schon Netzkapazitäten freigeben.

Die Förderungen im Bereich Stromspeicher sind eine weitere Antwort in diesem Bereich (Berge und Täler der Regenerativen werden dadurch eingeebnet).





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Man hat dieses Jahr in Deutschland zum ersten Mal an einem Tag mehr Energie durch Alternative Möglichkeiten (also durch Wind, sonne, Wasser...) erzeugen können als aktuell verbraucht wurde. Die Deutschen Energieversorger produzieren weit mehr als wir verbrauchen, ein Großteil der Überproduktion wird ins Ausland verkauft. Wir werden also auch ohne AKW's auskommen und noch viele Kohlekraftwerke stilllegen können. 

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Kommentar von xSimonx3
28.08.2016, 22:47

Danke! :) 

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Kommentar von PaddyOfficialLP
29.08.2016, 07:37

Naja, du magst schon recht haben, dass es solche Tage gibt. Allerdings ist das Problem bei den erneuerbaren Energien, dass die Stromproduktion schwankt. Ohne konventionelle Kraftwerke wird das nicht lange funktionieren. Wir "verkaufen" jetzt schon Strom nach Frankreich, wenn wir zu viel haben, wobei wir nicht Geld dafür bekommen von denen sondern wir schicken noch Geld mit damit die den Strom nehmen. Wenn dann aber zu wenig Strom da ist, kaufen wir wieder Strom aus Frankreich, Tschechien etc. Und das wird nach 2022 noch schlimmer. De Facto werden also die Strompreise ins unermessliche steigen.

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Kommentar von PaddyOfficialLP
02.09.2016, 10:48

KKW's werden regelmäßig heruntergefahren, da hast du recht. In der Regel 1 mal im Jahr. Jedoch nicht, weil etwas kaputt ist, sondern zur Revision. Da werden dann die "ausgebrannten" Brennelemente herausgenommen und frische eingesetzt. Das KKW's regelmäßig abgefahren werden, weil etwas kaputt ist, davon habe ich noch nichts gehört und kann mir das auch nicht vorstellen, da gäbe es viel mehr Medienrummel bei sowas. Und zu deiner Meinung, dass du lieber ein paar Stunden auf Strom verzichtest - so einfach ist das nicht. Fällt der Strom großflächig aus, dann muss danach das komplette Netz neu synchronisiert werden, und das ist für die Netzbetreiber alles andere als einfach. Fällt sogar in anderen Ländern oder in großen Teilen Europas der Strom aus, so kann das schon ein paar Tage dauern. Ist es dir dann auch egal? Ein paar Tage ohne Strom werden ja nicht so schlimm sein... Dazu kann ich das Buch "Blackout" von Marc Elsberg empfehlen.

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ganz einfach, alles bleibt wie bisher, nur dass geringfügig weniger energie exportiert wird.

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da diese ja den Großteil an Energie liefern

Noch nie wurde der Großteil der Energie in Deutschland durch Kernenergie erzeugt. Der Anteil lag nie bei mehr als 30%.

Ein Verzicht auf Kernenergie ist (und war schon immer) jederzeit möglich.

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stromimporte aus dem ausland, wo noch atomkraftwerke laufen und wegen der zu erwartenden abnahmen neu gebaut werden... und den rest mit kohle...

das nennt man dann den teufel mit dem belzebub austreiben...

lg, Anna

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Kommentar von xSimonx3
28.08.2016, 22:28

Naja, Kohlekraft ist ja auch nicht so toll... 

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Da braucht man schon seeehr viel, wäre aber möglich. Atomausstieg heißt ja nicht gleich auch Kohleausstieg

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