Ernsthafte Frage zum thema "Fall"?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Während des Falls bist du schwerelos, weil du dich nicht konstant bewegst, sondern beschleunigst. Sobald der Aufzug unten aufprallt, prallst du ein Hundertstel einer Sekunde danach auch auf.

Ja. Du müßtest aber schon vorher "in Hocke" auf dem Boden sein und dein "Hochspringen" vor dem Aufprall abgeschlossen haben. Es ist dabei (fast !)  egal, an welcher Stelle beim Fall du im Aufzug hoch springst, du kannst dies nur einmal da du dann anschließend bis zum Aufprall den Boden des Aufzuges nicht mehr berührst.
Um genau die Beschleunigungsenergie, welche du aufbringst um dich zu "beschleunigen" (genau der Erdbeschleunigung entgegen zu wirken) wird dann deine Aufprallenergie abgemindert.
Oder anders betrachtet - wenn  z:Bsp. der Aufzug mit einer Geschwindigkeit von 20m/s (entspricht hier zufällig ca. 20m ungebremster Fall) aufprallen würde und du durch deinen Sprung eine Geschwindigkeit relativ zum Aufzug
von 2m/s erreichen könntest, dann würde eben dein Aufprall dem einer Geschwindigkeit von 18m/s entsprechen - das ist alles.
Andere Betrachtungen hier sind ungenau oder falsch.

Korrektur:
Auweia .Ich glaube da bin ich einer unvollständigen  Überlegung zum Opfer gefallen.
Mit dem Hochspringen erhöhe ich ja die potentielle Energie meines Körpers welche dann beim Aufprall wieder abgebremst werden muß.
Ich spare ja keinen Fallweg ein, verschiebe nur den Zeitpunkt des Aufpralles. So kann ich auch keine Aufprallenergie vorher abfangen.
Sorry.

0
@Viktor1

Jedenfalls ist die Betrachtung einer möglichen "Abfederung" des Aufpralls durch eine Gegenbewegung vor dem Aufprall aus der Hocke etwas komplizierter als von mir dargestellt.

0
@Viktor1

2.Korrektur
Meine Darlegung war doch etwa richtig.
Wenn eine schon im Fall aufgebaute Geschwindigkeit durch eine Gegenbeschleunigung (egal wie)  reduziert oder aufgehoben wird, wirkt sich dies auf die Aufprallgeschwindigkeit aus.
Erfolgt also z.Bsp. bei der Fallhöhe von 20m nach 5m ein "Sprung" welcher die bis dahin aufgebaute Geschwindigkeit von 10m/s auf 0 setzt wäre dies so, als würde der Fall erst bei 15m Höhe beginnen.
Die Aufprallgeschwindigkeit beträgt dann aber ca 17m/s nicht 20-10=10m/s.
Es ist also nicht egal an welchem Punkt der Fallhöhe die absolute Geschwindigkeit reduziert wird. Wird sie nahe am Aufprallpunkt reduziert wirkt sie sich fast voll aus.
Die Veränderung der Lage-Energie hat nur bedingt Auswirkung nämlich im Bereich des Weges einer möglichen Abfederung beim Aufprall.
Wenn du beim Aufprall es auf den letzten 50cm schaffen würdest genau eine konstante Kraft in einen Sprung zur Abfederung einzubringen, welche die Geschwindigkeit auf 0 reduziert, dann würde eine Beschleunigung von ca 400m/s² auf dich wirken also das 40 fache der Erdbeschleunigung.
Und viel mehr als 50cm stehen zur Schwerpunktverlagerung von der Hocke zum Stand auch kaum zu Verfügung.
Sie stehen aber zur Verfügung um eine Geschwindigkeit abzufedern
welche dann doch noch vorhanden wäre, sie stehen also 2 mal zur Verfügung. Wenn du also konstant die gleiche Kraft bei beiden Wegen einbringst so halbierst du diese und die "Bremsbeschleunigung".
Kleine "Feinheiten" wurden jetzt mal beiseite gelassen.

0

@JackWeider Du kannst die erste Antwort von Viktor1 so stehen lassen.

Kurz: Ja, dann wirst du langsamer. Es bringt ungefähr so viel, wie dir ein Blatt Krepppapier vors Gesicht zu halten, wenn du geschlagen wirst.

0

Da du während dem Fall selbst auch fällst, würde der Sprung deine Fallgeschwindigkeit um einen geringen Faktor mindern. Also macht es keinen Unterschied ob du springst oder nicht, am Ende liegst du am Boden.

Diese Situation ist vor einigen Jahren (Mitte 1980er) in der damals populären ZDF-Sendung "knoffhoff show" behandelt worden. Da du im Fallen in dem Fahrstuhl selbst im freien Fall bist, kannst du nicht von irgendwo abspringen. Ende tödlich.

Das würde kaum etwas bringen. Du müsstest mindestens die Fallgeschwindigkeit an Hüpfschnelligkeit erreichen, würde ich sagen

Wenn du wirklich hochspringen würdest, könntest du deinen aufprall vll um nicht mal 1% senken. Du würdest mit fast der gleichen Geschwindigkeit aufprallen.

Es könnte auch passieren das die Aufzugdecke gegen deinen Kopf prallt

wenn du kurz vor dem aufprall hochspringst, verzögerst du deinen Aufprall um wenige hundertstel sekunden. Dein Körper selbst rast ja mit der gleichen Geschwindigkeit den Schacht herunter wie die Kabine

Du fällst mit dem Fahrstuhl in die Tiefe. Du hast keinen Bodenkontakt. 

Was möchtest Du wissen?