Ernst Machs wichtigstes Werk

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Nachschlagewerke in Bibliotheken enthalten Angaben:

Michael Heidelberger, Ernst Mach. In: Großes Werklexikon der Philosophie. Herausgegeben von Franco Volpi. Band 2: L - Z, Anonyma und Sammlungen. Stuttgart : Kröner, 1999, S. 966 – 968

Robert R. Ganshardt. Mach. In: Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Herausgegeben von Jürgen Mittelstraß. Band 2: H – O. Stuttgart ; Weimar : Metzler, 1995, S. 730 – 732

alle Werke sind angegeben in:

Joachim Thiele, Ernst-Mach-Bibliographie. In: Centaurus 8 (1963), S. 189 - 237

Ernst Mach hat sich als Physiker verstanden, aber auch im Zusammenhang mit Naturwissenschaft auch philosophische Gedanken zur Möglichkeit von Erkenntnis dargelegt.

Elementenlehre: Aller Erfahrungsinhalt besteht letztlich aus Elementen (wie beispielsweise Farben, Tönen, Drücken) und ihren Zusammenhängen. Gegenstände sind für ihn nichts anderes als stabile Zusammenhänge von Elementen. Die Elemente als die eigentlichen realen Bestandteile der Welt sind ursprünglich weder physischer noch psychischer Natur, sondern werden dies erst durch die Art ihrer Beziehung, in die sie mir anderen Elementen treten (neutraler Monismus).

Das Ich ist nichts anderes als ein Komplex von Erinnerungsbildern, Willensimpulsen, Empfindungen und andren mentalen Phänomenen, deren Grenze zu anderen Elementenkomplexen fließend ist. Objektbegriffe und der Begriff des »Ich« sind nach Mach nur ein Notbehelf zur vorläufigen Orientierung.

Mach bietet einen Vorschlag zur Lösung des Leib-Seele-Problems, mit einer Überwindung der Kluft zwischen Körper und Empfindung, der auch eine Einheit des Physischen und psychischen plausibel machen will.

Derr Kausalbegriff kann seiner Meinung nach ohne Einschränkung durch den der funktionalen Abhängigkeit ersetzt werden.

Als Ziel der Wissenschaft gilt nicht die Erklärung der Erscheinungen durch ihre Zurückführung auf (uns nicht gegebene) Ursachen, sondern die Beschreibung von Elementen.

Biologische Selbsterhaltung ist ein Gedanke, der eine Rolle spielt. Vernunft ist nach Mach die ökonomische Anpassung an die Tatsachen und der Gedanken aneinander.

Die These »das Ich ist unrettbar« besagt, daß auch das Ich nur eine Summe von Erscheinungen darstellt und kein bleibendes Dasein besitzt.

Michael Heidelberger, Ernst Mach. In Großes Werklexikon der Philosophie. Herausgegeben von Franco Volpi. Band 2: L - Z, Anonyma und Sammlungen. Stuttgart : Kröner, 1999, S. 966:
„M. – Hauptvertreter des Empiriokritizismus – war bestrebt nachzuweisen, daß alle empirischen Erkenntnisse auf einfachste Elemente (Farben, Töne, Wärmen, Drücke, Räume, Zeiten usw.) als letzte Bestandteile zurückzuführen sind. Damit geriet er in Gegensatz zur mechanistischen Naturauffassung und allen damit zusammenhängenden philosophischen Lehren, für die alle Erscheinungen auf die »Mechanik der Atome« zurückgeführt werden müssen.“

M. = Mach

Hauptwerke

Die Geschichte und die Wurzel des Satzes von der Erhaltung der Arbeit, 1872

Die Mechanik in ihrer Entwickelung. Historisch-kritisch dargestellt, 1883 (unterzieht die Mechanik einer antimetaphysischen Kritik und zeigt, daß ihre Vorherrschaft in der damaligen Physik nicht auf ihrem apriorischen Charakter, sondern auf kontingenten historischen Entwicklungen beruht)

Beiträge zur Analyse der Empfindungen, 1886; weitere Auflagen ab 1900 unter dem Titel: Die Analyse der Empfindungen und das Verhältnis des Physischen zum Psychischen

Die Principien der Wärmelehre. Historisch-kritisch entwickelt, 1896

Erkenntnis und Irrtum. Skizzen zur Psychologie der Forschung, 1905 (Sammlung von 25 lose verbundenen Aufsätzen mit Einzeluntersuchungen, bildet die klarste, umfassendste und reifste Darstellung von Machs Erkenntnislehre)

weitere Werke (in Auswahl)

Compendium der Physik für Mediciner, 1863

Optisch-akustische Versuche : die spectrale und stroboskopische Untersuchung tönender Körper, 1873

Grundlinien der Lehre von den Bewegungsempfindungen, 1875

Photographische Fixierung der durch Projectile in der Luft eingeleiteten Vorgänge. Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Wien, mathematisch –naturwissenschaftliche Klasse 99 (1887), S. 764 – 780

Leitfaden der Physik für Studierende, 1891

Populär-wissenschaftliche Vorlesungen, 1896

Kultur und Mechanik, 1915

Die Prinzipien der physikalischen Optik. Historisch und erkenntnispsychologisch entwickelt, 1921

wichtigstes Werk

Welches Werk am wichtigsten ist, kann auch davon abhängen, zu welchem Gebiet Interesse besteht.

Das wichtigste philosophische Werk ist:

Beiträge zur Analyse der Empfindungen/Die Analyse der Empfindungen und das Verhältnis des Physischen zum Psychischen

Haha danke :) das ist ganz schön viel auf einmal aber am Ende hat es aufgeklärt und ich habe mich für Erkenntnisse und Irrtum Entschieden :)

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