Ernährungsumstellung dauerhaft Low Carb?

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7 Antworten

„Allerdings würde ich gerne belegte Eiweißbrötchen oder mal Bagel und was süßes wie Honig zum Frühstück essen.“

Warum willst du Eiweißbrötchen essen? Der Fettgehalt liegt da deutlich höher als beim Körnerbrötchen. Mit einem Anteil von 10,3 - 13,3 Prozent ist der Fettgehalt beim Eiweißbrötchen etwa drei- bis siebenmal so hoch wie beim normalen Brötchen. Vergleiche mal bitte: http://www.lebensmittel-tabelle.de/Gruppe_3.html

Und du weißt doch sicher, dass 1 Gramm Fett mehr als doppelt so viele Kalorien liefert, wie 1 Gramm Kohlenhydrate? Also lieber ein Körnerbrötchen mit Honig essen, als ein Eiweißbrötchen mit ich-weiß-nicht-was drauf! 

„Abendessen werde ich weiterhin viel Mut Gemüse und Tofu zubereiten.“ Was immer auch Mut heißt, ^^ ^^ aber 20 Uhr ist zu spät für eine warme Mahlzeit. Du solltest sie auf 18 Uhr bis 18.30 Uhr vorziehen, denn ab 20 Uhr bewegst du dich bestimmt nicht mehr viel und dann setzt alles an, was du isst.

Morgens frühstückst du beim Bäcker? Du musst ja viel Geld haben ^^ ^ 

Ich frühstücke auch erst gegen Mittag (12 Uhr) und esse dann ein Körnerbrötchen mit Käse, gekochten oder rohen Schinken, 2 Streifen Sandwichgurken, eine Tomate, Exquisa mit Honig und evtl. noch ein Ei plus 2 große Becher Kaffee mit Milch. Das reicht bei mir für die nächsten 6 - 7 Stunden, auch ohne Zwischenmahlzeiten. Den Hunger auf Süßes habe ich mit Honig gestillt, also solltest du das auch so machen. Manchmal esse ich noch eine Kiwi, eine Mandarine oder eine Handvoll Waldbeeren (mein Lieblingsobst) direkt danach als sogen. Nachtisch.

Erst gegen 18 Uhr habe ich wieder Hunger und ich bereite mir dann eine warme Mahlzeit zu. Dabei esse ich immer das, auf was ich gerade Appetit habe. Das ist oft Fisch, Gemüse, Salat und auf unterschiedliche Weise zubereitete Kartoffeln. 

Fleisch, Nudeln und Reis sind eher die Ausnahme, weil ich nicht so darauf stehe. Früchte-Tee ohne Zucker stillen den ganzen Abend meinen Durst. Wenn ich Hunger auf Süßes habe, dann esse ich entsprechend etwas Schokolade, eine Fruchtjoghurt mit Sahne, ein paar Schokoladenkekse, Vanillepudding mit Fruchtsoße, schon mal ein Stück Kuchen oder auch Torte oder etwas Obst, aber das dann auch direkt im Anschluss an die warme Mahlzeit und nicht erst zu später Stunde. Das war‘s dann. Wenn ich Kartoffel-Chips kaufe, dann nur für Besuch. Ansonsten meide ich die wie die Pest.

Und glaub mir, ich halte seit Jahren damit mein Ideal-Gewicht. Ich zähle niemals die Kalorien, auch keine Kohlenhydrate oder sonst was, das ist mir viel zu aufwändig. Wichtig ist, dass ich nur dann esse, wenn ich auch Hunger habe. Dann allerdings esse ich mich auch richtig satt. Wenn ich satt bin, höre ich einfach auf zu essen, ich stopfe mich also nicht voll. Viele Menschen haben verlernt, auf ihr Sättigungsgefühl zu achten und essen dann einfach immer weiter und weiter, bis ihnen schlecht ist.

Ich weiß gar nicht, warum so viele Menschen derartige Schwierigkeiten haben, abzunehmen bzw. ihr Gewicht zu halten. Ich habe damit keine Probleme.

Das Problem ist, dass gerade das Brötchen beim Bäcker, und vor allem das Süße Stückchen, nahezu 100% ungesunde Kohlenhydrate (und auch Fette, je nach Stückchen) enthält.

Natürlich nimmt man auch von 3 Esslöffeln purem Zucker zum Frühstück nicht automatisch zu (hängt schließlich von der Kalorienbilanz ab). Aber gesund ist anders. Und, seien wir mal ehrlich, Gesundheit ist tatsächlich noch wichtiger als die Zahl auf der Waage!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man (zumindest ich) am Ende wieder in alte Verhaltensmuster zurückfällt, wenn man wieder anfängt regelmäßig billige Brötchen und Süßigkeiten zu futtern. Selbst wenn man meint es mengenmäßig im Griff zu haben. Wer will schon auf Lebenszeit Kalorien zählen?!

Ich vermute stark, dass es gar nicht die Kalorien/Kohlenhydrate sind, die so ein süßes Stückchen liefert. Denn die Kalorien sind unbestechlich. Das perfide ist vielmehr, dass solche "schlechten" Kohlenhydrate erst Stunden später ihre fiesen Nebenwirkungen entfalten, indem sie die Darmflora "umkippen" lassen. Das macht dann Stimmungsschwankungen und Fressattacken, die aber niemand mehr mit dem Schokocroissant vom Frühstück in Verbindung bringt! Ein bisschen wie Rattengift: Wenn es sofort wirken würde, dann würde es nicht gefressen. Aber da die Wirkung erst Stunden später einsetzt...

Anders ist das bei "vollwertigen" Kohlenhydraten. D.h. unraffiniert, Ballaststoffe und Wasser(!) noch bzw. wieder drin. Von ganzen, gekochten Getreidekörnern/Hülsenfrüchten habe ich noch nie Fressattacken bekommen. Vielmehr sättigen die locker mal 12h - auch wieder über die Darmflora. Denn  die gesunde Darmflora wirkt als "Nachbrenner" für die vielen fermentierbaren Ballaststoffe. Da werden dann im Dickdarm nach und nach die unverdaulichen Kohlenhydrate vergoren. Das wirkt u.a. entzündungshemmend und appetitdämpfend, über viele Stunden hinweg. So wie es aussieht ist ohne diese chemische "Fabrik" keine gute Gesundheit denkbar. 

Insofern muss ich zu "Bauernfraß" raten. Kohlenhydrate (Fett auch!) sollten wir vorwiegend aus möglichst unverarbeiteten Quellen beziehen. Mehl und Zucker scheiden also aus. Und damit auch die süßen Stückchen. Als Süßigkeit ist nur Obst OK (und das auch nur am Stück, nicht als Saft, nicht als Dörrobst). Wurzelgemüse ist auch erstaunlich süß. Und ganze Körner (Gerstengraupen, Linsen, etc.) werden langsam aber stetig verdaut.

ArchEnema 01.04.2016, 11:21

Beispiel: Ich habe gestern gegen 22h eine Art Minestrone gegessen. Linsen und Graupen, ca. 4:1. Trocken war das eine kleine Tasse Körner, etwa 700kcal. Dazu kam noch etwas Wurzelgemüse, angedünstet in Olivenöl und ein bisschen geriebener Käse. Lassen wir es 1000kcal gewesen sein. Aber ich bin immer noch nicht hungrig, 13h später. Mein Mittagessen gestern hatte übrigens höchstens 600kcal, und das war dann auch schon der Tag. Wird heute nicht viel anders laufen.

Ob zwei Schokocroissants (mit den gleichen 1000kcal) auch länger als 12h satt machen wage ich ernsthaft zu bezweifeln...

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BaluDerTanzbaer 01.04.2016, 12:17

Gutes Dinkel-Vollkornmehl ist auch durchaus noch okay. Bei der "Abhängigkeit" von kurzkettigen Kohlenhydraten spielt meiner Meinung nach auch der Dopamin-Haushalt im Belohnungszentrum des Gehirns eine große Rolle. Der Körper spendiert einfach gerne Glückshormone für so viel schnelle Energie - gemein! :D

Dementsprechend verhält sich durch Zuckerkonsum der menschliche Organismus ähnlich wie auf Zigaretten: Er will davon immer mehr und verbindet damit etwas Positives, obwohl der zugeführte Stoff eher schädlich ist.

In Kombination mit dem hohen Insulinspiegel dann gleichzeitig noch etwas Fettreiches zu essen, ist maximal eine "Ausnahme". Mehrmals in der Woche würde ich das sein lassen.

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ArchEnema 01.04.2016, 13:29
@BaluDerTanzbaer

Für Dopamin bin ich offenbar unempfänglich. :D

Mir gibt Zucker nichts. Schmeckt ganz gut, ja. Aber das tut Wurst ja auch.

Klar, Vollkornmehl ginge theoretisch auch. Wenn man den Bäcker kennt. :D Fertige "Vollkorn"-Brötchen/Brote sind ja meist "gepanscht". Bisschen Vollkorn und ein paar Leinsamen etc. rein, der Rest ist helles Mehl und Zuckerkulör. Zudem traue ich der Lagerung nicht - das Fett im Mehl wird irgendwann ranzig (alternativ braucht es Konservierungsmittel). Durch das Mahlen sind die Kohlenhydrate auch (zu?) leicht verdaulich - der Zucker geht schnell ins Blut, für die guten Darmbakterien bleibt nicht mehr viel. Und beim Backen (statt Kochen) ist weniger Feuchtigkeit im Spiel, also höhere Energiedichte.

Letzten Endes muss natürlich jeder selber austesten, was ihm gut tut. Brötchen und süße Stückchen sind jedenfalls nicht jedermanns Sache...

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BaluDerTanzbaer 01.04.2016, 13:38
@ArchEnema

Sehe ich ganz genauso. Deswegen kaufe ich beim Bauer immer nur die kleinen Dinkelkorn-Säcke und habe eine Standmühle für die Küche gekauft. So habe ich innerhalb von Sekunden frisches, gesundes Dinkelmehl. Damit mache ich mir oft Gemüse-Tortillas oder Brot. Das Brot muss man dann eben zügig aufessen, weil es nicht ewig hält. Schmeckt (mir) besser, macht sehr satt und ist tatsächlich recht billig.. Die Mühle hat halt erstmal 200€ gekostet, aber auf Dauer rechnet sich das. Gesünder sowieso..

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Kauf dir Ketostix und überprüfe mit wie vielen KH du am Tag noch in der Ketose bist.

Dann ernährst du dich super Low Carb, kannst dir aber trotzdem, bis zu deinem persönlich ausgetesteten Maximun Kohlenhydrate essen.

Das kannst du dann dein ganzes Leben gut weitermachen

Hi,

also bei mir ist es so:

Ich esse Morgens bisschen (1/2 Brötchen + Proteinshake/Milch) Mittags 1,2 Brötchen und dann meistens Abends relativ viel. Das ist zwar nicht wirklich gesund, jedoch mache ich auch 5x/Woche Sport.

Wenn du viel Sport machst ist es fast egal was du isst (Wenn es nicht jeden Tag 2x Burger King ist)

Ansonsten solltest du schauen, dass du bei 1900-2500Kcal ankommst und viel Fett und Zucker meidest ;)

Hallo! Wie lange willst Du das durchhalten? 

Das ist so oder so der falsche Weg. Eine Ernährungsumstellung macht nur Sinn, wenn sie dauerhaft angelegt ist, sonst fehlt die Nachhaltigkeit. Du wirst nicht ein Leben lang mit Kalorien rechnen können. Jede Einsparung führt da zu einem Mangelbedarf mit Faktoren zum Jo-Jo. Ein sicherer Weg zu nachhaltig mehr Gewicht. Was immer Du änderst, es muss dauerhaft und ohne täglichen Stress durchführbar sein. Eine Bekannte hat nie auf Kalorien geachtet, nicht gehungert, 40 kg abgenommen, seit 14 Jahren Idealgewicht. Sport. Joggen, Crosstrainer, ein workout wie Zumba - frage You Tube. Sehr effektiv ist auch ein HIT – Training.

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg.

Also ich lebe jetzt seit ca. 4 Jahren überwiegend nach Low Carb. Das liegt aber auch daran, dass ich Kohlenhydraten in der Regel nichts abgewinnen kann.

Ich halte mich jedoch nicht strikt an die Vorgaben, sondern lebe eher in Richtung Medium Carb.

Brot & Brötchen habe ich schon seit Jahren nicht mehr gegessen. Gleiches gitl für diese ganzen süßen Teile beim Bäcker (Zu viel Zucker, Fett und andere Inhaltsstoffe). Schon alleine die Preise der Läden lassen meinen Appetit schlagartig sterben. Ganz abgesehen davon, dass man kaum noch einen Bäcker findet, der seine Waren selbst herstellt.

Was das Essverhalten der "normalen Menschen" angeht: Die interessieren mich in der Regel nicht. Ich esse das was fürmich und meinen Körper passt.

Und so lange ich weiß, wie viele Kalorien ich am Tag zu mir nehme ist alles in Ordnung.

Zucker (besonders verarbeitete) versuche ich grundsätzlich zu vermeiden. Sie bringen mir einfach nichts.

Wenn schon Fett, dann gute Fette (Omega-3). Gleiches bei den Kohlenhydraten.

BaluDerTanzbaer 01.04.2016, 10:21

Das ist eine sehr sinnvolle Ernährung, so wie sie sein sollte, wenn man "in Richtung LowCarb" geht.

Eine strikte "LowCarb-Ernährung" ist für 95% aller Menschen wahrscheinlich eher ungesund und eher ein Fitness-Trend zur Fettreduzierung am eigenen Körper.

Für eine dauerhafte Umstellung solltest Du Dir an carimina hier ein Beispiel nehmen und durchaus langkettige, wertvolle Kohlenhydrate mit in Dein Essen einbauen. Deine Überlegung mit "mehrmals wöchentlich beim Bäcker zugreifen" passt schlichtweg nicht in ein gesundes Ernährungsschema.

Iss ausgeglichen und gesund und vermeider minderwertige Makronährstoffe. Genauso ist in Deiner jetzigen Ernährung der Soja-Gehalt VIEL zu hoch. Schau, dass Du davon wieder wegkommst und das Protein anders zu Dir nimmst.

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