Ermöglichten die zehn Gebote den Israeliten Freiheit?

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7 Antworten

Hallo,

Eher Klarheit. In gewissem Sinne dann auch Befreiung von unnötigen Geboten, welche vielleicht die Menschen belasteten.
Aber wie Menschen nun mal sind , kaum werden sie befreit, schreien sie wieder nach "Sklaverei", weil sie unsicher sind .
Prompt haben die Juden sich noch einige hundert Gebote und Vorschriften geschaffen (angeblich von Gott verordnet , obwohl der doch erst nur 10 Gebote brachte) die ihr Leben streng regelte.
Es ist wie mit dem Christentum. Jesus lehrt das "eine Gebot" des Neuen Bundes mit Gott (s.dazu Jeremia 31,31-34) und die "christlichen" Bibelgläubigen möchten hartnäckig an den alten "Gesetzen" festhalten.

Gruß Viktor

Hallo amiraclegears,

die Israeliten mussten etwa 600 Gesetze, Verbote und Gebote beachten, wurden dafür mit Gottes Segen belohnt, solange sie sich treu daran hielten.

Wenn man allein die 10 Gebote nimmt, brachte ihre Beachtung u. a. Freiheit von

  • der Anbetung "mistiger Götzen" und falschen Göttern,
  • einen arbeitsfreien Tag,
  • Freiheit von Spannungen zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern,
  • Freiheit von Kriminalität.

Leider zeigt die Geschichte Israels, dass die Perioden des Gehorsams und des Segens viel kürzer waren, als die des Abfalls und des Fluches.

Grüße, kdd


Nein, die "10 Gebote" verkörpern das "Gesetz", das dem "alten Israel" gegeben wurde (3.Mose 23).

Jesu befreite uns alle von diesem "Buchstaben-Gebot", indem er den geistigen Wert der Gebote hervor hob und uns damit in die göttliche Richtung manövrierte (Mt.5; Röm.13,9).

quatsch.

die buchstabengebote sind für die menschen sehr wichtig, die noch immer nicht die aufgabe der liebe in der welt verstanden haben

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@nowka20

Dies zeigt aber, daß eben Freiheit nicht aus den Geboten (oder deren Erfüllung) kommt sondern das Gegenteil. Der "mündige" Mensch entscheidet nach seinem Gewissen.
Genau dies wurde von Jeremia in 31,31-34 schon angedacht, daß Gott eben diesen (freien) Menschen will. Im "Neuen Bund" der Botschaft Jesu wird dies realisiert.

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Jesu befreite uns alle von diesem "Buchstaben-
Gebot", indem er den geistigen Wert der Gebote
hervor hob

Das ist etwas ungenau, eigentlich falsch.
Er hat tatsächlich nur das "eine Gebot" gelehrt, was alle anderen enthält. So kompliziert wie du es hinstellst, hat er es nicht gemacht.
"Geistiger Wert der Gebote", sowas ist nur für Theologen, "Schriftgelehrte" - also unverständlich.
Du verweist auf Röm.13,9 an. Warum nicht Röm.13,10 ?
10, dann sind diese und alle anderen Gebote in dem einen Wort
zusammengefasst: »Liebe deine Mitmenschen wie dich selbst .
Dies bringt es auf den Punkt.
Gehörst du zu denen, welche vom "Gesetz" noch was retten wollen, wie die Bibelgläubigen ?
Du weißt nicht genau, du siehst das Richtige, bist aber immer noch in deinem alten Denken gefangen - oder ?

Gruß Viktor


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Kommt drauf an, wie du es sehen willst. Wenn du alle anderen Gebote und Gesetze mal weglassen würdest, und nur noch die 10 Gebote als verbindlich ansehen würdest, wäre das bestimmt eine grosse Freiheit.


Es gibt so ein Wortspiel in einer Mishna, zwischen Charut - eingraviert (=zehngebote auf den Steintafeln) und Cherut - freiheit, aus dem die Mishna schliesst, dass nur das befolgen der gebote wahre Freiheiit bringt...

die mishna geht so: Pirkei avot (Sprüche der Väter), Kapitel 6, Vers 2: Rabbi Yehoshua ben Levi sagt: (...) und es steht (in der Torah): "Die Tafeln (des Bundes) sind G-ttes Werk, und die Schrift G-ttes ist darauf eingraviert (charut)." LIes nicht "eingraviert", sondern "Freiheit", denn es gibt keinen Sohn der Freiheit (freien Menschen), es sei denn, er lernt Torah (ausser jenem, der Torah lernt)"...

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in den 10 geboten ist nicht ein hauch von freiheit vorhanden

dafür wurden sie ja auch nicht den menschen gegeben

Gebote ermöglicher gar nichts.

Die 10 Gebote stehen für sich selbst; man kann sich daran halten oder auch nicht.

Ich wüsste nicht, was das mit Freiheit (oder nicht) zu tun haben könnte/sollte.

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