Ermittlungsverfahren wegen Minijob (ALG2)?

7 Antworten

Die Mitwirkungspflicht liegt bei deinen Eltern oder bei dir,wenn du schon min. 18 Jahre alt bist und nicht bei deinem AG !

Wenn du 3 Monate zwischen 190 € - 300 € Einkommen erzielt hast,dann komme ich auf max. 392 €,die du dann zu unrecht bezogen haben musst.

Denn zumindest einmal musst du dann ja 190 € als Einkommen gehabt haben und davon stehen dir 100 € Grundfreibetrag zu und von den übersteigenden 90 € ( 100 € - 1000 € Brutto ) noch mal 20 % Freibetrag,also 18 €,es blieben hier also 72 € anrechenbares Einkommen.

Würde ich jetzt 2 x 300 € Einkommen zu Grunde legen,dann hättest du jeweils 100 € Grundfreibetrag und von den übersteigenden 200 € noch mal 20 % Freibetrag = 40 €,es blieben dann jeweils 160 € anrechenbares Einkommen.

160 € x 2 = 320 € + 72 € = 392 € zu unrecht bezogene Leistungen.

Dann schreib ihnen das du dem AG - gesagt hast das du ALG - 2 bekommst und davon ausgegangen bist das er es dem Jobcenter meldet,dann kommst du ggf.noch mal mit einem blauen Auge davon und sollte es doch eine Strafe geben,dann sollte diese gering ausfallen,es handelt sich ja nur um 3 Monate und er Betrag ist überschaubar.

Jetzt hab ich das Problem das ich danach für 3 Monate woanders gearbeitet habe, letztes Jahr. Ich wusste wirklich nicht das man es beim Jobcenter anmelden muss. Jetzt überlege ich es dem Jobcenter zu sagen das ich letztes Jahr nochmal gearbeitet habe bevor es der Zoll herauskriegt und ich bzw meine Eltern noch ein Brief von denen bekommen. Da habe ich 290€,130€,70, und 60€ verdient.
Sollte ich denen ein Brief schicken wo ich es sage das ich dort gearbeitet habe aber dachte der AG hat es schon angemeldet aber jetzt hab ich heraus gekriegt das sie es doch nicht taten und das ich mich jetzt melde und es mir leid tut das ich mich zu spät melde und ich entschuldige mich für mein Fehlverhalten etc...?

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@Killer1290

Das du das nicht wusstest spielt dabei keine Rolle,es gibt das schöne Sprichwort ,, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht " und das gilt natürlich auch hier !

Deine Eltern wurden mit Sicherheit darüber aufgeklärt das solche Veränderungen umgehend mitgeteilt werden und selbst wenn nicht,es bekommt jeder arbeitslose / Arbeit suchende Info Material und dieses hat man dann auch zu lesen,denn dazu ist es da,also kann sich hier keiner darauf berufen das er von nichts wusste.

Nun da du noch einmal gearbeitet hast und nun weißt das es gemeldet werden muss,würde ich es auch von selber mitteilen,denn irgendwann kommt auch dies raus und dann wird es um so schlimmer.

Wenn du hier dann noch mal 290 € / ca. 131 € und 60 € verdient hast,kommen dann noch mal 2 Überzahlungen dazu,die 60 € liegen unter deinem Grundfreibetrag von 100 €,deshalb ist hier keine Überzahlung eingetreten.

Bei den 290 € stehen dir 100 € Grundfreibetrag zu und von den übersteigenden 190 € 20 % = 38 € Freibetrag,ergibt eine Überzahlung von 152 €.

Von ca. 131 € stehen dir die 100 € Grundfreibetrag zu und von den Übersteigenden ca. 31 € 20 % = ca. 6,20 € Freibetrag.ergibt dann ca. 24,80 € Überzahlung.

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Ich hab es heute schon gemeldet. Ich soll die Lohnabrechnungen, Kontoauszüge etc... denen schicken

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Die Meldung an das Jobcenter hat vom Anspruchsberechtigten zu erfolgen .....

nachdem Du, lt. eigenen Angaben, ohne Wissen der Eltern dort gearbeitet hast, gehe ich davon aus, dass dem Arbeitgeber KEINE Unterlagen bezüglich des AlG2 vorgelegt wurden ... ansonsten wäre es noch ein Datenschutzrechtliches Problem .... nicht vom Arbeitgeber, sondern von Dir ...

somit KANN der Arbeitgeber keine Meldung an das Jobcenter fertigen, wie auch?

und Du könntest nicht eine Anzeige bekommen, Du hast durch das Schreiben vom Zoll bereits eine Anzeige am Hals

Also hat mein Vater jetzt eine Anzeige bekommen? Was kann den passieren?

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@Killer1290

Sozialbetrug. Er muss jede Veränderung UMGEHEND melden. Dass er nichts davon gewusst hat, dass du arbeitest, wird niemand glauben.

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Das läuft auf 2 Ebenen ab!

Zum einen geht es um den Leistungsanspruch. DU hast keine Veränderung gemeldet (Einkommen über 10€/mtl.), also fordert das JC von dir die zu Unrecht gezahlten Leistungen zurück.

Die zweite Ebene: DASS du zu Unrecht Geld bezogen hast, kann als Sozialbetrug gewertet werden und das ist ein Straftatbestand! Deswegen laufen da jetzt Ermittlungen! Und da du schon über 14 bist, bist du auch strafmündig!

DU bist faktisch Angeklagter! Mit deinen Eltern (die musst du mit ins Boot holen!) und einem Anwalt solltest du dich äußern. Sinngemäß: Dir war das nicht bewusst, dass DU das melden musst. DU hast geglaubt, darum kümmert sich der Arbeitgeber, und Leistungsbezieher sind schließlich deine Eltern, DU bist "nur" teil der Bedarfsgemeinschaft.

Dass du deinen Eltern den Minijob verschwiegen hast... das ist eine dritte Sache. Die hat mit der aktuellen Sachlage nichts zu tun.

Bestenfalls wird man dir ein Bußgeld aufbrummen zum Tagessatz für Hilfeempfänger. Das "darfst" du dann abstottern.

Merke für die Zukunft: JEDEN Cent Einnahme, der nachgewiesen werden kann, ans JC melden. Und zwar SCHRIFTLICH mit Kopie des Lohnzettels, und/oder Kontoauszug! AUCH, wenn die Einnahme unter 100€ liegen sollte (Grundfreibetrag für Erwerbstätigkeit).

Ich hab jetzt noch ein Problem. Undzwar habe ich 3 Monate später woanders für 3 bis 4 Monate gearbeitet. Das habe ich auch nicht gemeldet weil ich dachte der Arbeitgeber macht es, ich wusste garnicht das man wegen sowas eine Anzeige kriegen kann. Bestimmt bekomme ich noch ein Brief vom Zoll das ich wieder ohne Anmeldung beim JC gearbeitet habe. Jetzt überlege ich dem JC einen Brief zu schicken und denen es zu sagen das ich dachte der Arbeitgeber kümmert sich darum und jetzt ist heraus gekommen das er sich nicht darum gekümmert hat und dies wollte ich jetzt melden das ich dort gearbeitet habe. Bevor ich vom Zoll wieder ein Brief bekomme, sende ich es dem JC. Würde mich dann auch was erwarten? Außer der Rückzahlung?
Ach übrigens es wird gegen meinem Vater ermittelt, weil er es nicht gemeldet hat obwohl es mein Fehler war.
Und ich kann mich halt zu der Tat äußern, währe es gut wenn ich schreiben würde 'wir entschuldigen uns für unser Fehlverhalten aber wir haben kein Betrug begangen, wir dachten der AG kümmert sich darum'.
Danke im Voraus

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@Killer1290

Auf jeden Fall Lohnabrechnungen und Kontoauszüge in Kopie mit einer Veränderungsmitteilung ans JC, BEVOR die selber drauf kommen, dass du wieder unangemeldet verdient hast.

Denn im Wiederholungsfall ist das kein betrugsversuch, sondern Betrug...und da fällt die Strafe dann deutlich härter aus!

Gegen deinen Vater wird ermittelt, weil ER der Vertreter der Bedarfsgemeinschaft ist und ER muss den Kopf hinhalten, wenn was falsch läuft!

Entschuldigung kannst du dir schenken, das ist eine seelenlose gnadenlose "Behörde". Anzeige erfolgt auf jeden Fall, wenn DU dich nicht gemeldet hast.

Hol die Meldung schnellstmöglich nach!

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@Dea2010

vor allem wird das Jobcenter nicht glauben, dass sich der Arbeitgeber um die Meldung kümmert ....

ich habe auch schon Lohnabrechnungen für meine Mandanten erstellt, welche Al2ler eingestellt haben ... Meldungen sind IMMER durch die Leistungsbezieher erfolgt ...

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Dann schicke ich halt einen Brief heute an die ARGE. Währe das möglich? Die Lohnabrechnungen krieg ich erst am Dienstag und in dem Brief schreibe ich einfach das ich sie nachreichen kann, währe das möglich?

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@Killer1290

Leg dem Brief die Kontoauszüge in Kopie rein, wo man den Lohneingang sieht! Lohnabrechnung kannst du danmn nachreichen.

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