Erlöse an Bank?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Bist Du verpflichtet debitorisch zu buchen? Unterliegst Du der Ist- oder der Soll-Versteuerung? Ist das korrekt eingeschlüsselt im Programm?

Die Debitorenkonten sind Forderungskonten. Nur nicht für alle, sondern für jeden Kunden.

Also Debitoren an Erlöse und Umsatzsteuer (4400 ist ein Automatikkonto und teilt die Umsatzsteuer entsprechend auf) Bei Ist-Versteuerung wird auch gleich auf USt-nicht abführbar (oder so ähnlich) gebucht.

Wenn Kunde jetzt bezahlt, dann ist die Buchung Bank an Debitor. Bei Ist-Versteuerung wird vom USt-Konto nicht abführbar auf USt umgebucht.

Der Umsatz ist nur einmal drin. Sowohl ertragssteuerlich, wie auch umsatzsteuerlich.

Allerdings klingt Deine Frage danach, dass Du irgendwo mal Buchhaltung hattest. Die aber nicht in der Praxis erledigt hast, oder nur einen kleinen Ausschnitt. Wir haben dauernd Änderungen im Steuerrecht, die finden in der Art zu buchen ihren Niederschlag. Auch die Verbuchung von Verträgen. Wer hier einen Fehler macht, der kann hohe Steuern zahlen. Zwar kommen die gefährlichen Verträge selten, aber wie willst Du sicher sein, bei welchen das so ist?

Deine Buchhaltung ist vermutlich noch sehr klein. Daher schätze ich mal, dass die etwa 40 Euro monatlich nicht übersteigt. Und Gewinnermittlung mit Erklärungen dürfte in der Größenordnung auch liegen. Also 480 Euro. Wie viel Umsätze kannst Du vorbereiten bzw. einwerben, wenn Du die Zeit auch dafür nutzen würdest? Welcher Ertrag kommt dabei raus? Wie hoch ist Dein Stundeneinsatz dafür?

Eine Ausgangsrechnung wird wie folgt verbucht: Denn Bruttobetrag im Soll des Debitors (Unterkonto von Kundenforderungen) im Haben an Umsatzsteuer und Erlöse. Der Zahlungseingang wird gebucht: Im Soll Bankkonto, Kundenskonto u.(Umsatzsteuer im Haben an den Debitor - damit ist die Forderung ausgeglichen. Das ist alles, wenn dir das nicht klar ist, solltest du die Buchhaltung von jemand machen lassen, der eine Ahnung davon hat, sonst endet die Fibu im Chaos, man braucht dann sehr viel Zeit um die Sache richtig zu stellen.

Wieso nuchst du denn Bank an Erlöse???

Die AR hast du richtigerweise Debitor ins Soll gebucht. Und was hast du da im Haben gebucht? DA kommt nämlich die Erlösbuchung hin.

Und die Zahlung wird dann nur noch Bank an Debitor gebucht.

Machst du EÜR oder bilanzierst du?

Also fehlt mir quasi doch der Weg, wie der theoretische Erlös letztendlich auf meinem Konto landet. Ich würde demzufolge eine zweite Buchung mit Bank (Soll) und Debotor (Haben) tätigen?

Reintheoretisch bilanziere ich :D (bin wie gesagt umsatzsterpflichtig)

0
@zworch

Reintheoretisch bilanziere ich :D (bin wie gesagt umsatzsterpflichtig)

Reintheoretisch hast Du überhaupt keine Ahnung und was da aus Deiner Buchhaltung rauskommt kann ich mir lebhaft vorstellen wenn Du noch nicht mal die Frage nach Bilanz oder EÜR beantworten kannst. Das hat mit Umsatzsteuer überhaupt nichts zu tun.

1
@Wolfi0410

Sei nicht so gemein und frage dich selbst, ob du dir diese Überheblichkeit erlauben kannst.

Jeder hat mit null Wissen Buchhaltung angefangen. Man kann auch auf höfliche Art und Weise sagen, dass man dringend die Unterstützung eines Steuerberaters benötigt.

0
@zworch

Bei Bilanzierung wird - üblicherweise - gebucht:

Bei Rechnungserstellung:

Debitor an Erlöse.

Bei Zahlung:

Bank an Debitor.

Hinterher nachprüfen, ob der Banksaldo stimmt und der Debitor (bzw. diese eine Rechnung) ausgeglichen ist.

Haufe bietet günstige Seminare zum Umgang mit Lexware und für die Grundlagenvermittlung an Existenzgründer an. Zumeist auch in der nächstgrößeren Stadt. Die sind nicht schlecht als Einstieg. Auch die IHK bietet Grundlagenkurse an, die man als Einsteiger auf jeden Fall mitnehmen sollte.

Außerdem rate ich dir dringend zu einem Besuch bei einem Steuerberater. Das Geld, was der jährlich/monatlich kostet, ist gut angelegt. Finanzämter picken sich für die Betriebsprüfungen in Kleinunternehmen vorzugsweise die heraus, die keinen Steuerberater haben, weil erfahrungsgemäß bei denen viel schiefläuft.

Mit demSteuerberater kannst du dann absprechen, welche Arbeiten du selber erledigen kannst und was er übernimmt.

2
@Kleinalrik

Soooo..vielen lieben Dank für die netten Beiträge (Kleinalrik!)- die frechen ignoriere ich jetzt einfach mal ;)

Evtl hätt ich erwähnen sollen, dass ich natürlich alles von meiner Steuerberaterin machen lasse und nur selbst einen Überblicken haben will- in Aussicht auf die Übernahme einiger Aufgaben. Im letzten Jahr (auch Jahr der Gründung) bin ich über die 17.500Euro Umsatz gekommen, daher auch die Umsatzsteuerpflicht und mein Drang nach mehr Überblick.

Ansonsten hatte ich nur ein Häkchen in meinem Programm falsch, so dass ich statt der benötigten EÜR auf Bilanz gegangen war. Ein weiterer Denkfehler meinerseits, bzw. ein Begrifffehler: Ich dachte, die EÜR sei auch nur eine einfache Form einer Bilanz. Demzufolge hat sich mein Problem sozusagen längst erübrigt, da ich falsch angesetzt hatte :)

@Gullup: Ich hatte nur so nebenbei im Studium etwas zum Thema Buchhaltung-ich weiß, dass man mir das auch anmerkt schäm

0

Was möchtest Du wissen?