Erleichtert Philosophieren das Leben (+Begründung)?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Philosophieren erleichtert nur dann das Leben, wenn du das Bedürfnis danach hast.
Meine Frau zB hat kein Bedürfnis danach, im Gegenteil, sie findet dass ich mein Leben unnütz schwer mache, und auch ihres, weil ich sie ständig damit belästige....   ;-)
Ich kann es aber nicht sein lassen, muss einfach auf meine tausenden von Fragen eine Antwort haben, doch je weiter ich bohre, desto weniger befriedigende Antworten gibt es und was ich am wenigsten ausstehen kann ist, dass ich akzeptieren soll, dass wir nicht alles wissen, erklären können !
Wenn du es also auch nicht seinlassen kannst, dann tu es halt, dann erleichtert es dich, aber nur, weil du deinem Bedürfnis nachgehen kannst... ;-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das kommt ganz darauf an, welche Philosophie man betreibt. Richtige Philosophie, die Fragen beantwortet die sinnvoll und schon vorhanden sind, die einem aber auch hilft, sinnlose Fragen zu identifizieren, erleichtert das Leben.

Falsche, schlechte Philosophie dagegen erschwert das Leben, weil sie den Philosophierenden bloß dazu verleitet, seine Zeit mit Fragen zu verschwenden, die sinnlos und oft auch nicht zu beantworten sind oder sogar noch neue Fragen aufwirft, die man sich sonst eigentlich nicht stellen würde. Oder sie bietet Antworten auf Fragen, die andere Disziplinen(z.B. Naturwissenschaften) besser beantworten könnten. Auch dann erschwert sie das Leben, da sie von diesen besseren Antworten abbringen kann. 

Es kommt also immer darauf an, was für eine Philosophie man betreibt. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Eselspur
28.11.2015, 22:32

welche Philosophie ist deiner Meinung nach eine richtige Philosophie?

0
Kommentar von Seminu
04.12.2015, 13:44

Hallo Lennister !

Deine Ansichten kommen ganz schön extrem daher, finde ich.
Ich will aber mit dir nicht darüber diskutieren, sondern empfinde es als wichtig, hier ein wenig "Gegensteuer" zu geben, denn extreme Ansichten verleiten oft zu extremen Taten !

Ich denke nicht, dass es richtige, falsche oder gar schlechte Philosophien gibt und schon garnicht gibt es sinnlose Fragen !
Wenn jemand Fragen zum Leben hat, dann ist es für ihn auf jeden Fall sinnvoll, ihnen wie auch immer nachzugehen, darüber zu philosophieren, ob diese Fragen nun lösbar, praxisrelevant, jedem einzelnen dient oder der Gesellschaft nützt und ihn voranbringt oder nicht !
Und denken soll eine Handlung sein, die sogar noch ethisch zu rechtfertigen ist ?
(Selbst eine wirkliche Handlung darf meines Erachtens unethisch sein, wenn dabei niemand in Mitleidenschaft gezogen wird !)
Ich dachte, dass die Gedanken frei sind !
Wenn wir schon frei sind, unsere Meinung zu äussern, wenn sie bestimmte "Regeln" nicht verletzt, dann sind wir ganz bestimmt frei zu denken, ja mit anderen zu philosophieren über was auch immer wir wollen, auch wenn diese Gendanken noch so "unethisch" sind !!!

0

Wenn du mit philosophieren nachdenken und reflektieren meinst, dann auf Dauer ja. Erstmal hat man dadurch mehr Probleme, mehr Fragen, mehr Schwierigkeiten. Beißt man sich durch, lebt es sich entspannter. Man hat auf mehr Fragen eine Antwort, man ist gefestigter in seinen Überzeugungen, man kann Diskussionen leichter mitgestalten… 

Aber man muss halt auch aufpassen, in welche Richtung man denkt. Man kann sich leicht verlieren in irgendwelchem Unsinn.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, es lässt dich viel zu viel nachdenken, ich habe das problem das ich zu sehr an den tod denke und dann nicht schlafen kann, ich beneide als agnostiker auch trotzdem leute die daran glauben können das was danach kommt. Ich täts sein lassen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Seminu
27.11.2015, 00:11

Es hat keinen Sinn ihm zu empfehlen es sein zu lassen, denn scheinbar kann er es nicht, sonst würde er dies hier nicht fragen, so wie du es nicht sein lassen kannst, über den Tod nachzudenken.
Interessant wäre die Frage, warum wir überhaupt über solche Dinge nachdenken, die uns eigentlich nicht gut tun.
Auf meinem Suchen nach einer Antwort auf diese Frage, hat mir die Lehre des Buddhismus am besten gefallen. 
Ebenfalls als Agnostiker beineide ich auch alle Leute, die glauben können und damit einen Seelenfrieden finden.
In der Lehre des Buddhismus geht es aber nicht um Glauben, sondern um eine "Wissenschaft", denn Buddha hat über viele Jahre sich selber "untersucht", um herauszufinden, warum wir leiden müssen. Was er nun herausfand, muss man nicht glauben, aber man kann es selber ausprobieren, es selber erleben, entdecken, warum wir leiden müssen.
Ich hatte auch lange Angst vor dem Tod, weil ich nicht sicher sein konnte, was danach kommt. Es war also die Angst vor der Ungewissheit.
Nun weiss ich aber wenigstens, warum mir Ungewissheit Angst macht und was ich dagegen tun kann.
Falls dich das auch interessiert, kann ich es dir kurz beschreiben, damit du nicht auch danach suchen/fragen musst:
Durch unsere Sinneseindrücke beschäftigen wir uns gedanklich zu sehr mit der Aussenwelt, weswegen wir den "Kontakt" zu uns selber verlieren.
Je mehr wir den Kontakt zu uns verlieren, desto weniger kann unsere Lebensenergie fliessen. Ist unser Lebensenergiefluss blockiert, entstehen schlechte Gefühle, welche bis zu Angstdepressionen führen können. 
Wenn wir uns nun bewusst mit unserer Aufmerksamkeit wieder mehr uns selber widmen, uns in unserem Körper spüren, anstatt über allerlei Dinge nachzudenken, dann beginnt die Lebensenergie wieder mehr zu fliessen und die unangenehmen Gefühle schwinden. Man kriegt dann ein angenehmens, zufriedenes Gefühl und es ist einem zB plötzlich egal, was nach dem Tod geschiet !
Das geniale daran ist, dass dieses angenehme Gefühl von nichts aus der Aussenwelt abhängig ist, was zusätzlich ein echtes Freiheitsgefühl generiert !

0

Nein, es bringt dich  von der Wahrheit weg und dadurch verhedderst du dich in endlosen Diskussionen um deiner und anderer Gedanken. Es sind Gedanken von Menschen, die nicht wissen, wer sie sind, woher sie kommen und was das ueberhaupt alles soll. Also denken sie sich etwas auf Grundlage dessen, was sie erlebt haben. Und alle haben unterschiedliche Erfahrungen, also du siehst, die Diskussion wird endlos und ohne Uebereinkunft sein. Reden zeugt immer von Nicht-Wissen, das merke dir fuer dein Leben. Wer diskutiert, der weiss nichts! Wenn du weisst, willst du nichts mehr sagen, sondern erleben, denn das Sein ist bar jeder Diskussion, sondern passiert Jetzt. Das ist alles. Alles Gute!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Seminu
28.11.2015, 14:05

Lieber NichtZwei!

Bist du dir bewusst, dass deine Worte eine Beleidigung ist für alle Denker und Philosophen?
Deine Schlussfolgerung mag für DICH stimmen, zu der du auch nach langem nachdenken/philosophieren gekommen bist, oder ist dir dieses Wissen direkt in die Wiege gelegt worden?
Um eben wissen zu können, muss man erst dieses Wissen erarbeiten, da genügt das Lesen deiner Schlussforgerung eben nicht!
Wenn man nicht weiss wer man ist, woher man kommt und was überhaupt alles soll, dann muss man eben darüber nachdenken, den tausend Fragen die in einem brennen nachgehen, mit Leuten darüber reden und sich in Literatur vertiefen.
Und Philosophieren gründet nicht alleine auf dem was man erlebt hat, sondern auch auf dem, was man von anderen gehört hat, was man aus Literatur von bedeutenden Philosophen und Denkern gelesen hat, und vor allem: Was man anhand seinem logischen Vorstellungsvermögen ausdenken kann!
Gerade weil alle Menschen verschieden sind und daher zu verschiedenen Ergebnissen kommen, müssen wir miteinander reden, diskutieren, unsere Erkenntnisse austauschen und vor allem die Bereitschaft haben, von anderen andere Sichtweisen prüfen und gegebenfalls die Eigene überarbeiten können !
Sämtliche tiefgründigen Weisheiten von grossen Denkern sind so zustande gekommen, indem sie sich mit anderen austauschten !
Und nicht zuletzt enthält deine Antwort auch einen kläglichen Widerspruch: Wenn du uns schon weis manchen willst, dass wer redet nicht weiss, warum redest dann DU ?
Weisst du auch nichts ?

1

Hallo,

philosophieren kann einem schon das Leben erleichtern. Ich mache grade eine ziemlich schwierige Zeit durch (Prüfungen, Instrumentalunterricht,persönliche Angelegnheiten,...) und wenn ich dann mal Zeit zum durchschnaufen habe, kann ich in aller Ruhe die Ereignisse geistig nochmal durchgehen, Schlussfolgerungen daraus ziehen und meine nächsten Schritte vorausplanen.

Manchmal gibt es Überschneidungen in meinem Leben und den Ereignissen einer Serie die ich im TV ansehe. Solche Sachen fallen mir meist erst dann auf, wenn ich genauer darüber nachdenke.

MfG

Steven Armstrong

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein. Ist auch nicht der Anspruch.

Philosophie soll dem Leben Tiefe verleihen, bzw, bewusst machen, welche Tiefen schon vorhanden sind.

Erleichterung ist für die, die es sonst nicht zusammenbringen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Lennister
27.11.2015, 21:32

Was ist das denn für eine Vorstellung von Philosophie? Philosophie hat- wie alles andere auch- zuerst einmal den Bedürfnissen des Menschen zu dienen(natürlich im Rahmen des ethisch akzeptablen). 

1
Kommentar von Eselspur
28.11.2015, 16:31

Indem Philosophie den Menschen zu mehr führt/führen soll/bewusst macht, dass er schon lange weiter geführt worden ist, als seine Bedürfnisse verlangen.

0
Kommentar von Eselspur
28.11.2015, 18:28

Lennister, ich weiß zwar nicht, was du jetzt eigentlich willst, gebe dir aber gerne ein Beispiel, was ich meine: Gerade hier auf gf finden sich Behauptungenwie: es ist bewiesen, dass Gott nicht existiert; die Wissenschaft hat herausgefunden, dass Glaube Unsinn ist; mittlerweile ist klar, dass Evolution gewesen ist etc. Mit einer ordentlichen Erkenntnistheorie würden solche Aussagen nie getroffen werden! Ontologie kann uns zum Staunen bringen über das Gute, das Schöne und das Wahre. - Aber natürlich ist das von der konkreten philosophischen Richtung abhängig.

0

Eine Freundin hatte Philosophie als Abiturfach und die scheint es manchmal eher schwerer zu haben. So oft wie sie bei, für mich banal wirkenden Themen in endlose philosophisch angehauchten Diskussionen versinkt. 

Aber ich denke das ist eine Frage nach dem Betrachtungsstandpunkt - zählt das schon zur Philosophie?^^

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?