Erklärung warum ist wasser lipophob?

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5 Antworten

Eigentlich ist Wasser nicht lipophob. Denn das heißt ja übersetzt "fettmeidend". Eine Phobie hat sogar eine noch krassere Bedeutung, als Angststörung.

Das Wasser hat keine Abneigung, sich mit Fetten zu mischen. Und Fette und allgemein alle unpolaren Stoffe wie Benzin oder Chlorierte Kohlenwassestoffe haben keine Probleme, sich untereinander zu mischen oder lösen.

Aber du vergisst wahrscheinlich, dass zu einer Auflösung in Wasser erst ein mal gehört, die Wassermoleküle voneinander zu trennen. Wenn Alkohol, Essigsäure oder Aceton im Spiel sind, dann richten sich die starken Anziehungskräfte im Wasser eben darauf. Die Stoffe sind mit Wasser unbeschränkt mischbar.

Wenn die Alternative schlecht ist, wie beim Äther, löst sich nur eine bestimmte Menge in Wasser. Oder anders gesagt, Äther ist nur wenig in der Lage, das Wasser auseinander zu reißen.

Also ist nicht Wasser lipophob, sondern Fett hydrophob. Und das ist kein reines Wortspiel. Wasser kann sich durchaus zwischen Fettmoleküle drängen, aber Fettmoleküle können sich nicht zwischen Wassermoleküle drängen, weil sich die Wassermoleküle stark anziehen

Und ob dir das hilft, ist eine ganz andere Frage. Wenn du meine Argumente verstanden hast, und korrekt widergeben und begründen kannst, dann sollte das ein Pluspunkt sein. Das hängt ganz allein von ab.

Und denk nicht, dass Lehrer so blöd sind, nicht hier gelegentlich mal reinzuschuppern. Du musst es verstehen, nicht nacherzählen.

Es geht um die zwischenmolekularen Kräfte. Fett-Moleküle bilden starke van-der-Waals-Kräfte aus, aber keine Wasserstoffbrückenbindungen. Wasser-Moleküle können Wasserstoffbrückenbindungen ausbilden, aber praktisch keine van-der-Waals-Kräfte. 

Damit ist ersichtlich, dass die beiden Molekülsorten untereinander nicht wechselwirken können, was sich darin äußert, dass sie sich nicht mischen oder gegenseitig lösen können. Diese Unfähigkeit wird mit dem Begriff "Phobie" assoziiert. Wasser ist also lipophob und Fett ist hydrophob.

Weil sich die Zwischenmolekularen Kräfte unterscheiden. Bei Wasser sind es hauptsächlich die Wasserstoffbrücken, bei den Organischen Molekülen überwiegend die Van-der-Waals Kräfte, vor allem, da die Moleküle teilweise riesig werden. MERKE: Gleiches löst sich in Gleichem, die Zwischebmolekularen Kräfte müssen also ähnlich sein!

Das Molekül besteht nur aus H–O-Bindungen. Die sind sehr polar. Damit kann das H₂O-Molekül keine „unpolaren Wechsel­wirkungen“ eingehen, wie das Benzin und Wachs etc. miteinander machen.

Ist irgendso wie wenn Du fragst „Warum ist Eis nicht heiß?”. Weil es irgendwie vone und hinten nicht paßt.

Weil fett unpolar ist und Wasser ein dipol. Gleiches mischst sich. Ungleiches aber nicht!

willi55 18.03.2015, 20:01

Das ist eine Regel, aber keine Erklärung.

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