Erklärung für den Fahrraddynamo: Warum tritt es sich schwerer, wenn er angeschaltet ist?

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8 Antworten

Strom erzeugt ein magnetisches Feld. Der Strom, der durch den Dynamo erzeugt wird, erzeugt ebenfalls eins. Dieser wirkt seiner Ursache entgegen, ergo gegen die Drehbewegung.
(*genauer gesagt wird natürlich eine Spannung erzeugt, die der Ursache entgegen wirkt - der Strom ist nur die Wirkung der Spannung)

Diesen magnetischen Widerstand spürst du dann (wobei der Effekt bei Nabendynamos sehr gering ausfällt - und beim Speichendynamo ist der Rollwiderstand wohl der größte Brocken)


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Kommentar von Maddin337
02.02.2017, 22:28

Danke für deine Antwort! In manchen Texten lese ich, dass ein Dynamo bei ca. 20 km/h ungefähr 1W gegen dich wirkt. Schlecht ausgedrückt, aber hoffentlich vom Sinn her verständlich. Wie errechnet sich das 1W? Sind das die Reibungsverluste + Magnetisierungsverluste + weiß nicht was? 

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Weil sämtliche Energieverluste, die der Dynamo erzeugt, laut Energieerhaltungssatz kompensiert werden müssen, wenn man eine gleichmäßige Geschwindigkeit in der Ebene fahren will. Als Energiequellen kommen Akku oder Beine in Frage. Hast du keinen Akku, bleibt alles an dir hängen.

Von vorne nach hinten betrachtet, entweicht vorne Energie in Form von Licht. Bei Glühlampen wird zusätzlich Wärme produziert, bei LEDs spart man sich die Wärmeverluste. Wenn die Kontakte sclecht sind, wird dort aus Strom Wärme produziert. Das selbe passiert am el. Widerstand des Kabels. Je dünner das ist, umso mehr Widerstand hat es. Der Dynamo hat selber Reibungsverluste sowie magnetische Verluste. Am Reifen entsteht ebenfalls Reibung. Alles zusammen ist dann doch soviel, dass man es beim Treten spürt.


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Die elektrische Leistung die der Dynamo erzeugt muß du als mechanische Leistung hinein stecken. Zusätzlich noch die Verluste im Betrieb (Widerstände) und Leerlauf (Reibung).

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Es liegt ganz einfach am Energiesatz. Der Strom vom Dynamo muss irgendwoher seine Energie bekommen. Und die steckst Du halt rein.

Übrigens: Nabendynamos, die deutlich weniger Reibungsverluste haben als Nebenläufer, merkt man fast nicht.

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Kommentar von PWolff
02.02.2017, 23:13

Einen Reifendynamo im Leerlauf habe ich auch fast nicht gemerkt.

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der Dynamo ist eine elektronenpumpe. er pumpt den strom quasi durch die glühlampen. die sind so eine art kappilare.

versuch mal durch einen langen dünnen strohhalm zu pusten, dann weißt du was ich damit meine...

lg, Anna

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Weil Energie nie erzeugt sondern immer nur umgewandelt werden kann. 

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Dieses Phänomen habe ich auch festgestellt. Dass etwas mehr Energie aufgewendet werden muss, ist theoretisch klar. Nur dass dieser vernachlässigbarer Mehraufwand praktisch merkbar ist, das ist schon frappant! Trotzdem fahre ich auch am Tage mit dem Dynamo, denn ich fahre ja aus gesundheitlichen Gründen beinah täglich mit dem Rad!

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Hallo,

Das ist einfachso:

Wenn Du was haben willst, hier Licht, musst Du was dafür leisten, hier Deine Energie beim Treten!

Grüße aus Leipzig

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