Erklärung für das Schlafbedürfnis

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7 Antworten

Nun könnte ich zuerst die Frage stellen:

Was macht dich so sicher, dass du dann, wenn du deiner Meinung nach wach bist, nicht schläfst und träumst und eben dann, wenn du schläfst, wach bist?! ;-)

Kannst du dir sicher sein, dass du dann, wenn du deiner Meinung nach schläfst, überhaupt noch bist? Kannst du dir dies selbst beweisen?

Nönö… jetzt keine Gedankenkonstrukte von wegen: der andere sieht doch, dass ich da liege und schlafe… ;-))) Das ist nix weiter als logische Berechnung (Bist du noch logisch, oder lebst du schon?!)

Bist du dein Körper, oder bist du Geist/Seele, der/die sich eines Körpers bedient?

Oder vielleicht alles gleichzeitig?

Eben Yin und Yang?

Woher beziehst du deine Lebensenergie? Aus deinem Herzschlag? Aus deinem Gehirn?

Oder ist es doch eher „etwas“, das nicht greifbar, sichtbar, ist?

Was „belebt“ dich also?

Kann es sein, das Schlaf und Wach sein (auf welcher Seite auch immer ;-), wie Einatmen und Ausatmen ist, schlicht das Eine das Andere bedingt?

Das Eine nicht, ohne das Andere?

helisua66 10.07.2011, 23:04

Ja, diese Antwort geht am ehesten in die Richtung, in der auch ich das tiefere Prinzip sehe. Wenn ich nämlich davon ausgehe, daß das Universum im Prinzip geistiger Natur ist (analog etwa einem modernen Computer-Rollenspiel oder dem Film 'Matrix'), dann sind Schlaf und Wachzustand nur zwei verschiedene Zustände, die sich gegenseitig bedingen. Kein Licht ohne Finsternis, kein Wachtraum ohne Schlaftraum. Denn wie sollten wir uns eine permanente Wachwelt denken? Da würden wir ja wahnsinnig, wenn überhaupt unser Geist erst hätte entstehen können. Das ganze Universum ist aus einem kollektiven Traum erwacht. Ich verweise dazu auf folgenden Essay:

http://ouroboros-forum.de/index.php?option=com_content&view=article&id=62:die-welt-als-virtuelle-simulation&catid=36:admin-essays&Itemid=62

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Angel84 10.07.2011, 23:19
@helisua66

Erst mal danke für den Stern.

Ja, die Seite kenne ich.

Und Matrix habe ich mir auch öfter reingezogen (und jedes Mal neuen "Denkstoff" entdeckt).

Ich sehe es auch so, dass alle Erscheinungen geistiger Natur sind, was aber dem Empfinden bei allem, das wir direkt vor unserer Nase haben, keinen Abbruch tut....

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Ich habe damit ja nur das Gleiche zu sagen versucht wie du in deinem letzten Absatz. Aber man kann das in der Tat entweder philosophisch ("esoterisch") oder medizinisch - wie TeeEi - interpretieren, dem du dich wohl also eher anschließt. Ich bezeichne das allerdings als positivistischen Behaviorismus (siehe Wikipedia).

" Daß der Schlaf dem Bedüfnis entspricht, daß wir ausruhen müssen, kann wohl nicht sein, denn das Schlafbedürfnis ist unabhängig vom Grad der täglichen Anstrengung."

Wieviel Stunden Schlaf man im Durchschnitt braucht, ist individuell sehr unterschiedlich. Mancher kommt mit 6 Stunden aus, andere brauchen 7 oder 8 Stunden Schlaf.

Richtwerte gibt es nicht, aber ca. 6 bis 8 Stunden sind normal.

Das bedeutet, dass manche Menschen weniger, andere wiederum mehr Schlaf brauchen, ohne dass das was mit der Leistungsfähigigkeit zu tun hat. Da spielen noch andere Faktoren eine Rolle.

Zu wenig Schlaf ist auf Dauer ebenso ungesund, wie zu viel Schlaf.

Ausreichender, ungestörter und erholsamer Schlaf ist für die Gesundheit von herausragender Bedeutung, weil im Schlaf die Regeneration des Körpers stattfindet.

Alles Gute nnd schlaf gut!

helisua66 09.07.2011, 15:19

Dieses beschreibt das, was wir wissen, ist aber keine Antwort auf meine Frage.

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Ich denke, es ist ähnlich wie bei der Wartung/Reparatur eines Autos. Das meiste lässt sich besser im Ruhezustand als während der Fahrt reparieren. Der Schlaf ist eine Art Ruhestellung des Körpers, um einige seiner Funktionen reparieren zu können. P.S. Als Gilgamesch auf der Suche der Unsterblichkeit Utnapischtim (den sumerischen Noah) um Rat fragte, antwortete dieser, Gilgamesch müsse 7 Tage und Nächte wach bleiben, danach würden die Götter kommen und ihn "segnen", so dass sich seine Zellen und sein Immunsystem ständig erneuern würden.

Hallo helisua66

Das Ying/Yang-Prinzip kann man so ziemlich auf alles mit zwei Gegensätzen anwenden. Ob nun gerade Wachzustand/Schlafzustand auch damit erklärt werden sollte, wage ich zu bezweifeln.

Der Schlaf hat sicher nicht nur die Funktion sich physisch zu regenerieren. Wenn du selber bei dir schon mal den Schlaf für längere Zeit unterdrückt hast, wirst du feststellen, dass nicht nur dein Körper sich schlaff fühlt, sondern du fühlst dich auch eigenartig "hibbelig", nervös, unkonzentriert, so als wärest du in einem Trance-Zustand.

Die Psyche oder Seele, wie immer man das jetzt auch bezeichnen möchte, muss sich scheinbar auch regenerieren. Geschehnisse verarbeiten - nicht allein die vom Vortag - sondern generell. Es muss auch deinen Wünschen und Gefühlen ausdruck verliehen werden, indem du Träumst. Also Schlaf ist demzufolge durchaus ein Bedürfnis, physisch und psychisch zu regenerieren.

helisua66 09.07.2011, 15:32

Mein Versuch, eine Erklärung in Richtung des Yin-Yang-Prinzips zu suchen, geht allerdings tiefer. Nicht alle Gegensätze sind archetypisch bedingt. Zum Beispiel ist es nachvollziehbar, daß die Idee des Lichtes des Gegensatzes der totalen Finsternis bedarf und daß das weibliche Prinzip erst im Gegensatz zum männlichen Prinzip verständlich wird, während aber die Hände nicht unbedingt erst als Gegensatz zu den Füßen verständlich werden. Wenn ich also denke, daß der Schlaf als Gegensatz zum Tagesbewußtsein notwendig sein könnte, so folgere ich das aus der Beobachtung, daß unser Bewußtsein an bestimmte Zäsuren gebunden ist, weil es sonst ins Uferlose verschwömme. Jeder, der schon einmal gezwungen war, mehrere Tage und Nächte lang hintereinander wach zu bleiben, kann das nachvollziehen. Liegt dem also möglicherweise ein tieferes Prinzip zugrunde? Jeder hat auch wohl schon einmal beobachtet, daß nach dem Neuerwachen wieder alles wie ein Neuanfang erlebt wird und werden kann und damit die Möglichkeit bietet, selbst von noch so schrecklichen Erlebnissen des Vortages Abstand zu gewinnen. Unsere Psyche scheint demnach solche Zäsuren zu benötigen. Ist also zumindest die höhere Intelligenz an sie gebunden?

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EmoDoc 09.07.2011, 23:50
@helisua66

Höflich ausgedrückt ist mir das zu "esotherisch" - Nein Danke!

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der Schlaf als Gegensatz zum Vollbewußtsein?

Nein, das stünde im Widerspruch dazu, dass man trainieren kann, auch im Schlaf bewusst zu sein. Oder man ist, wenn man soweit ist, 24 Stunden seine Bewusstheit zu halten, jenseits der Polaritäten.

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Das ist keine metaphysische Frage. Ein Arzt kann dir die qualifiziertere Antwort geben.

helisua66 09.07.2011, 20:58

So ähnlich hat es auch Helmut Schmidt gesagt: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Aber der hat es wohl doch nicht ganz so ernst gemeint wie du offenbar.

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