Erklärung für Apartheid in Südafrika?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Ich war während der Apartheid in Südafrika.

Es heisst eigentlich nur, dass sich die Rassen, Schwarze, Inder, Farbige (Mischlinge zumeist Schwarz/Weiss aber auch Indisch/Weiss oder wie auch immer, einfach nicht Weisse) und Weisse, sich nicht mischen sollen, jede Rasse sich selber entwickeln soll. Es gab Niblankie und Blankie

Nachts durften sich in den Städten Andersfarbige nur mit Sonderbewilligung aufhalten. Sie fuhren in ihre Orte, meist am Stadtrand in ihre Townships. Alles war getrennt. Es gab z. B. Toiletten für Weisse,Schwarze und Inder. Busse, Eisenbahn, Taxi, immer getrennt. Wobei Inder ein wenig mehr machen durften, und Farbige besser gestellt waren als Schwarze. Sogar Bahnübergänge gab es wenigstens 2, einer für Weisse ein zweiter für andere, Eingänge in öffentliche Gebäude, getrennt. Man musste immer auf der Hut sein, dass man die richtige Tür nutzte. Der Strand war eigentlich den Weissen vorbehalten, nur die weniger schönen konnten Schwarze nutzen. Parks desgleichen. Man war einfach darum besorgt, dass sich die Rassen nicht mischten.

Wobei die Putzfrau auf dem Anwesen in ihrer Hütte wohnen durfte. Das war übrigens total erschwinglich und absolut normal, dass ein Weisser in einem Haus wohnte und Bedienstete hatte. Auch bei 'geringem' Einkommen erschwinglich.

Es gab die 'kleine Aphartheid' und die Apartheid. Die kleine, regelte eben die oben beschriebenen Dinge, die eigentlich Nebensächlichen mit den separaten Eingängen in Häuser. Die Apartheid regelte die Entwicklung der Rassen.

Die Buuren, trafen auf dem Highfeld, das ist das grösste Gebiet von SA, auf eine menschenleere Gegend. Sie trieben dort Landbau und schöpften die Minen aus. Als 'Fremd'Arbeiter nahmen sie die Schwarze auf. Diese entwickelten sich jedoch stärker als die Weissen und immer noch mehr kamen in das Land, wo kein Hunger herschte und es Geld und Arbeit die Fülle gab. Kriminalität war praktisch unbekannt, bis auf die streng unter Strafe stehenden Geschlechtsbeziehungen zwischen den Rassen. Man wollte Weiss bleiben.

Im Gegenzug wurden Weisse rekrutiert und denen mit Fördermitteln SA schmackhaft gemacht. Gratis Ticket und gratis Aufenthaltsbetreuung bis zum Finden einer Stelle.

Hat aber offensichtlich alles nichts gebracht. Schauen wir drum zu, dass uns das hier in Europa nicht ebenso ergeht und wir nicht überrannt werden von Moslems, die ein völlig anderes Verständnis haben, eine nicht kompatible Kultur.

Diese Erklärung ist sehr gut und liegt qualitativ weit über dem hier üblichen Durchschnitt. Fälschlicherweise wird Apartheid mit Rassismus („Weiß gegen Schwarz“) gleichgesetzt. Ek sê baie dankie und am liebsten würde ich jetzt in Afrikaans weiterschreiben, aber Fremdsprachen sind hier verboten. Suchbegriffe im Netz sind u.a. „Net blankes“.

http://www.mahala.co.za/wp-content/uploads/2011/02/Blankes.jpg

0

Hat aber offensichtlich alles nichts gebracht. Schauen wir drum zu, dass uns das hier in Europa nicht ebenso ergeht und wir nicht überrannt werden von Moslems, die ein völlig anderes Verständnis haben, eine nicht kompatible Kultur.

Tja, es waren damals schließlich die Weißen, die ungefragt das Land der Afrikaner kolonialisiert und quasi enteignet haben. Dann haben sie sich auch noch die farbigen Sklaven als (Sex)-Diener gehalten, wodurch die Colorouds entstanden sind. Erst später ist ihnen dann aufgefallen, dass die Rassen nicht kompatibel miteinander sind und haben die Apartheid eingeführt.

Wären die Weißen mit ihrer nicht kompatiblen Kultur damals da geblieben, wo sie herkommen (Europa), würde es die noch heute bestehenden Rassenprobleme gar nicht geben.

Du beschwerst dich, dass "die Moslems" heute Europa überrennen, hast es dir als Weißer aber während der Apartheid in Südafrika gut gehen lassen. Ambivalenter und heuchlerischer geht es kaum.

2
@suedafrika2010

Du beschwerst dich, dass "die Moslems" heute Europa überrennen

Du machst eine Feststellung, dass es so sei. Ich hingegen sprach eine Möglichkeit an, eine Warnung, es nicht SA gleichzutun.

Wären die Moslems dort geblieben, wo sie waren, hätten wir die Probleme mit ihnen heutzutage nicht - könnte man auch sagen.

0
@Wischkraft1

Okay, aber der Logik nach könnte man eben genauso sagen: "Wären die Weißen Europäer dort geblieben, wo sie waren, hätten die schwarzen Südafrikaner die Probleme mit ihnen heutzutage nicht."

0
@suedafrika2010

Richtig. Absolut korrekt. Bedenke jedoch auch den zeitlichen Ablauf: Unbewohntes, aber fruchtbares Land. Menschen, die solches finden und bebauen (die Buuren waren nur einfache Landwirte, schürften nicht nach Schätzen in der Erde). Jetzt erst kamen Schwarze in das weisse Land (!!)  und wollten partizipieren am Erfolg der Weissen, da sie in ihrer Gegend fast verhungerten (weil sie nicht wussten, wie mit dem Boden umzugehen).

0

Gesetzlich festgeschriebene Rassentrennung, die Gottseidank nicht mehr existiert.

Was möchtest Du wissen?