Erkläre , inwiefern und wieso sich die Stellung des Adels im Absolutismus verändert hat?

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Erkläre , inwiefern und wieso sich die Stellung des Adels im Absolutismus verändert hat?

Da gibt es eigentlich nicht viel zu erklären! Der in den Schulen immer noch von fortbildungsunwilligen Lehrern gelehrte und von folgsamen Schülern gelernte sog. "Absolutismus" ist zwar eine Staatstheorie monarchischer Herrschaft, aber in der Realität nur ansatzweise umgesetzt worden.

Daher hat sich auch die "Stellung des Adels" in der damaligen Zeit, also vorallem des 17. und 18. Jahrhunderts, nur wenig verändert. Der Adel war zuvor und blieb eine bevorzugte und privilegierte Gesellschaftsschicht!

Gewiss hat sich für manche Adligen etwas "verändert", aber es kommt immer darauf an, welches Land man betrachtet. Die Entwicklung des Adels und ihre mehr oder weniger intensive politische Teilhabe an der Regierung eines Staates ist von Land zu Land in Europa unterschiedlich verlaufen. Daher kann man keine allgemeingültigen Aussagen treffen!

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:
Studium / Ausbildung

Dazu gibt es mehrer Gründe,

die Aufklärung, technischer Fortschrit und enstehung von Nationalstaaten.

Menschen wie Martin Luther mit der Reformatin haben vorgemacht das die Mächtigen nicht immer Recht haben und mehr und mehr Menschen haben begonnen das Weltbild in Frage zu stellen. Dazu haben Menschen entdeckt das es für alles eine wissenschaftliche Erklärung gibt. das ganze geschah unter dem Begriff der "Aufklärung2

daneben noch der technische Fortschrit. so mancher Fabrikant der wurde reicher und mächtiger als so mancher Fürst. Eisenbahn und Dampfschiffe haben die Welt kleiner gemacht, da brauchte niemand mehr Provinzfürsten und Grafen.

daneben entstanden moderene Nationalstaaten mit modernen Armeen die mit Kanonen und gewehren befaffnet waren. Der Kaiser oder König wurde sehr mächtig und ide Provinzfürsten, die wurden nur noch Marionetten.

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daneben entstanden moderene Nationalstaaten mit modernen Armeen die mit Kanonen und gewehren befaffnet waren. Der Kaiser oder König wurde sehr mächtig und ide Provinzfürsten, die wurden nur noch Marionetten.

Das ist nicht richtig.

  1. Allen Monarchen wurden in den "modernen Nationalstaaten" ihre Machtbefugnisse beschränkt durch: Verfassung, Parlament, Regierung (Gegenzeichnung!).
  2. Der Adel war zusammen mit dem (wohlhabenden) Bürgertum die tragende und fast überall noch bevorzugte Schicht, die wichtige Regierungsämter, hohe Veraltungs- und Militärposten besetzte sowie in der Ersten Kammer des Parlaments weitgehende politische Mitsprache in der Gesetzgebung erhielt.
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@ArnoldBentheim

Nein, mir geht es eher drum den Bedeutungswandel aufzuzeigen.

Im Abosolutismus konnte der herrscher noch schalten und walten wie er wollte und auch im zweifelshalle seine Untertanen köpfen. Dazu war auch noch der Kaiser und König sehr weit entfernt.

Moderne Nationstaaten entstanden auch in Frankreich unter Napoleon, dennoch lies er sich zum absoluten Kaiser krönen, wenngleich er seinen Untergebenen sowas wie Bürgerrechte eingeräumt hat.

Das Wohlhabene Bürgertum das entstand erst später. In dem Maße wie das Bürgertum reich und mächtig wurde, wurden auch die Provinzfürsten machloser und ärmer.

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@blackhaya
Im Abosolutismus konnte der herrscher noch schalten und walten wie er wollte und auch im zweifelshalle seine Untertanen köpfen.

Nein, das entsprach weder der Realität noch der Staatsheorie einer absoluten Monarchie. Ein solcher Monarch, der willkürlich seine Untertanen hätte hinrichten lassen, hätte sich als Tyrann entlarvt, gegen den Widerstand berechtigt gewesen wäre. Auch dazu gab es eine Staatstheorie, die der sog. "Monarchomachen". Der englische König Karl z. B., der "absolutistische" Anwandlungen hatte, wurde zum Tyrannen erklärt und einen Kopf kürzer gemacht.

Das Wohlhabene Bürgertum das entstand erst später. In dem Maße wie das Bürgertum reich und mächtig wurde, wurden auch die Provinzfürsten machloser und ärmer.

Ein wohlhabendes Bürgertum entstand bereits im Spätmittelalter, während viele Niederadlige aufgrund ihrer Wirtschaftsweise in finanzielle Schwierigkeiten gerieten. Der hohe Adel aber hielt aufgrund seiner großen Besitztümer, seiner Beteiligungen an Wirtschaftsunternehmen, z. B. Bergbau, und vieler anderer wirtschaftlicher Aktivitäten sehr gut mit. Im Heiligen Römischen Reich gab es keine "Provinzen", daher auch keine "Provinzfürsten", sondern die große Mehrheit aller hohen Adligen waren Landesherren von Territorien, Staatsgebilden, die klein oder auch sehr ausgedehnt sein konnten.

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@ArnoldBentheim

Vieles muss man aus der Perspektive der damaligen Zeit sehen. Damals hat man einfach kein teures Pergament verschwendet wenn irgendein Tagelöhner aus irgendwelchen Gründen hingerichtet worden ist.

Typisches Mittel der Machterhaltung wenn man 1 hinrichtet, der dann als Drohung allen anderen dient.

Das mit "Provinz" war spöttisch gemeint.

In der ganzen Fragestellung geht es eher um die Transformation vom mittelalter in die neuzeit.

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Ich glaube dein Lehrer will das nicht von mir hören.

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