Erkenntnislehre: Platons Höhlengleichnis. Was will Platons den Lesern mit dem Höhlengleichnis sagen?

2 Antworten

Platon will uns damit sagen, dass die Wirklichkeit, die wir wahrnehmen, nur ein unvollkommenes Abbild der eigentlichen Wirklichkeit ist.

Das gesamte Höhlengleichnis ist äußerst umfangreich. Es geht um das Erkennen und die Voraussetzungen dazu ... Selbst Goethe greift zu Beginn seines Faust II auf das Bild des von der Erkenntnis geblendeten Menschen zurück, der nicht ins Licht sehen kann... »Am farbigen Abglanz haben wir das Leben« (Goethe, Faust II. Vers 4679-4727)

hier mehr... http://johannesklinkmueller.wordpress.com/2009/01/09/am-farbigen-abglanz-haben-wir-das-leben-goethes-vermachtnis-im-faust-ii-alles-vergangliche-ist-nur-ein-gleichnis/

Er empfindet es und Goethe empfindet es, nur deshalb kann er seinen Faust sprechen lassen:

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Sie tritt hervor! – und, leider schon geblendet, Kehr’ ich mich weg, vom Augenschmerz durchdrungen. So ist es also, wenn ein sehnend Hoffen Dem höchsten Wunsch sich traulich zugerungen, Erfüllungspforten findet flügeloffen; Nun aber bricht aus jenen ewigen Gründen Ein Flammenübermaß, wir stehn betroffen; Des Lebens Fackel wollten wir entzünden, Ein Feuermeer umschlingt uns, welch ein Feuer! Ist’s Lieb’? ist’s Hass? die glühend uns umwinden, Mit Schmerz und Freuden wechselnd ungeheuer, So dass wir wieder nach der Erde blicken, Zu bergen uns in jugendlichstem Schleier. So bleibe denn die Sonne mir im Rücken! Der Wassersturz, das Felsenriff durchbrausend, Ihn schau’ ich an mit wachsendem Entzücken. Von Sturz zu Sturzen wälzt er jetzt in tausend, Dann abertausend Strömen sich ergießend, Hoch in die Lüfte Schaum an Schäume sausend. Allein wie herrlich, diesem Sturm ersprießend, Wölbt sich des bunten Bogens Wechseldauer, Bald rein gezeichnet, bald in Luft zerfließend, Umher verbreitend duftig kühle Schauer. Der spiegelt ab das menschliche Bestreben. Ihm sinne nach, und du begreifst genauer: Am farbigen Abglanz haben wir das Leben.

Diese Stelle gehört für mich mit zum Bedeutungsvollsten, was Goethe je geschrieben hat:

Wir können nicht direkt in die Sonne schauen. Sie repräsentiert das Göttliche. Auch in Platons Höhlengleichnis kann der Mensch, der aus der Höhle kommt, nicht in das Licht sehen:

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Und wenn er ans Licht käme, hätte er doch die Augen voll Glanz und vermöchte auch rein gar nichts von dem zu sehen, was man ihm nun als das Wahre bezeichnete [...]

Er müsste sich also daran gewöhnen, denke ich, wenn er die Dinge dort oben sehen wollte. Zuerst würde er wohl am leichtesten die Schatten erkennen, dann die Spiegelbilder der Menschen und der andern Gegenstände im Wasser und dann erst sie selbst. Und daraufhin könnte er dann das betrachten, was am Himmel ist, und den Himmel selbst, und zwar leichter bei Nacht, indem er zum Licht der Sterne und des Mondes aufblickte, als am Tage zur Sonne und zum Licht der Sonne.

So kann der Mensch das Göttliche wahrnehmen im Symbol, sei es eine Taube oder die Majestät eines Berges, im Abglanz, in den Spiegelungen des großen Göttlichen Lichtes, im Flug der Vögel, in einem Adler, dem großen Verbinder zwischen Göttlichem und Menschlichem, einem Rotkehlchen, das für ihn singt, im Regenbogen, über den die Götter und Engel zu den Menschen kommen, in der Stille des ruhenden Sees, in dem Blick eines aus dem Göttlichen ins Erdenleben geborenen Kindes, in der Liebe einer Rose.

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