Erhöhte Suchtgefahr bei Jugendlichen?

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6 Antworten

Da findest du fachliche Informationen: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PSYCHOLOGIEENTWICKLUNG/EntwicklungsfaktorenDroge.shtml Wenn du auf der Seite weitersuchst, dann kommst du auch zu vielen Untersuchungen.

Vielen Dank :)

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@ThomasMann123
Während die Antwort bei psychoaktiven Drogen derzeit offen bleiben muß, scheint hinsichtlich des Alkoholgebrauchs eine genetisch begründete Vulnerabilität gesichert, die sich vor allem beim Vorliegen ungünstiger Umweltbedingungen äußert.

Das ist wissenschaftlicher Unsinn verbreitet vom ZI Mannheim welches wegen genau dieser Verbreitung sein internationales Ansehen massiv eingebüßt hat.

Cadoret et al. zeigten dies anhand von Adoptionsstudien. Vermutungen sind keine Erkenntnisse. So weit mir bekannt macht es auch Sinn seine Geldgeber zu kennen.

Probleme mit der Selbststeuerung während der Kindheit (Aufmerksamkeitsstörungen, mangelnde Impulskontrolle und, insbesondere bei Jungen, Aggressivität) sind Beispiele für Persönlichkeitsmerkmale, die künftigen Alkohol- und Drogengebrauch, nicht nur während der Jugendzeit, begünstigen können. So konsumierten solche Jugendlichen häufiger Drogen anfangs der Adoleszenz, die sich als Dreijährige durch geringe Ich-Kontrolle (Belohnungen können nicht aufgeschoben werden, impulsiv, emotional labil, leicht frustriert) auszeichneten.

Wir kommen nicht ausgewachsen auf die Welt. Gerade bis zum dritten Lebensjahr sind wir emotional, nichtstofflich an unsere wichtigste Bezugsperson gebunden, meist die Mutter. Eine Studie welche diese Tatsache nicht berücksichtigt ist esotherischer Unsinn.

Ich fahre nicht fort. Diese drei Zitate reichen mir mehr als aus um darzustellen dass der Link zu esotherischem Unsinn führt. Egal welche Titelchen ihn verbreiten.

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Dass Drogenmissbrauch bei immer jüngeren Menschen zu beobachten ist steht fest. Warnungen dass dieses Phänomen auftreten wird wurden bereits in den 1960-igern und 1970-igern begründet geäußert. Der von mir im Kommentar kritisierte Link geht auf die Grundthematik dieser Warnungen nicht im Ansatz ein:

Wir Menschen sind auf Eltern beiderlei Geschlechts für eine gesunde nichtstoffliche Entwicklung angewiesen, auf ausreichend Freiraum, Ruhe, Vorbilder gerade im nichtstofflichen Bereich, angemessene Ernährung, altersgerechtes Umfeld. An all diesen Faktoren fehlt es zunehmend in unserer Gesellschaft ja sie werden geradezu zwanghaft ausgeblendet. Diese eingestellte Seite trägt dazu bei uns mit Lügen zur Thematik zu versorgen.

Zu Suchterkrankungen gibt es massenweise sogenannte Studien. Das ist nachvollziehbar. Denn damit sind viele verschiedene Interessen verbunden. Da ist einmal die produzierende Industrie. Dann ist da andererseits mehr als ein Industriezweig welcher sich mit den Gegenmaßnahmen beschäftigt. Interessen die gewahrt werden wollen. Industriezweige welche viele Studien bezahlen und damit auch ihre Ergebnisse steuern.

Gut. Das Blatt geht auch auf die von mir angemahnten Faktoren ein. Ist aber auch da in manchen Bereichen voller Fehlinformationen. Es gibt eine einzige wissenschaftliche Studie welche den Namen verdient. Sie wurde Ende der 1980-iger Jahre veröffentlicht. Damals ging es genau darum nachzuweisen dass vor allen Dingen Menschen aus den ärmeren Schichten suchtkrank werden. Leider kam die Studie an über 100.000 Familien zum gegenteiligen Ergebnis. Demnach verhalten sich vor allen Dingen reiche Eltern asozial ihren Kindern gegenüber während arme Eltern mehr empathiefähig aufweisen. Die Studie wurde damals von der Badischen Zeitung vorgestellt.

Bezüglich Deiner Frage:

Der Link blendet die Erkenntnisse der Neurologen zur menschlichen Entwicklung komplett aus. Neurologen können heute bildlich darstellen welche Veränderungen mit der Pubertät stattfinden. Sie können nachweisen welche Einflüsse Pubertät mit sich bringt die eben jene Veränderungen hervorrufen und steuern. Es fehlt ihnen aber bisher das Geld um der Frage nachzugehen welche Einflüsse aus wissenschaftlicher Sicht Drogenkonsum und der Umgang der Gesellschaft auf diese Veränderungen hat. Nachweisen können sie einen Zusammenhang zwischen zu früh gelebter Sexualität, also vor dem 17. Lebensjahr, und abnehmender Intelligenz und Denkfähigkeit. Daraus lässt sich der logische Schluss ziehen, wenn schon körpereigene Hormone die zu früh in zu großer Menge ausgeschüttet werden mangels Aufklärung, das Gehirn nachhaltig beeinflussen, dann werden auf den Hormonkreislauf massiv einwirkende Drogen wohl auch Einfluss auf die Gehirnentwicklung haben. Ob es sich dann in diesem Fall um eine entwickelte Suchterkrankung handelt oder nicht sei dahin gestellt.

Begründung:

Es ist auch heute noch in mancher deutschen Familie üblich dem Kleinkind einen in Schnaps getauchten Schnuller zu geben stören seine Geräusche. Früher war diese Maßnahme üblicher. Wenn also heute bei Jugendlichen davon ausgegangen wird dass ihr früher offener Drogenkonsum die Suchtgefahr erhöht wieso wird dann nicht auf diese Praxis eingegangen, wird diese Praxis nicht als Vergleich heran gezogen? Das wäre doch angemessen

So weit mir bekannt gibt es eine einzige wissenschaftliche Studie welche sich mit der Frage beschäftigt ob pubertärer Drogenkonsum zu mehr Drogenkranken führt im Erwachsenenalter. Der Deutschlandfunk berichtete letztes Jahr darüber. Du kannst dort per Mail anfragen und wirst sicherlich Auskunft erhalten. Nach dieser Studie verbleiben nach der pubertären Testphase gleich viele Süchtige als Erwachsene wie vor Jahrzehnten. Diese Studie berücksichtigt allerdings nicht dass die Pubertät heute früher einsetzt als noch in meiner Generation üblich geschweige denn die Frage warum sie früher einsetzt.

Die Unterscheidung zwischen Missbrauch und Abhängigkeit halte ich für sehr gefährlich denn sie gaukelt vor dass Missbrauch und Abhängigkeit zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Es versteht sich von selbst, vergifte ich meinen Körper über einen bestimmten Zeitraum, dass es zu körperlichen Folgen kommt. Diese Folgen dann als Abhängigkeit bezeichnen zu wollen heißt den Bock zum Gärtner zu machen.

bei jugendlichen gibt es eben noch den gruppenzwang als auslöser bzw das "cool"-sein. jugendliche haben auch oft mehr zeit ihre sucht zu fröhnen (Parties, discos) und vorallem sind die auswirkungen auf einen jugendlichen körper grundsätzlich verheerender.

ich denke damit schon, dass mehr jugendliche süchtig oder suchtanfälliger sind. auf der anderen seite ist bei den erwachsenen eine höhere dunkelzimmer, da diese ihre suchtmittel eher hinter verschlossenen türen einnehmen und das mehr vor der öffentlichkeit vertuscht wird. es sind definitiv mehr und sehr viele erwachsene tablettensüchtig.

Danke erstmal für die Antwort, aber mir ging es jetzt eher darum, ob Jugendliche direkt anfälliger für eine Sucht sind. Wenn zwei Personen, eine Jugendliche und eine Erwachsene unter den gleichen Umständen regelmäßig Rauschmittel zu sich nehmen, würden sich die Auswirkungen auf die Abhängigkeit dann unterscheiden?

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@ThomasMann123

ich denke, ein jugendlicher greift schneller zu einem rauschmittel als ein erwachsener, wie ich schon sagte.

aber ob sie eher darauf hängen bleiben, würde ich so nicht sagen. jeder der regelmäßig rauschmittel nimmt, ist süchtig.

was vielleicht einem erwachsenen einen bonus gibt, sind die lebensumstände. ein erwachsener der eine familie gegründet hat, einem beruf nachgeht, autofährt hat mehr anreiz sein leben in den griff zu kriegen, als ein jugendlciher dme das alles fehlt.

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Informiere Dich über die Begriffsdefinition von "http://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%A4ngigkeitssyndrom" und wenn Du das verinnerlicht hast, wirst Du schnell mehren, dass das Wort "Suchtgefahr" ein sprachlich mächtiges aufgebauschtes Konstrukt ist, das meist in unsinnigem Zusammenhang Erwähnung findet.

ich denke, es liegt daran, dass kinder und jugendliche besser beeinflussbar sin und mehr sachen ausprobieren wollen;)

Nun solche Aussagen hört man ja oft genug. Aber ist es denn wirklich so? Sind Kinder und Jugendliche leichter zu beeinflussen? Gibt es da irgendwelche wissenschaftlichen Belege zu oder nimmst du das einfach nur an?

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@ThomasMann123

ne wir hatten letztens so ein projekt in der schule über drogen und so und da hat ein polizist der da war das gesagt

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weil die eltern immer weniger zeit fuer ihre kids haben

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