Erhöhte Radioaktivität bei Strahlenopfern - wie lange messbar?

3 Antworten

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Wenn er nur durch radioaktive Strahlung (Alpha, Beta, Gamma und Neutronenstrahlung) belastet wurde, wurden seine Atome im Körper nahezu nicht in radioaktive Isotope umgewandelt. Er strahlt dann nicht!

Sollte er aber (in aller Regel ist das so) radiaktive Partikel auf seinem Körper haben bzw. diese Partikel inkorporiert haben kann man sie je nach Halbwertszeit/Zerfallsfolge etc. sehr lange im Körper nachweisen.

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Ja, hätte mich da klarer ausdrücken sollen *unschuldig pfeif*

Es geht schon darum, dass die Person in meiner Geschichte radioaktive Teilchen aufgenommen hat

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Dann müssten die Teilchen solange strahlen, bis sie sich zu einem stabilen Isotop umgewandelt haben. Oder man dekontaminiert sich. Doof ist natürlich, wenn die verstrahlten Partikel in den Körper gelangen, z.B. Lunge. Typisch dafür wäre Radon.

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@LangerRonald

Wenn jemand relativ viel Fallout abbekommen und damit auch eine Menge Plutonium-239-Partikel aufgenommen hat, was wäre da eine realistische Zeitspanne, in der er auch erhöht "strahlen" würde (also wo ein Geigerzähler verstärkt ausschlagen würde)?

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@CountDracula

Nimm das "bekannte" Polonium 210 Isotop mit relativ kurzer Halbwertszeit von 50 Tagen, man hat dies bei Arafat vermutet und Jahre! nach sein Tod hat man noch Spuren erwartet.

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Solange keine Radionuklide aufgenommen werden gar nicht.

Ansonsten kommt es sehr auf die Radionuklide an und über welchen Weg sie in den Körper gelangen. Grundsätzlich kannst du das immer von der Halbwertszeit ableiten.

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Hauptsächlich wurde Plutonium-239 aufgenommen, schätze ich. Das war der Hauptbestandteil der Bombe. Geschehen ist das durch Fallout bzw. Kontakt mit radioaktivem Staub. Also einatmen, Hautkontakt, essen,...

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@CountDracula

Nur Nagasaki war eine Plutoniumbombe (Hiroshima war eine Uranbobe) und durch die Kettenreaktion sind eben Spaltprodukte aus dem Plutonium/Uran entstanden.

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@CountDracula

Falsch das ist nicht das relevanteste Radionuklid. Die wichtigsten sind Iod-131, Cäsium-137 und Strontium-90. Diese Fallen in größeren Mengen an und werden auch vom Körper eingebaut und verbleiben deshalb relevant lange im Körper.

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@Seefuchs

Ich weiß, aber die Bombe enthielt größtenteils Plutonium-239 und ein bisschen Gallium, soviel ich weiß

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@Seefuchs

Wobei Jod 131 mit einer Halbwertszeit von 7 Tagen recht schnell abgebaut wird, jedoch durch die kurze Zerfallszeit und Einlagerung nur in der Schilddrüse hohe Schäden verursacht.

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@CountDracula

6 Kilo Plutoniumkern zu über 108kg Uran238 als Mantel. Und die Energie kommt aus den Spaltprodukten von denen es rein von der Teilchenzahl her mindestens doppelt soviele gibt.

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@Seefuchs

Ah, okay, das mit dem Mantel wusste ich nicht...

Also meinst Du, es ist realistisch, wenn man dann nach über 70 Jahren noch "strahlt"? Also Messgeräte ausschlagen würden?

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@CountDracula

Man könnte es sicher messen über Vergleiche etc. aber mit hinhalten und der Geigerzähler knistert nicht.

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Das hängt von der Halbwertszeit und der Menge der aufgenommenen Isotope ab.

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Hauptsächlich Plutonium-239

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fat_Man#Daten

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@CountDracula

Okay das hatte ich überlesen.

Entscheidend sich aber die Spaltprodukte, die bei der Explosion entstanden sind und die sind bei Atombomben sehr viel kurzlebiger, als bei Störfällen in Kernkraftwerken.

Wäre es nicht so, wären Hiroshima und Nagasaki heute immer noch unbewohnbar.

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@exxonvaldez

Kann man ungefähr eine realistische Zeit abschätzen, in der man bei jemandem, der durch so eine Plutonium-Bombe verstrahlt wurde, einen außergewöhnlichen Ausschlag von zum Beispiel einem Geigerzähler messen könnte?

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