Ergotherapie - Ein paar Erfahrungen von Ergo's?

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2 Antworten

Hi, Ich glaube das alles ist davon abhängig in welchem Bundesland du wohnst. Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass alles über Fortbildungen läuft. Nach der Ausbildung hatte ich es deshalb sehr schwer etwas zu finden ebenso wie die anderen die mit mir die Ausbildung abgeschlossen haben. Dann kam es auch darauf an für welchen Bereich man sich interessierte. Die meisten stellen gab es für Neuro und Pädiatrie bzw beides kombiniert wo gegen der psychosoziale Bereich sehr selten war. Je mehr Fortbildungen man hat umso leichter ist es jedenfalls einen Job zu bekommen. Das Gehalt fällt ebenfalls sehr unterschiedlich aus. Arbeitest du in einer Praxis ist das Verhandlungssache. Manche Arbeitgeber übernehmen z.B. Auch das Geld für fobis, nach meiner Erfahrung aber eher nicht. Ebenso bekommen manche regelmäßige Gehaltserhöhungen und manche nicht. In Kliniken wird meist nach Tarif bezahlt. Eine Freundin von mir arbeitet in einer Klinik. Sie hat zwar mit wenig angefangen, bekommt aber nach jedem halben Jahr mehr. Insgesamt muss ich wohl sagen das wir wirklich wenig verdienen und man muss Glück haben ne gute stelle zu finden wo man gut verdient. Aber ich würde trotzdem nichts anderes machen wollen!

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Hallo Francylein95,

als Ergotherapeutin reich zu werden ist mehr als unwahrscheinlich ;) Der Job ist in der Tat nicht gerade gut bezahlt, aber wie Lisa0519 schon schrieb: Es hängt auch von dem Ort und der Einrichtung ab, in der du arbeitest. In Kliniken sind die Arbeitsbedingungen meist gar nicht so schlecht, bei Praxen und Altenpflegeheimen muss man schon ein bisschen aufpassen, worauf man sich einlässt. Die Arbeitsplätze in Kliniken sind allerdings rar, es ist nicht so leicht, sie zu bekommen.

Was Lisa0519 über Fortbildungen schrieb, ist leider tatsächlich weit verbreitet. Unter Ergotherapeuten herrscht eine unsägliche "Fortbildungskultur", ständig auf der Jagd nach irgendwelchen Scheinen, die man zu seinen 3.000 weiteren Scheinen an seine Bewerbung heften oder sonstwie rumzeigen kann - nach dem Sinn wird da oft nicht gefragt. Nicht, dass ich Fortbildungen grundsätzlich schlecht finden würde, aber vieles braucht man einfach nicht, wenn man auch nur ein Fünkchen gesunden Menschenverstand besitzt. Leider sehen das viele Arbeitgeber anders. Hauptsache, man hat möglichst viele FoBis besucht - egal welche. Mich hingegen (ich bin an der Personalauswahl bei uns beteiligt) beeindrucken irgendwelche FoBi-Scheine überhaupt nicht, das ist für mich kein Kriterium, für mich zählen ganz andere Dinge. Also siehst du auch hier: Es kommt darauf an wo/bei wem du dich bewirbst.

Einen Platz für ein Vorpraktikum zu finden kannst du nicht mit der Jobsuche vergleichen. Als Vorpraktikant machst du den Mitarbeitern im Praktikumsbetrieb nur Arbeit, das kann nicht jeder "mal eben" neben seinem normalen Joballtag leisten. Du bringst kein Wissen und keine ergotherapeutischen Fähigkeiten mit, kurz (so doof es klingt): Du bringst dem Betrieb nichts. Deshalb sind die Hemmungen da größer. Wir nehmen z.B. überhaupt keine Vorpraktikanten, wohl aber Fachpraktikanten in der Ausbildung.

Ich kann dir nur raten, deine Praktikumsbetriebe während der Ausbildung mit Bedacht zu wählen: Wo gibt es möglicherweise nach der Ausbildung eine Stelle für dich? Das kann natürlich niemand garantieren, aber es gibt Einrichtungen, in denen es wahrscheinlicher ist als in anderen. In welchem Bereich möchtest du später tätig sein?

Alles Gute! curium

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