Erfolglose Reparatur -> Austausch/Geldrückgabe

4 Antworten

  1. Anbieten kann er das, aber du musst es nicht anehmen. Du musst dich bei einem Sachmangel überhaupt nicht auf einen Reparaturversuch einlassen, sondern kannst sofort ein Neugerät verlangen. Wenn zwei Reparaturversuche erfolglos waren, kannst du immer noch ein Neugerät verlangen oder vom Vertrag zurücktreten und dein Geld zurück verlangen.

  2. Ob und wie lange eine Garantie läuft, sagt dir nur ein Blick in die Garantiebedingungen des Herstellers. Die Verjährung der Gewährleistungsansprüche beginnt mit dem Kaufdatum und verlängert sich nicht durch die Nacherfüllung, in welcher Form auch immer, kann aber durch den Reklamationsprozess gehemmt sein, also sich hinauszögern (siehe §§ 203 ff BGB). http://dejure.org/gesetze/BGB/203.html

Zwei Fragen zum Punkt 1 von dir:

> "Du musst dich bei einem Sachmangel überhaupt nicht auf einen Reparaturversuch einlassen, sondern kannst sofort ein Neugerät verlangen"

..aber nicht nach 5 Monaten nach dem Kauf des Gerätes?

"Wenn zwei Reparaturversuche erfolglos waren, kannst du immer noch ein Neugerät verlangen oder vom Vertrag zurücktreten und dein Geld zurück verlangen."

vom Vertrag zurücktretten? Geld zurück? ganz sicher? BGB §494 Punkt 1 sagt nur: "..Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache.."

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@damianino

sorry.. BGB §439 Punkt 1 meinte ich natürlich

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@damianino

..aber nicht nach 5 Monaten nach dem Kauf des Gerätes?

Nach herrschender Meinung schon, sofern du Neuware erworben hast, auch wenn das Gesetz hier nicht ganz eindeutig ist und eine höchstrichterliche Entscheidung hierzu meines Wissens noch nicht gefällt wurde.

vom Vertrag zurücktretten? Geld zurück? ganz sicher? BGB §494 Punkt 1 sagt nur: "..Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache.."

494? Du meinst 439, oder? Der Anspruch steht in § 437 Punkt 2 BGB. Das ganze ist ziemlich unlogisch formuliert und leider wenig verständlich, aber es gibt in der Rechtsprechung und Literatur keinen Zweifel an der von mir wiedergegebenen Auslegung.

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1) Ja und es kann auch ein anderes Modell sein das DU aber aussuchen darfst.

2) Wurde jetzt geändert, die Garantie fängt neu an. Genauso wie wenn es aus der Reparatur kommt und wurde ausgetauscht. Dann fängt die Garantie auch neu an.

1) falsch.

2) falsch.

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Ein Recht auf Wandlung (Rückabwicklung des Kaufs) besteht erst dann, wenn der dritte Reparaturversuch wegen des selben Fehlers erfolglos war - also erst nach dem vierten Auftreten des selben Mangels!

Wie der Verkäufer dies macht - Umtausch gegen Neu, Reparatur - ist dann sein Problem, ein offensichtlich gebrauchtes aber mängelfreies Produkt muss man nicht akzeptieren.

Eine Garantie beginnt niemals von neuem, die Gewährleistungspflicht aber schon, bei gebrauchter Ware aber verkürzt auf 1 Jahr

Wer muss falsch gelieferte Ware abholen?

Hey,

wir haben damals bei einer großen Möbelfirma Stühle bestellt. Geliefert wurden uns leider 2 falsche und einer der anderen Stühle hatte eine Macke, weshalb dieser auch umgetauscht werden muss.

Die Firma weigert sich jedoch die Stühle abzuholen, obwohl es deren Fehler war und will das wir ohne Auto die Stühle auf unsere Kosten wieder zu denen zurückschicken. Meiner Meinung nach sind wir aber nicht dazu verpflichtet, da wir andere Ware bestellt hatten und es sich um einen Fehler der Firma handelt?

LG

#Edit

Es handelt sich hierbei ja auch um einen Sachmangel nach §434 Abs. 3 BGB (Einen Sachmangelt steht es gleich, wenn der Verkäufer eine andere Sache oder eine zu geringe Menge liefert), weshalb ich Anspruch nach §437 Nr. 1 BGB auf Nacherfüllung gemäß §439 BGB habe, in dem steht, dass der Verkäufer die Transportkosten etc. tragen muss.

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Rücktritt vom Kaufvertrag innerhalb Garantiezeit wg. fehlgeschlagener Reparatur möglich?

Ich hatte mein 1800€-Lenovo-Notebook (Kauf im Februar) an Medion zur Reparatur eingeschickt (nur Scharnier), dabei wurde zuerst ein Garantiefall abgelehnt wg. angeblichen Wasserschadens (das Gerät hat einwandfrei funktioniert).

Nach jetzt über fünf! Wochen teilt man mir mit, dass ein (unbenanntes, zwischenzeitlich zusätzlich Ersatzteil nicht lieferbar sei und es auf absehbare Zeit nicht sein wird.

Der Hersteller kann also seine vertragliche und gesetzliche Pflicht zur Reparatur (selbst wenn es sich HIER um keinen Garantiefall handeln sollte, könnte er es nach eigenem Bekunden ja auch IM Garantiefall nicht) nicht erbringen.

Kann man in einem solchen Fall vom Kauf zurücktreten?

(Evtl. Verwechslung von Garantie und Gewährleistung bitte ignorieren.)

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Warum wollen Gebrauchtwagenhändler einem unbedingt eine Gebrauchtwagengarantie andrehen?

Hallo,

ich habe mir ein gebrauchtes Fahrzeug gekauft. Erstzuallsung 2012. Der Händler ist eher seriös und verkauft auch nur neuere Autos der Marken Audi, BMW, Mercedes, VW und Volvo. Er besteht beim Verkauf an privat jedoch darauf, dass man eine Gebrauchtwagengarantie, bzw. Reparaturkostenversicherung abschließt. Wieso?

Als Kunde habe ich 1 Jahr Gewährleistung, die beim Kauf auch nicht ausgeschlossen wurde. Auch wurde das Fahrzeug nicht "im Kundenauftrag" verkauft. Rein rechtlich habe ich ja aufgrund der Beweislastumkehr nur innerhalb der ersten 6 Monate dieser Gewährleistung eine reelle Chance einen Defekt vom Händler beheben zu lassen. Danach müsste ich beweisen, dass der Fehler schon beim kauf vorlag.

Wenn ich jetzt diese Reparaturkostenversicherung abschließe, habe ich auf bestimmte Teile des Wagens eine Garantie, muss aber z.B. da der Wagen 100.000km runter hat, 60% vom Material selber zahlen. Verstehe ich nicht...

Sollte jetzt nach 4 Wochen z.B. die Zylinderkopfdichtung kaputt gehen, hätte ich wegen der Sachmängelhaftung einen Gewährleistungsanspruch gegen den Händler und er müsste den Schaden beheben. Mit der Gebrauchtwagengarantie muss ich jedoch 60% des Materials selber zahlen. Da wäre ich doch schön blöd, wenn ich diese Reparaturkostenversicherung in Anspruch nehme, wenn der Händler haften muss. Was verstehe ich hier nicht???

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Mehrwertsteuer bezahlen bei einem aus Kulanz erhaltenem Ersatzwagen?

Hallo,
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Vor knapp zwei Monaten habe ich als Privatperson von einem Autohändler (Verbrauchsgüterkauf, § 474 Abs. 1 S. 1 ) einen Kleintransporter gekauft und nach einiger Zeit einen Mangel festgestellt. Dieser Sachmangel nach § 434 Abs. 1 Nr. 1 wurde von ihm bestätigt und zugleich zur Nachbesserung in die Werkstatt geliefert.
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Hallo, ich habe vor einigen Wochen meinen Roller verkauft, der Käufer rufte mich jetzt vor paar Tagen an und meinte der Auspuff sei verstopft und möchte nun ein Anteil der Reparaturkosten von mir haben. Leider habe ich dies nicht im Kaufvertrag vermerkt, da ich selbst davon nichts wusste.

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