Erfahrungen von Frauen dessen Mann im Gefängnis ist?

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3 Antworten

Die ersten Tage sind schlimm - du wirst dich aber schnell dran gewöhnen.... Denk jetzt erst mal nur an " jetzt und die nächste Stunde" 

Kopf hoch- freu Dich auf das Baby .... das ist die Zukunft - das Kind braucht Dich .... und Du wirst viel Kraft und Energie haben ... da sorgt die Natur schon für

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Ich kann dir leider nicht sagen wie meine Familie insgesamt damit umgegangen ist, aber ich kann dir berichten wie es ist als Bruder. Wenn man weiß das er für mehrere Jahre einfährt. Das war sehr sehr belastend für mich und meine Familie. Telefoniert haben wir in den Jahren regelmäßig. Jedes Gespräch und jedes Telefonat wurde mitgehört. Echte Privatphäre ist das keine. Briefe werden geöffnet. Pakete die ich versendete mußten klare Richtlinien erfüllen z.B. orignialverpackt und neu etc. keine gebrauchten Dinge. Ob er das erhalten hat stand immer in den Sternen. Personalmangel in den Justizanstalten tun ihr übriges. Zu Weihnachten kamen Pakete einfach ungeöffnet zurück mit dem Hinweis "aufgrund Personalmangels können Pakete den Insassen nicht bla bla  bla".

Geld was er im Knast auf seinem Konto hatte wurde von mir mit einem monatlichen Betrag X überwiesen. Dieses Geld durfte er dann für tägliche Dinge wie Zahnpasta und so weiter ausgeben. Dafür gab es dort einen Knastinternen Shop. Arbeiten und/oder Therapie war gerichtlich natürlich angeordnet. Und nur weil er sich auch an die Auflagen hielt war die Sozialprognose auf vollständige Rehabilitation zur Rückkehr in die Gesellschaft auch positiv. Hab ich am Anfang daran geglaubt? Nein. Hab ich ihn dazu befragt als er wieder rauskam? Nein.

Natürlich steht hinter allem "Blut ist dicker als Wasser" und man darf auch darüber spekulieren "wieso hat er das getan?". Ich habe ihn nicht einmal besucht. Das zum einen weil die Besuche strengen Regeln unterliegen und nur ein bestimmtes Quantum an Besuchszeit dem Insassen zur Verfügung steht, die in unserem Fall, mein Bruder für seine Ehefrau und einmal für meine Schwester reservierte. In deinem Fall mußt du dir einfach im Klaren sein über folgende Dinge.

Liebst du ihn genug um auch weiterhin zu ihm zu stehen, trotz der vorgefallen Dinge? Familie? Kannst du das beiseitestellen? Ist er der Vater und besteht hier Hoffnung auf Änderung in seinem Sozialverhalten? Besteht grundsätzlich eine Möglichkeit das sich hier etwas ändert?

Das ist schwierig und immer eine Fallentscheidung die dir auch keiner abnehmen kann. Ich wünsche dir aber ganz ganz viel Kraft und Mut. Du wirst es brauchen.

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Kommentar von theschellibelli
15.03.2016, 14:48

Als erstes ein fettes Danke! An meiner Liebe zweifel ich definitiv nicht und ich bin es unserer ungeborenen Tochter schuldig auf ihn zu warten.. Denke ihm bedeutet es auch eine Menge das ich für ihn da bin. Mein einziger Trost ist das er dadrin clean wird und auch Psychologen um sich herum hat die ihm bei gewissen Dingen helfen können..

Ein RIESIGES Problem ist allerdings das ich momentan noch keinen Führerschein habe und er ziemlich weit weg ist.. und dazu kommt das ich hochschwanger bin... Nehme also an das ich nicht immer zu ihm zum Sprecher kommen kann :(

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Kommentar von theschellibelli
21.03.2016, 21:30

Danke für die Tipps. Habe ihm schon Briefe geschrieben und auch viele Bilder geschickt. Habe ihm heute Telefongeld überwiesen das er mich anrufen kann. Habe mich schon ein bisschen daran gewöhnt aber er fehlt halt extrem.

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Den ersten Bärendienst hat er sich schon erwiesen indem er verhaftet werden mußte. Besser wäre es gewesen der Ladung zum Strafantritt Folge zu leisten.

Aber egal, schau mal hier:

https://www.knast.net/

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