Erfahrungen und Meinungen zum Freiwilligen Sozialen Jahr!?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bei uns in der (Behinderten-)Einrichtung machen jedes Jahr ca. 70 junge Menschen ihr FSJ, bei Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen. Unsere Erfahrung ist, dass so gut wie alle (Ausnahmen gibt es immer) ihr freiwilliges soziales Jahr als große Bereicherung an sehen: viele Kontakte werden geknüpft, man hat eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe, man wird gebraucht, ist mit anderen Menschen zusammen, macht Spaß, ist aber auch z.T. eine anstrengende Arbeit. Ich würde ein FSJ empfehlen, auch wenn man später nicht in einen Sozialen Beruf wechseln will. Informiere dich doch mal bei www.gruppe09.de, dort erfährt man etwas über einen Gruppenalltag und man kann sich da auch ganz unverbindlich melden und sich direkt informieren.

Ich finde auch ein FSJ ganz sinnvoll. Es ist meiner Meinung nach wichtig sich mal zu "testen" welche Aufgaben man sich selbst zutraut. Ich war in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen; es war das erste eigene Geld was ich verdient habe. Was ich nicht verstanden habe ist,warum ein Zivildienstleistender mehr verdient als ein FSJler; es sind die gleichen Tätigkeitsbereiche...naja. Ich kann es echt nur jedem weiterempfehlen, der sich ein Jahr für etwas soziales einbringen will und "erwachsen" werden will. Allerdings gibt es auch Vereine die nicht so gut waren in der Betreuung der Fsjler,also vorher am besten immer gut informieren...

Hat es euch gefallen?

  • sehr gut sogar!

Was hat euch nicht gefallen?

  • Ich finde die Seminare langweilig. Die normale tägliche Arbeit ist wesentlich lehrreicher und spannender.

Wo habt ihr gearbeitet?

  • Im Rettungsdienst einer bekannten Hilfsorganisation

Was waren eure Aufgaben?

  • Kurz vor Beginn des FSJ wurde ich zum Rettungssanitäter ausgebildet und machte den Führerschein der Klasse C1, um Rettungswagen (schwerer als 3,5t) fahren zu dürfen.

Je nach Dienstplan:

  • Notfalleinsätze im Rettungswagen (Schichdienst auch nachts / Wochenende / Feiertage)
  • hierbei bin ich 2. Mann (fahren, assistiere dem 1. Mann und ggfls. dem Notarzt)
  • der 1. Mann ist vollausgebildeter Rettungsassistent und ist für die Behandlung verantwortlich

  • Krankentransporte im Krankenwagen betreuen oder fahren

Würdet ihr es nochmal machen?

  • Auf jeden Fall! Eine Menge Erfahrung, eine gute Ausbildung, und ein etwas anderer Blickwinkel auf das tägliche Leben.

Wo würdet ihr eher nicht arbeiten?

  • In Einrichtungen, die einem keine Qualifikation bieten, es sei denn, die Tätigkeit passt genau zu deinen Interessen.

  • In Einrichtungen, in denen deiner Arbeit keine Wertschätzung entgegengebracht wird.

  • In Tätigkeitsbereichen, die dich abschrecken (mich z.B. die Arbeit mit schwer erziehbaren Kindern/Jugendlichen)

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