Erfahrungen mit Trevilor

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1 Antwort

Liebe(r) Radiotrinkerin,

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lassen Sie sich von den aufgezählten Nebenwirkungen nich abschrecken: Bei der Einnahme von Antidepressiva treten nur bei einem Teil der Patienten Nebenwirkungen auf und wenn, dann meistens nur zu Beginn der Behandlung. Auftretende Nebenwirkungen klingen meist nach kurzer Zeit von selbst wieder ab.

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Venlafaxin, dessen Wirksamkeit mehrfach nachgewiesen wurde und das eine gute Verträglichkeit aufweist, zählt zu den sog. SSNRI (Selektive Serotonin- und Noradrenalinwiederaufnahmehemmer, spricht also neben dem Botenstoff Serotonin auch Noradrenalin an). In einigen Studien zeigten sich sogar Hinweise auf eine Überlegenheit von Venlafaxin gegenüber anderen Antidepressiva. Alles in allem zählt Venlafaxin zu den vielversprechendsten Wirkstoffen in der Behandlung von Depressionen. Es wird insgesamt auch von Patienten sehr positiv bewertet. Zu den häufigsten Nebenwirkungen unter Venlafaxin zählen Übelkeit, Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit und vermehrtes Schwitzen.

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Übrigens machen Antidepressiva nicht abhängig, sodass man hier auch nicht von »Entzugserscheinungen« beim Absetzen sprechen kann. Was Sie meinen, nennt man Absetzphänomen. Dies tritt jedoch nur nach abruptem Absetzen auf. Durch eine langsame Dosisreduktion durch den Arzt kann so etwas vermieden werden.

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Sollten während der Behandlung mit Antidepressiva bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, empfehle ich Ihnen, auf jeden Fall mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen. Durch eine symptomatische Behandlung oder eine Dosisanpassung kann man diese Nebenwirkungen oft minimieren oder ihnen ganz aus dem Weg gehen, ohne dass Sie auf eine medikamentöse Therapie verzichten müssen.

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Und hier als Hilfe noch ein kleiner Leitfaden zur Einnahme von Antidepressiva:

http://www.gutefrage.net/tipp/regeln-zum-umgang-mit-antidepressiva-und-anderen-psychopharmaka

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Viele Grüße

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