erfahrungen mit thuja- homöopathie?

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3 Antworten

Hallo eddilein,

eine andere Person, die Dir von ihren Symptomen erzählt, die sie nach einer Einnahme von homöopathischem Thuja an sich bemerkt hat, wird Dir nicht weiter helfen. Und zwar sowohl im Bilde der naturwissenschaftlichen Erkenntnis als auch im Bilde der Homöopathie.

Der Naturwissensschaftler wird Dir gerade bei Hochpotenzen sagen, dass nicht jedes nach einer Einnahme erfolgte Ereignis auf die Einnahme zurückzuführen ist. Die innerhalb der Homöopathie hier postulierte Monokausalität stellt einen "Post hoc ergo propter hoc"-Irrtum dar. Selbst von Homöopathen durchgeführte Studien können bis heute nicht belegen, dass Hochpotenzen tatsächlich Prüfsymptome erzeugen können. (Beispiel: http://www.clubdelarazon.org/downloads/homeopatia45-95.pdf)

Der Mediziner und der Pharmakologe werden darauf hinweisen, dass Thuja (Lebensbaum) hochgiftig ist. Symptome nach Einnahme von Niedrigpotenzen haben mit homöopathischen Vorstellungswelten nichts zu tun, sondern erfolgen pharmakologisch über die enthaltenen Toxine. Zu den typischen Vergiftungserscheinungen, die Thuja hervorruft gehören Schleimhautreizungen, 
Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Brechreiz, Blähungen und Durchfall; dazu können Juckreiz oder allergische Reaktionen aller Art kommen. (http://www.gizbonn.de/173.0.html)

Der Homöopath wird Dir sagen, dass bereits Hahnemann im Organon darauf hinweist, dass nicht jede Person jedes Prüfsymptom zeigen wird. Andere Personen, die hier antworten, könnten also auch im Bilde der Homöopathie gänzlich andere "Erfahrungen" berichten. Auch im Bilde der Homöopathie macht hier das Befragen Einzelner Personen keinen Sinn, sondern nur die Betrachtung des vollständigen "Arzneimittelbildes".

Hier (etwas nach unten scrollen) sind recht umfangreich die Symptome gelistet, die Homöopathen mit der Thuja verbinden und was den KOnstitutionstyp des "Thuja-Menschen" ausmacht:

http://www.paracelsus-magazin.de/alle-ausgaben/9-heft-032000/286-peter-rabas-goettliche-homoeopathie.html?start=1

Als ganz wichtiges Leitsymptom werden "Träume vom Fallen" genannt. Auch Träume von Gebäuden im Nebel wären typisch. Die in diesen Träumen "
unterdrückten Emotionen haben fast immer ihre Wurzeln in frustrierenden
Kindheitserlebnissen und einer demütigenden Behandlung durch Eltern und
Vorgesetzte."

Grüße

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Kommentar von uteausmuenchen
02.07.2016, 13:01

Ach ja: P.S.: Als weitere Leitsymptome für Thuja werden genannt:

  • Warzen, Polypen, Tumore, Exzesse
  • Gespalten sein => Nägel, Haare, Harnstrahl
  • Süchte => alle Arten
  • Fanatismus, fixe Ideen
  • Einzelgänger
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Wenn das Mittel zu dir passt, wird es dir guttun, egal wie es heisst. Das passende Mittel kann aber nur eine Fachperson für dich finden. Doktere nicht selbst mit homöopathischen Mitteln an dir rum, das bringt normalerweise nichts.

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Kommentar von uteausmuenchen
31.07.2016, 23:15

Wobei natürlich auch das Herumdoktern mit einem Mittel, das die Repertorien empfehlen, nachweislich auch icht besser als eine Placebobehandlung ist....

Claudia Witt, Professorin für Komplementärmedizin schreibt:

""die wichtige versorgungsrelevante Information ist: Es konnte nicht gezeigt werden, dass homöopathische Arzneimittel besser wirken als Placebo. (...) Da muss was anderes wirken als die Arzneimittel. Die Homöopathie hat eine besondere Arzt-Patienten-Interaktion. Daraus könnte man interessante Anregungen für die Medizin insgesamt übernehmen. ""

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Erstverschlimmerungen in der Homöopathie hängen von der Potenz ab, und weniger von der Art des Mittels.

Zu der Art der Erstverschlimmerungen kann man allgemein in der Homöopathie wenig sagen, weil die Homöopathie individueller ausgestaltet ist als die Schulmedizin.

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Kommentar von MalNachgedacht
03.07.2016, 11:49

Zu der Art der Erstverschlimmerungen kann man allgemein in der Homöopathie wenig sagen

Kein Wunder - da es auch nach über 200 Jahren Homöopathie keine einzige Erkenntnis auf dem Gebiet der Homöopathie gegeben hat die einer objektiven und unabhängigen Überprüfung wiederholt standgehalten hat.

Stattdessen "verkaufen" Homöopathen (wenn auch durchaus gekonnt) seit 200 Jahren "heiße Luft".

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