Erfahrungen mit Therapie bei Borderline, Suchterkrankung

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2 Antworten

Um eine Therapie zu beginnen, musst du clean sein, damit sich ein "unverstellter" Befund und geeignete Therapie feststellen lässt. Zudem können psychoaktive Substanzen deine Symptome/psychische Erkrankung weiter verschlechtern und stören ebenso eine (mögliche) therapiebegleitende, medikamentöse Versorgung und die Thera selbst. Drogenmissbrauch zählt übrigens u.a. zu den Symptomen einer emotionalinstabilen Persönlichkeitsstörung.

Eine Therapie kannst du ambulant, in einer Tagesklinik, oder stationär machen. Bei einer Entgiftung gibt es entsprechende Stationen und Hilfe in einer Klinik, wo sich auch andere Leute mit gleichen Problemen aufhalten. Danach der "typische" Ablauf mit einigen Sitzungen, psychiatrisches Gutachten und dann kommt halt Arbeit auf dich zu, sprich, der Ursache auf den Grund gehen, Konflikt(e) aufarbeiten und dann geht's mit neuen Erfahrungen wieder raus in die Welt.

Der genaue Therapieplan liegt auch ein wenig an den Kliniken selbst, aber i.d.R. hast du Gruppengespräche, Einzelgespräche, Erfahrungsaustausch mit anderen Patienten, einige grundlegende, medizinische Untersuchungen ( z.B. Blutdruck, Blut-, Urintest, EKG, EEG...), Arbeitstherapie, Maltherapie, div. Entspannungskurse, Ausflüge und noch einiges mehr. Für den Austausch mit dem sozialen Umfeld gibt es den "Trialog". Dort lernen z.B. Familienmitglieder, Freunde usw. worauf sie achten müssen und besser auf dich eingehen können und was es bedeutet, diese Persönlichkeitsstörung zu haben. Du lernst, wie du/dein Verhalten rüberkommt und dich besser mitteilen kannst, sowie damit besser zurechtzukommen, sofern die Therapie und der Drogenverzicht das nicht schon behebt.

Im Grunde brauchst du aber keine Angst haben. Sofern du freiwillig mitarbeitest und auch den Willen hast, dich und deine Situation zu verändern, ist der Therapieerfolg ziemlich hoch. Schlechte Tage hat jeder mal, aber es ist wichtig, dass du primär von den Suchtmitteln fern bleibst und auch aktiv bist. Verstößt man gegen diese Bedingungen, kann man auch aus der Therapie/Klinik fliegen und dein Platz nimmt dann jemand ein, der/die sich an diese Bedingungen hält. So eine Thera kostet schließlich extrem viel Geld.

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Punkt eins: unter noch aktivem Drogenkonsum ist eine Diagnosestellung schwierig, genauso eine Therapie. Die Voraussetzung einer Therapie ist zunächst einmal drogenfrei zu sein.

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