Erfahrungen mit "MyHeritage"?

5 Antworten

Die DNA-Datenbank von MyHeritage ist im Vergleich zur Konkurrenz "noch im Aufbau" (Ancestry und FTDNA haben größere Datenbanken), allerdings kann man Daten von einer Datenbank oft in die andere uploaden (nach Ancestry kann man nicht uploaden, nur downloaden). MyHeritage und FTDNA haben beide den Vorteil, dass man direkt in Deutschland bestellen kann, bei Ancestry muss man dagegen jemand in den USA haben, der für einen bestellt, und das Kit dann weiterschickt. Auch kann man bei ancestry nur mit ancestry.com die Daten eingeben, nicht ancestry.de - alles Nachteile, die man bei MyHeritage oder FTDNA nicht hat.

Bei mir haben mehrere Verwandte bei ancestry und FTDNA getestet, und dann u.a. die Daten auch bei MyHeritage hochgeladen (nicht vergessen: Daten auch bei gedmatch.com hochladen, diese kostenlose Datenbank "frisst" Daten egal woher sie kommen, MyHeritage, Ancestry, FTDNA,...).

An "Tools" zur "selber-Analyse" hat man bei FTDNA und bei gedmatch.com die besten (die Benutzerführung von gedmatch ist etwas steinzeitlich, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul ^^).

Bei meinen Verwandten kam bei den "DNA Matches" das raus, was auch durch "konventionelle Genealogie" schon bekannt war - Matches zu Personen wo bekannt war, dass es einen gemeinsamen Vorfahren im 18ten Jahrhundert gab. Das spricht sehr für die Tests. Ein anderes Mal konnte ich einen Nutzer mit 105 ihm davor unbekannten Vorfahren "beehren" (das war bei ihm aber wirklich der Glücksfall! Nicht der Normalfall! Meist hat man eher DNA Matches zu irgendwelchen Ami's, die nur 5-10 Vorfahren eingegeben haben, wo man also keine Ahnung hat, wo der gemeinsame Vorfahr existiert - der andere Herr, dem ich so weiterhelfen konnte, hatte aber nen alten Ahnenpass eines Vorfahren - in dem ich zwei meiner Vorfahren wiederfand und ihm daher weiterhelfen konnte).

Ganz wichtig: DNA Tests spucken KEINEN Stammbaum aus! Wirklich nützlich sind sie nur, wenn Du auch ein bischen "herkömmliche" Genealogie gemacht hast.

Nach allem was ich so hörte, ist MyHeritage als Anbieter für DNA Tests gut, wobei das die Konkurrenten auch sind - wie oben beschrieben.

Zu FTDNA gibt es ja keine deutsche Seite konnte zumindest keine finden.

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Die schicken den Test auch nach Deutschland brauchste keine deutsche Seite dauert halt paar Wochen.

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Amerikanische denen die so etwas anbieten geben die Informationen beispielsweise an das us Militär weiter...

Man weis nicht ob die Daten auch stimmen, im Endeffekt nützen sie die ja auch eigentlich nichts. Es ist doch immer besser seine Familiengeschichte selber zu erforschen anstatt einfach nur durch ein stächen zu sehen woher man kommt. Charaktere und Persönlichkeiten der Familie sind doch viel interessanter

Amerikanische denen die so etwas anbieten geben die Informationen beispielsweise an das us Militär weiter...

Wie kommst Du darauf? Was soll das Militär damit anfangen?

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Steht in deren Nutzungsbedingungen. Was sie damit wollen weis ich auch nicht, vielleicht um zu sehen welche Ethnie wiederstandfähiger sind. Es werden ja auch mögliche Krankheiten dargestellt, ist ja auch nicht schlecht zu wissen wo in der Welt die Menschen anfälliger für welche Krankheiten sind...

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80 ist zu teuer, hat man schon für 60 bekommen.

Meine Einschätzung ist, dass man Informationen zu überhöhten Preisen verkauft, die nicht nachprüfbar sind. Es ist auch nicht wissenschaftlich, lediglich wenn es Übereinstimmungen gibt, sind die Probanten überzeugt davon, dass es wahr ist.

Wahrheit ist was anderes als Geschäftemacherei.

Was genau da myHeritage mit DNA-Übereinstimmungen und Ethnizitätsschätzungen tut ist nicht verivizierbar.

Der Test ist ziemlich genau. Nachdem meine Schwester (USA) mitgemacht hat, habe ich mich einige Zeit später auch dazu aufgerafft (damals Sonderpreis so um 60-70).

Nicht nur stimmten die ethnischen Angaben (aus der Familiengeschichte z.T. rekonstruierbar, überein) wir wurden auch als Geschwister identifiziert (keine Namensgleichheit!)

Daß sich das amerikanische Militär für meine Daten interessiert, muß ich hinnehmen, schließlich bin ich der einzige, der weiß, wo Trump seine Steinschleuder aufbewahrt.

Ich habe den DNA Test machen lassen, komischerweise habe ich nur mütterlicherseits Ergebnisse erhalten, obwohl ich noch nicht einmal über meine Grosseltern hinaus gekommen bin. Väterlicherseits wurde gar nicht berücksichtigt, keine Ergebnisse , obwohl ich meine Vorfahren ab 1690 nachweisen kann. Ich bin da doch sehr skeptisch, seriös ? na ja....

Überlege mal woher die "Ergebnisse" kommen - die "Ergebnisse" sind Matches zu anderen Leuten, die getestet haben. Vermutlich hat aus Deiner väterlichen Linie einfach noch niemand getestet von der Verwandtschaft.

Die Vorfahren, die Du ab 1690 nachweisen kannst, sind sicher keine Vorfahren, die Du aufgrund von DNA nachweisen kannst, sondern aufgrund von Kirchenbüchern. Es gibt keinen direkten "Link" zwischen den Kirchenbüchern und der DNA. Bei Deiner anderen Linie gibt es auch Vorfahren, die 1690 und früher gelebt haben (nur kennst Du sie u.U. nicht).

Bei DNA Tests ist in Deutschland noch das Problem, dass die meisten Ahnenforscher das für "Spielzeug" halten oder aus Datenschutzgründen ablehnen. Daher gibt es sehr wenige getestete Personen aus Deutschland. Die meisten Matches sind zu Personen aus den USA.

Ich selber kann dass der DNA Test "funktioniert" bestätigen, ich habe in einem Fall einen DNA Match zu einer Person erhalten, von der ich bereits wusste, dass sie gemeinsame Vorfahren hat (übrigens eine Person aus den USA ^^), auf Basis von Kirchenbuch-Forschung wusste ich das schon (die Schwester meiner Urgroßmutter wanderte in die USA aus und war die Vorfahrin dieser Person).

In einem weiteren Fall wurde ich von jemandem betreffs eines DNA-Matches angeschrieben, dessen Nachname mir gleich bekannt vorkam aus meinem Stammbaum - ich fragte mal nach, ob er irgendwelche "Dokumente" zu seinem Vaterstamm habe, er antwortete "ja, ein Ahnenpass, aber da ist kein Herkunftsort des ältesten Vorfahren angegeben". Glücklicherweise war genug angegeben, dass ich das älteste Paar identifizieren konnte - und konnte ihm über 100 Vorfahren dieses Vorfahren - auf Basis von Kirchenbuchforschung meinerseits - liefern. Auch hier bestätigte der DNA Test die bereits durchgeführte Kirchenbuchforschung. Das war übrigens ein Test bei MyHeritage, den der Herr durchgeführt hatte (meine Daten waren von FamilyTreeDNA, aber ich hatte die Rohdaten - waren die meiner Mutter - downgeloaded und auf MyHeritage upgeloaded).

Du kannst übrigens, wenn Du die Rohdaten downloadest und auf gedmatch.com uploadest, matches von dort auch "per Hand" durchrechnen, um die Daten zu überprüfen (exemplarisch hatte ich das bei den Daten meiner Mutter und des "Testrecords" (das waren die Daten von der Halbschwester meiner Mutter) durchgeführt - und sowohl sagten FamilyTreeDNA *und* MyHeritage "Halbschwester", als auch meine manuelle Prüfung das gleiche Ergebnis erbrachte - und da ich ja wusste, dass die beiden Halbschwestern waren, war mein Ergebnis, dass was die da bei den DNA Tests machen, durchaus Hand und Fuss hat.

Wenn Du Infos brauchst, wie man so was "nachrechnet", google mal nach "Blaine Bettinger".

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...mein Vetter 1. Grades- väterliche Linie - hat vollkommen andere Ergebnisse erhalten, obwohl wir die gleichen Grosseltern haben.

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@xaxybarox

Hallo! Das mit den "vollkommen anderen Ergebnissen" höre ich öfters, Meist ist der Grund davon, dass der betroffene Tester die Ergebnisse nicht versteht. Etwa nur "meint", es seien vollkommen andere Ergebnisse.

Einige der Mißverständnisse klärt der DNA Test Anbieter MyHeritage in folgendem Link auf:

https://blog.myheritage.de/2018/09/dna-koennen-geschwister-unterschiedliche-ethnizitaetsschaetzungen-erhalten/

Wichtig wäre auch zu wissen, was Du mit "anderen Ergebnissen" meinst? Andere Ethnizitätsschätzung? (Kann gut sein!) oder andere DNA Matches? Das wäre schon seltsam...

Wenn Du mir Details gibst, kann ich gerne versuchen, die unterschiedlichen Ergebnisse zu erklären. Wir können das gerne auch privat tun, etwa per Email... gib Einfach Bescheid (ich kenne mich bei der DNA Test Thematik wirklich gut aus - bis hin, dass ich fähig wäre, eine direkte Analyse der beiden Raw DNA Data's im Vergleich durchzuführen oder Dir zu erklären wie Du das selber machen kannst).

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