Erfahrungen mit Jugendamt?

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2 Antworten

Generell ist das Jugendamt dazu da Kindern und Jugendlichen zu helfen. Das heißt sie werden sich deine Probleme anhören und mit dir mögliche Lösungen besprechen.

Allerdings ist Jugendamt natürlich immer gleich ein "riesen Schritt" (auch wenn nichts gemacht werden wird, was du nicht möchtest!). Ich würde dir eher empfehlen zunächst mal eine Familienberatungsstelle, eine Jugendberatungsstelle oder eine (Ärztlich-)Psychologische Beratungsstelle (Selbstverletzung) aufzusuchen. Auch dort kannst du dich ohne Wissen deiner Eltern hinwenden, zur Not auch erstmal ohne im Gespräch deinen Namen zu sagen, und ebenfalls natürlich mit einem Beistand (Freund/Freundin, vertrauter Erwachsener etc.). Google einfach mal für deinen Wohnort, bekannte Anbieter sind z.B. profamilia (nein, die machen nicht nur Gespräche über Sexualität, wie viele denken), oder die caritas. Eigentlich gibts die überall, wie Sand am Meer. Einfach anrufen und einen Termin vereinbaren, oder zur Not auch ohne Termin vorbeigehen. Weitere Ansprechpartner könnten auch erstmal  Betreuern eines Jugendclubs/Jugendtreffs deines Ortes sein, ein Schulsozialarbeiter, oder ein dir vertrauter Erwachsener eines Hobbys, was du regelmäßig betreibst (Tanzlehrerin, Fußballtrainer, etc.). Wenn sich dann herausstellt, das Kontakt mit dem Jugendamt nötig ist, wirst du von einer Beratungsstelle z.B. dort hin auch weitergleitet bzw. machen die das mit dir zusammen, aber vielleicht gibts ja auch andere Möglichkeiten die dort mit dir in Angriff genommen werden.
Eine weitere Idee wäre auch die "Nr. gegen Kummer", aber die Möglichkeiten am Telefon sind natürlich eingeschränkter.

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Geh erst einmal zu einer Familien/Jugendberatungsstelle und rede dort mit den Leuten. Die haben ausgebildetes Fachpersonal.

Mit einer solchen Organisation im Rücken hast du beim Jugendamt- wenn das dann noch nötig sein sollte- einen ganz anderen Stand.

Ich habe bei der Freundin meiner Tochter die traurige Erfahrung machen müssen, dass sie dem Mädel einen Terming gaben, und als sie dort hinkam, wartete die Mutter, mit der sie das Problem hatte, dort schon auf dem Flur.

Der Schuss ging also nach hinten los, weil sie sich in Gegenwart der Mutter nicht zu äußern wagte.

Das Jugendamt hat immer das Bestreben, innerhalb der Familie Strukturen zu erarbeiten- was nur funktioniert, wenn alle mitmachen- damit das Kind nicht aus der Familie genommen werden muss. Schließlich wollen die keine Familien "zerstören", ausserdem ist Fremdunterbringung immer mit erheblichen Kosten verbunden.

Die von Hobbypianistin angeführten Bertatungsstellen findest du bei caritativer Einrichtungen wie Caritas, DRK, ProFamilia, SOS-Familienberatung, in Kirchengemeinden- Pastor fragen-, der Hausarzt kann dir da ebenfalls weiterhelfen und ist deinen Eltern gegenüber zum Schweigen verpflichtet!

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