Erfahrungen mit Gutachten beim Kauf einer Immobilie über die Sparkasse?

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10 Antworten

Wenn man die Immobilie UNBEDINGT haben möchte, kann man das "akzeptieren". ABER: Jede, aber jede Bank nimmt eine Eigenbewertung vor. Heißt, sie prüft für sich selbst und nach anderen Maßstäben, ob die Immobilie den "Marktwert" hat.

Wenn demnach "Ihre" Bonität ausreicht, die Immobilie finanzieren zu können, können Sie davon ausgehen, das die Bank dann auch "Ja" sagen wird.

Das hat und muss nichts mit dem tatsächlichen Wert zutun haben. Sie können einen ganz bestimmten Punkt selbst kontrollieren indem Sie beim zuständigen Gutachterausschuß -Kreisverwaltung- einfach den Grundstückswert abfragen. Dann haben Sie zumindest Gewissheit, das der korrekt angesetzt wurde.

Zum Verkehrswert: Ein Verkehrswert ermittelt sich von selbst, indem man den Wert nimmt, den ein Interessent "am Verkaufstag" bereit ist zu zahlen, aber auch zahlen kann! Alles andere sind "angenommene" und geschätzte Werte. Beispiel: Historisches Schloss mit einem "angenommenen und geschätzten" Wert von 1,5 Mio wird für 100.000€ versteigert. Demnach beträgt der "VERKEHRSWERT" ebenfalls 100.000€.

Übrigens, jeder Gutachter gibt in "seinem" Gutachten auch nur SEINE Einschätzung wieder, die ebenfalls "nach seiner Einschätzung" den Marktwert hergibt. das muss- und hat mit dem tatsächlichen Verkehrswert nichts zutun. Bei Gutschten die von- aus einer Bank kommen sollte man "immer" davon ausgehen, das die zu Gunsten "der Bank" erstellt wurden. Das hat letztendlich auch mit der Festlegung des Beleihungsrahmens und der Grundschuldeintragung zu tun -Rangfolge der benötigten Darlehen- 1. Rang bis max 60 % des Beleihungsrahmen. Alle Nachrangdarlehen werden mit einem Zinszuschlag vergeben. Wenn demnach Ihre Bonität ausreicht, wird man höchstwarscheinlich versuchen, den 1. Rang "so niedrig" wie möglich anzusetzen und das Nachrangdarlehen dann mit entsprechendem Zinszuschlag vergeben. Hat lediglich Vorteile für die Bank und Sie zahlen den Zinszuschlag. ABER, nicht jedes Gutachten muss man auch akzeptieren. Verhandeln Sie doch einfach mal und drücken den Preis. Ich bezeifle das der Gutachter der LBS tatsächlich einer ist, sondern lediglich ein Makler, der Erfahrung mit der Einschätzung von Immobilien hat. Die Bank sichert sich auch dahingehend gern ab, indem sei selbst die "Einschätzung" nicht vornimmt, falls es mal schief gehen sollte. Viel Erfolg.

Wir hatten Erfahrung mit einen Gutachter, für ein Objekt in München, welcher aus Nürnberg kam. Hatte wirklich solides Wissen über die technischen Hintergründe und konnte ein genauen Wert feststellen. Wir haben zugleich eine ausführliche Auflistung der Sanierungsaufwände bekommen (unterteilt in kurzfristige und langfristige Sanierungen) und wussten genau was Sache ist!
Die Energieberatung war zudem auch mit drinnen und war sehr aufschlussreich.

Wir wandten uns an das Damban Sachverständigenbüro www.damban.de).

Danach hatten wir auch ein größeres Verfahren für welche wir ein Verkehrswertgutachten benötigten. Dan wandten wir uns natürlich auch wieder an das Damban Sachverständigenbüro.

Wie es ablief:
 - Gemeinsame Begehung der Immobilie, außen und innen
- Feuchtemessungen, Fotos, Messgeräte (keine Ahnung welche) ..
- Nachträgliche Beratung und Empfehlungen
- schriftliches Gutachten
- telefonischer Support nach dem Termin und ein weiterer Termin zur Schlichtung und Einigung zwischen uns und einer weiteren Person, welche hier Beteiligt war.

Fanden wir echt super.

Achtet darauf dass euer Gutachter aufjedenfall zertifiziert ist. Es soll auch welche geben, welche sich selbst zum Gutachter benennen, aber keine seriöse Zertifizierung (wie DEKRA, TÜV, usw haben).

Haben Bekannte aus Ingolstadt, die auch mit solchen zutun hatten (ohne wirklichem Wissen, aber günstig).

Hoffe ich konnte euch weiterhelfen.

Gruß

Christine

Normalerweise hat ja schon der Verkäufer ein Wertgutachten machen lassen, um den Kaufpreis bestimmen zu können. Da könnte sie mal nachfragen, ob sie das einsehen kann. Ansonsten immer selbst einen unabhängigen Gutachter beauftragen.

Hallo zusammen

aus meiner Sicht muss hier die Intention für das Gutachten berücksichtigt werden. Wie jocki schon schreibt geht es hier höchstwahrscheinlich darum, den Beleihungswert der Immobilie festzustellen

Es wird hier also wohl eher ein konservativerer Wert herauskommen.

Mittlerweile gibt es durchaus viele Anbieter, die mit Wertgutachten und Preiseinschätzungnen werben - bis hin zu online Immobilienbewertungen.

Auch hier kommt es wieder auf die Absicht an. Möchte man bspw. eher eine marktwertorientierte Einschätzung, können auch diese sehr günstigen "Gutachten" schon einmal eine Indikation liefern. Bei diesen Anbietern werden meist Angebotspreise von Immobilienportalen verwendet. ( Nachteil: Tatsächliche Verkaufspreise werden event. unzureichend erfasst).

Bei den "echten" Gutachten gibt es auch wieder Unterschiede. Ein Kurzgutachten wird teils sogar ohne Vor-Ort Besichtigung nur Anhand der der Baubeschreibung, Lageplan, Grundriss, Fotos, (….) erstellt. Vorteil: "recht" günstig - aber lokale Gegebenheiten und Objektzustand werden u.U. nicht korrekt wiedergegeben.

Das ausführlich Gutachten mit persönlichem Gutachter-Termin, durchgeführt von einem neutralen Gutachter ist sicher die objektivste Variante - hat aber auch Ihren Preis.

Einige Beiträge sowie Pros und Kontras zu den einzelnen Bewertungsmöglichkeiten gibt es hier

http://meinimmoverkauf.de/blog/immobilienbewertung-teil-2-gutachter/

Als wir unser Haus verkaufen wollten, wendeten wir uns zuerst an die Sparkasse, da noch ein Kredit dieser Sparkasse auf dem Haus lag. Der entsprechende Bankmitarbeiter bewertete das Haus 40.000 Euro niedriger als ein studierter Makler (in dem Büro arbeiteten Architekten und Bauingenieure), den wir anschließend beauftragten. Obwohl wir sehr schnell verkaufen mussten, hat der Erlös schließlich immer noch 30.000 Euro über der Bewertung der Sparkasse gelegen. Bei einem Einfamilienhaus vom Ende der 1950er Jahre eine stolze Summe.

Seitdem gebe ich auf Bewertungen von Sparkassenangestellten, die sich im Bereich Immobilien fortgebildet haben, nicht mehr allzu viel.

Hallo, wie lange dauert in der Regel ein Gutachten von einem Externen für eine Bank? Ich frage, weil wir für unser Bauprojekt schon über 6 Wochen auf das Gutachten warten. Danke!

Gutachter, die unabhängigsind müssen sein. Keinervon der Bank,der entscheidet immer im Sinne der Bank. er muss vor allem die Bausubstanz untersuchen, den Wert ,tatsächlichen , ds Grudstückes ermittel nönnen. Banken, gerade die teuerste die Sparkasse hat eigene Gutachter, die oft Fehlentscheidungen machen.

Wie soll denn mit diesen Fehlentscheidungen umgegangen werden ? Ich selbst habe hier ein Problem mit der Bank - bei meiner damaligen Finanzierung habe ich über den Makler erfahren, daß der gutachter nicht wußte, wie er das Objekt bewerten soll, da er ein solches noch nie bewertet hat. Nun hat er es zu gering bewertet- die Folgefinanzierung - die eigentlich eine Gesamtfinanzierung war, ist gescheitert. Das Objekt kann nun nicht gezahlt werden, da der Rest fehlt.

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Die Sparkassen im allgemeinen, das weiss ich aus der Zeit als ich noch LBS-Gebietsleiter war, richtet sich nur nach Gutachten, welche durch Ihre Gutachter erstellt wurden und da geht es im Wesentlichen darum, ob die auszureichende Kauf/Darlehenssumme und der Wert des Obijektes zusammen passen.

Wenn nach deeren Richtlinien und Die Bonität zusammen passen wird finanziert, oder aber auch nicht.

Was macht man denn, wenn nach deren Richtlinien die falschen Zahlen eingegeben werden, damit ein Projekt finanziert wird und sich später herausstellt, daß der Mitarbeiter eine hohe Abschlußrate erzielen wollte, der Käufer aber ein Luftschloß hat?

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nein, das ist nur intern für die, für die beleihung....

wenn du die zahl siehst und sie kommt dem preis nahe, ist es aber sehr gut, da sie sehr "vorsichtig" bewerten...

ein gutachter, der von einem beteiligten kommt ist immer mit vorsicht zu genießen...

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