Erfahrungen mit Goldies

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Jein, lässt sie sich.

Im Grunde schon, da die Ursache verschieden ist.

Andererseits ist das "Vestibuläre Syndrom" noch zu wenig erforscht, um darüber allzuviel mit Sicherheit zu sagen. Den mangelnden Forschungsstand drückt ein längerer Name für das Kind aus: Idiopathisches Vestibuläres Syndrom.

Das besagt: dass man nicht genau weiss, was das ist und woher das kommt: Ursache unbekannt.

Ein Erklärungsansatz ist eine Entzündung eines Nervs, der das Innenohr mit dem Gehirn verbindet. Das Ohr ist das Organ, das für den Gleichgewichtssinn verantwortlich ist. Hat das Gehirn keinen Kontakt mehr mit ihm, kann es natürlich die Position des Körpers im Raum nicht mehr bestimmen.

Andere Funktionen des Gehirns sind natürlich nicht betroffen.

Bei der Epilepsie ist die Ursache anders: unkontrollierte elektrische Entladungen im Gehirn in zu grosser Spannung setzen es insgesamt oder in grossen Teilen ausser Kraft und verhindern, dass die Muskeltätigkeit systematisch koordiniert wird. Daher die "wahnsinnige" Muskelaktivität, die man Krampfen nennt.

Jetzt müsste sich für Dich auch das mit der Bewusstlosigkeit erklären.

Epilepsie ist etwas, für das wir eigentlich alle anfällig sind. Je grösser Sinnesreize sind, die auf uns einströmen, um so wahrscheinlicher wird es, dass unser Gehirn darüber versagt und überreagiert. Eine klassische Situation, die dafür angeführt wird, sind die Lichtreize in der Disco.

Bei verschiedenen Menschen sind nur die Hemmschwellen verschieden hoch, wann das Zuviel erreicht wird. Und die, bei denen sie niedrig ist, nennt man dann "Epileptiker".

Es gibt daher auch folgerichtig kein bestimmtes Alter, in dem Epilepsie frühestens oder spätestens auftreten müsste.

Bei dem sog. VS ist das anders. Die Entzündungen des bestimmten Nervs treten offenbar erst in fortgeschrittenem Alter auf.

Tolle Antwort! Danke schön für die Mühe, jetzt habe ich einen kleinen Einblick gewonnen! Sollte dir zufällig ein Buch einfallen, welches man auch als Laie verständlich lesen kann, würde ich mich sehr freuen.

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@NoradieHexe

Meine Lehrbücher sind natürlich nicht wirklich für Laien brauchbar und das Problem kennt wohl jeder, der nicht mehr so ganz Laie ist; warum sollte man solche Bücher kennen?

Vielleicht hilft Dir zu VS diese Seite etwas weiter: http://www.vetinfo.com/dencyclopedia/devestib.html

Du musst immer bereit sein, zu medizinischen Themen auch Englisch zu lesen.

Zu Epilepsie gibts doch auch einen deutschsprachigen Artikel bei der Wikipedia.

Du brauchst da auch nicht speziell nach "Epilepsie bei Katzen" zu suchen. Wir Säugetiere sind alle gleich gebaut :)

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@derdorfbengel

Ja, danke. Lese ich, wenn ich mit den Hunden Gassi war! Englisch ist schon i.O.!
Ein "Goldi" ist übrigens keine "Katze", sondern ein Golden Retriever! :))

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@NoradieHexe

Das war mir klar. gewesen, als ich die Frage gelesen hatte, nur zwischendrein verloren. Ich hatte auch Hunde. Und so einen wie Deinen oft als Pflegehund!

Dann gute Besserung.

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@derdorfbengel

Gott sei Dank handelt es sich nicht um "meinen" Hund! Wäre es meiner, würde ich ihn definitiv ohne Getreide füttern und schon gar nicht mit Süßigkeiten... Witzigerweise habe ich aber auch gerade einen "Gast"-Goldie bei mir :-)) ..um "marmorierte Wollmäuse" zu züchten...

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@derdorfbengel

Meine Zucht ist sehr erfolgreich! Und es ist wie mit den Weihnachtsbäumen! Die Nadeln hat man bis Ostern! Der Hund ist weg und meine Wollmauszucht vermehrt sich immer noch! :))

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Ja das lässt sich klar abgrenzen. Beim Vestibulären Syndrom torkelt der Hund und kommt hinten nicht mehr gut hoch, er kann sich selbst schlecht hinlegen. Es sieht aus wie eine Lähmung. Ein Epi- Anfall haut den Hund um, er zuckt und schäumt.

Üblich sind beide Krankheiten nicht. vererbte Epilepsie tritt schon sehr früh auf, meist schon beim Welpen.

In den Büchern steht, dass er beim VS auch "krampfen" kann, eben wie bei Epi auch. Nur wäre er beim VS angeblich bei Bewußtsein, bei Epi nicht.

Ich kenne VS auch so, dass der Hund steht und z.B. mit dem Kopf wackelt, habe es aber Gott sei Dank noch nicht live erleben müssen.

Ob Epi so von heute auf morgen auftreten kann? Einfach nur, weil der Hund älter ist? Ich dachte immer - so wie du geschrieben hast - dass Epi dann auch schon in "jüngeren Jahren" auftritt.

Fällt dir noch was "Schlaues" zu dem Thema ein? Ich bin ein bisschen neugierig, sorry! Muss man bei einem Epi -Anfall den Hund wirklich "komplett" unangetastet lassen? Nicht z.B. Kopf überstrecken, wegen Erstickungsgefahr. Oder habe ich da was "verbuchtelt"...

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@NoradieHexe

Das Vestibuläre Syndrom kenne ich von meinem letzten Golden und Epi vom Menschen, da lässt man alles in Ruhe, man schaut nur, dass sich der Patient nicht an Gegenständen verletzt. Beim Eingreifen kann man sich auch selbst verletzen. Epilepsie kann auch durch einen Hirnschaden oder eine andere Krankheit kommen, das ist dann eigentlich eine Folgeerscheinung und keine eigenständige( vererbte) Krankheit.

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Hallo. Ersteinmal ist Epilepsie selbst nicht verbbar. Sondern nur eine Neigung. Das ist bei uns Menschen nicht anders.Und das Alter spielt da keine Rolle. Sollte dein Hund eine Neigung haben, kann es jederzeit auftreten auch schon früh, aber auch erst im höheren Alter. Auch bei uns spielt da sAlter bei einer Neigung zur Epilepsie keine Rolle. Mache bekommen es in der frühen Kindheit, andere im Jugendalter , und wieder andere erst ab 21 Jahren. Aber auch erst sehr spät. Frauen können ZB, erstmals Anfälle in den Wechseljahren bekommen. Das kann man also nicht einschätzen. Vestibular hat etwas mit dem Gleichgewicht zu tun und nichts mit Epilepsie.Und sicher sollte das ein TA nicht nur abgrenzen können, sondern wissen. Epilepsie sollte man in einer Tierklinik überprüfen lassen, da es viele Arten von Anfällen gibt.

Gucke mal bei Youtube. Da krampfen Hunde sehr schlimm und ander haben leichte Anfälle. Vielleicht solltet ihr mit eurem Hund mal eine Tierklinik aufsuchen. Die haben merh Untersuchungsmöglichkeiten wie CT oder MRT um zu sehen wa sim Hirn los ist. Ebenso kann man im MRT den Hörnerv sehen ob der geschädigt oder entzündet ist. Du musst erstmal eine genaue Diagnose haben. Dann kann ein TA auch das richtige verschreiben. Sollte dein Goldi Epilepsie haben, kann man das heute gut einstellen, sodass er sehr wenige Anfälle in seinem Hundeleben erleiden oder auch ganz anfallsfrei ist.

Und mit Zucht hat das nichts zu tun. Jeder Hund kann mal betroffen sein, da es eben nicht eine direkte Verbung gibt. Wir haben auch eine Goldidame, bisher gesund. Auch aus einer Zucht, und? Sie war mit 10 Welpen. Also 10 zusammen. Und 2 davon haben eine sehr schwere HD. Die wiederum ist verbebar. Aber beide Eltern sind HD frei und die Großeltern auch. Also woher kommt das? Noch eine Generatation zurück? Man weiß es nicht. Und das war eine seriöse Zucht. Unsere hat leide rnur einen Nasenkanal, das bei Goldies sehr selten vorkommt. Haben eigendlich oft kleine Rassen. Aber keine Goldis. Nund denn, sie hat es, ist aber nicht gefährlich. Wir müssen eben auf das rechte Auge aufpassen, da es sich ab und zu entzündet. Wird dann mit Naturtropfen und Fenscheltee ausgewischt und gut ist. Wie alt ist dein Goldie denn? Jednenfalls rate ich dir, fahrt in eine Tierklinik und lasse ihn mal richtig untersuchen. Dann habt ihr Gewissheit was er denn nun hat und kann auch richtig behandeln. LG:

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