Erfahrungen mit Derealisation/Depersonalisation?

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Hallo Hannah,

ich hab genau dasselbe wie Du (allerdings 24/7), ausgelöst durch sehr starken Cannabiskonsum.

Es gibt für DP/DR sehr viele Erklärungs- und Therapiemodelle. Was auf keinen Fall hilft, ist sich in die ganze Sache reinzusteigern. Es ist nichts gefährliches, im Gegenteil, es ist ein Schutzmechanismus deines Körpers!
Er will dir helfen. :)

Wenn Du eine Depression hast, dann könnte Derealisation eine Begleiterscheinung sein, die ebenso, wie die Depression, verschwinden kann.

Bei mir persönlich hängt es mit Angst/Stress und Aufmerksamkeit zusammen und merke wie Veränderungen dort mit Veränderungen des DP/DR-Empfindens einhergehen. Ausreichend Schlaf, Sport und gute Ernährung helfen auch.

Es gibt Hinweise darauf, dass Medikamente die antagonistisch auf den kappa-opioid-rezeptor wirken hier helfen könnten (Naloxon hat in einer kleinen Studie einen positiven Effekt gehabt, L. Nuller, M. G. Morozova, O. N. Kushnir, N. Hamper: Effect of naloxone therapy on depersonalization: a pilot study. In: Journal of psychopharmacology (Oxford, England)), manchen Menschen helfen auch Antidepressiva.

Wenn du Momente hast, in denen die DR/DP weg ist, dann ist das doch ziemlich gut und du hast einen Ansatzpunkt zu schauen, was an diesen Tagen/Zeiten anders ist, wie du dich fühlst.

liebe grüße

p.s.: Es gibt auch einen Spielfilm ("Numb") über Derealisation.

Depersonalisation und/oder Derealisation ist der absolute Horror. Ich selbst leide zeitweise immer noch darunter. Jedoch ging es vor einigen Jahren mal vorbei, bis ich in eine neue Depression fiel. Ich kenne auch Leute, bei denen es für ein und alle Mal zu ende war.

Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten wie man zu einer Depersonalisation bzw. Derealisation kommt.

- DP/DL tritt häufig als Begeitstörung im Zuge anderer Erkrankungen auf. Inbesondere bei Angststörungen und/oder Depressionen. Wichtig ist, dass die dahinter liegenden Beschwerden behandelt werden. Sind diese Weg ist meist auch die DP/DL weg.

- Wenn man keine anderen psychischen Erkrankungen hat spricht man von einer sogenannten Depersonalisation- und Derealisationsstörung. Diese ist sehr schwierig zu behandeln, doch auch sie geht irgendwann einmal weg.

- Rauschmittelkonsum kann zu vorübergehenden Depersonalisation und Derealisation führen. Meist geht diese nach dem Wirkungsverlust wieder weg. Das Problem an Rauschmittel ist jedoch, dass gewisse Personen nicht mehr von diesem Gefühl wegkommen (sozusagen hängen bleiben) und sich sogar eine Angststörung oder Depression daraus entwickeln kann.

Therapiert wird eine DP/DL egal ob mit oder ohne Depression/Angststörung meist mittels Psychotherapie. Mit Psychotherapie meine ich eine richtige Therapie und nicht einfach das Gespräch beim Arzt, welcher anschliessend einfach Medikamente verschreibt. Eine Psychotherapie ist sehr langwierig und es dauert Monate, wenn nicht Jahre bis eine solche wirkt.

In der Zwischenzeit kann man es mit Medikamenten versuchen, allerdings gibts keine Medikamente die gegen DP/DL zugelassen sind. Es erfolgt also ein sogenannter "off lable use". Es gibt hinweise, dass Aripiprazol und Lamotrigin (meist im Zusammenhang mit einem SSNRI wie z.B. Duloxetin) die DP/DL beschwerden mindern können.

Hallo Kanera12,

Dein Wissensdurst und Eigenengagement in Ehren, aber Du tust Dir keinen Gefallen damit, zu versuchen, hier Fragen, die in die Therapie gehören, klären zu wollen. Wir stecken alle nicht in Deinem 'Thema' drin und können nicht in die Therapie eingreifen. Das wäre unseriös und für Dich schlimmstenfalls sogar schädlich. Vor einem evtl. Vertrauensbruch zu Deinem/r Therapeuten/in mal ganz zu schweigen.

Aus dem Text können wir ja nicht mal die Diagnose erkennen, die im übrigen nicht von Dir selbst, sondern dem/der Behandler/in gestellt werden sollte. Bitte sei nicht böse, aber auch wenn das nicht die von gewünschte Antwort ist, gebe ich sie Dir nur zu Deinem eigenen Besten.

Alles Liebe und Gute

Was hilft gegen Derealisation?

Hallo,

Ich leide seit Jahren unter Unwirklichkeitsgefühlen, beobachte mich,habe Druck auf den Augen und sehe alles so irreal. Meine Frage ist,was man dagegen selber tun kann? Es nervt mich so sehr und es macht mich traurig dada mein leben so an mir vorbeizieht. Ich gehe in eine Therapie und nehme wegen meiner zusätzlichen depression mit psychotischen Symptomen Solian 600mg. Mein Thera sprach von Fluspirilen ,und ich habe etwas von Lamotrigin gehen derealisation gehört. Hat hier jemand damit erfahrungen gemacht? Was tut ihr gegen die dr/dp wie äußern sich die symptome und was hilft euch? Bin für jeden Tip dankbar. LG

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... also Alkohol nicht als 'Ursache' einer DIS, sondern Alkohol so zu sagen, als 'Brandbeschleuniger' davon, der eine DIS DANN begünstigt, wenn unter normalen Umständen (ohne Alkohol) eigentlich NOCH KEINE DIS ausgebrochen wäre.

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Hallo ihr lieben.. Seit einigen tagen plagt mich die "schizophrenie-angst" extrem. Ich hab alles moegliche versucht..ich habe gefuehrte Entspannungs-Meditationen gemacht, mich abgelenkt..aber es hilft einfach nichts. Ich bin andauernd so matschig im Kopf, beobachte mein verhalten und meine Gedanken genau und die derealisation & depersonlisation kommt auch immer wieder..das bringt mich auf die Palme. Dazu fühle ich mich auch noch andauernd so "verändert". ..wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, ich werde zu solch einem nervlichen wrack, dann hätte ich denjenigen ausgelacht.. Ich habe seit über einem Jahr meine Angststörung mit Panikattacken, Dr und DP..also volles Programm. Von Dezember 2015 bis September diesen Jahres ging es mir wirklich gut, dank escitalopram(ad's darf ich nicht mehr nehmen wegen einer qt-verlängerung am herzen) und einer therapie(ambulant+stationär)... Und seit Mitte Oktober bin ich wieder total in meiner Angst und der Depression drin. Ich hab so unglaubliche Angst vor einer Psychose.. Andauernd hab ich diese Fantasie im Kopf, wie ich verwirrt durch die Gegend laufe,komisches Zeug erzähle oder meine Familie mit meinem Verhalten irgendwie belästige und dann "weggesperrt" werde und mein leben niemals so leben kann, wie ich es mir vorstelle.. und mir kommen immer wieder die Tränen, wenn ich nur daran denke. Ich komm seit Wochen kaum aus dem Bett,bin sehr ängstlich.und desöfteren habe ich das gefuehl, dass ich mich sehr verändert habe..im Umgang mit anderen Menschen ist eigentlich alles gleich, ausser dass ich manchmal das gefuehl habe, komisch zu sein..weil ich oft einfach unbedacht anfange irgendwas zu brabbeln und im nachhinein denk ich mir dann "hä,was war das ?" mir hat noch niemand gesagt, dass ich komisch wirke..aber ich werde die angst einfach nicht los.Es ist eine Horrorvorstellung... Ich habe es so satt.. Gibt es hier Leute, die auch davon betroffen sind oder mir irgendwelche Tipps geben können? Ich bin in Therapie momentan..aber ich habe das gefuehl, dass alles sinnlos ist.. Die Angst beherrscht mein komplettes Leben.

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