Erfahrungen mit dem Ausschleichen von seroquel?

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2 Antworten

Quetiapin (Seroquel) ist bekannt für seine relativ starken Absetzsymptome. Besonders Schlaflosigkeit ist sehr häufig ein Nebeneffekt des Absetzens. Ich persönlich war ca. 3 Wochen fast ohne Schlaf als ich Quetiapin abgesetzt habe.

Man denkt sich: Mann oh Mann, irgendwann muss mein Körper sich den Schlaf einfach holen. Doch so gehts leider nicht. Schlaf ist die Folge chemischer Reaktionen im Gehrin. Wie jedes Psychopharmakon greift Quetiapin in den Hirnstoffwechsel ein. Bis sich das ganze bei mir (und anderen die ich von der Klinik her kenne) normalisierte dauerte es 2-3 Wochen.

Machen dagegen kannste nicht viel. Du hast folgende Möglichkeiten:

  1. Du machst das Ganze kalt. Also mit dem Kopf durch die Wand. Das ist am schnellsten doch psychisch wie physisch aufgrund des Schlafmangels stark aufreibend.
  2. Du gönnst dir ab und zu ein Benzodiazepin (z.B. Lorazepam) oder eine Z-Drug (z.B. Zopiclon) damit du wieder mal richtig durchschlafen kannst. Dies sollten jedoch nur Notfallmedikamente sein bzw. max 1-2x die Woche konsumiert werden, da sie bei längerem (nach ca. 4-8 Wochen) und regelmässigem Gebrauch abhängig machen. Mit der Zeit fährst du die Frequenz und die Dosis langsam wieder runter. Muss natürlich alles ärztlich eng überwacht werden.
  3. Du substituierst (auswechseln) das Seroquel durch ein anderes Präparat, welches nicht abhängig macht. Z.B. durch ein sedierendes Antidepressiva wie Mirtazapin (http://deprimed.de/mirtazapin/), welches dir entweder hilft oder du nach einigen Wochen wieder absetzt. Es gibt theoretisch auch Neuroleptika die einem völlig weghauen (z.B. Levomepromazin), das Problem ist einfach dass diese nicht antidepressiv wirken und man zwar schlafen kann, doch am nächsten Tag noch benebelt ist.

Sprich deine Medikation immer zuerst mit dem Arzt ab!

Ich persönlich habs zunächst kalt versucht. Nach 3-4 Tagen habe ich aufgegeben. Ich war zwar nicht abhängig, hatte also kein Verlangen nach der Substanz, doch die Schlaflosigkeit machte mich völlig fertig.

Ich wurde dann von Seroquel auf Mirtazapin umgestellt. Durch Mirtazapin nahm ich auch zu, aber nicht so stark wie beim Seroquel. Schlafen konnte ich mit dem Mirtazapin relativ gut. In der Umstellungsphase nahm ich ab und zu Zopiclon, aber nur 2-3 Mal.

Neben dem ganzen Medikamenten-Zeug musst du auch schauen, dass du tagsüber genug aktiv bist (falls möglich) und dein Bett nur zum Schlafen brauchst.

Gruss von einer Labormaus zur Anderen...

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Kommentar von NoNameMe
01.10.2016, 20:55

Mir wird keine bedarfsmedikation mehr verschrieben (suizidversuche)
Außerdem haben einige keine bis wenig Wirkung.. Davon abgesehen darfs nicht zu sehr aufs herz gehen .. Hatte mal n herzstillstand ..
Die schlaflosigkeit macht mich auch wahnsinnig.. Vorallem weil ich ja müde bin.. Bin aktiv .. Also mehr mals täglich mit dem Hund  draußen usw ..

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Kommentar von NoNameMe
01.10.2016, 20:57

Aber danke für deine ausführliche Antwort

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Ich nehme auch dieses Medikament schon langjährig als rezidivierend stark depressiver Mensch ein. Dieses Medikament gibt es ja auch als "Quetiapin" mit dem genau gleichen Wirkstoff. Es hilft bei mir relativ gut beruhigend.

Ich nehme derzeit bis zu 200 mg. (in "Spitzenzeiten" auch schon bis zu 400 mg / Tag).

Es ist im Prinzip in der Medikamentenbeschreibung in Extremfällen eine tägliche Dosis von bis zu 800 mg angegeben. Wie gesagt - die Höchstdosis !

Möchtest Du evtl. hier die Leute etwas "veräppeln" ? Eine tägliche Dosis von bis zu 2500 mg reicht bestimmt um einen Elefanten erstmal für 1-2 Tage völlig ruhigzustellen !

Dein "Medikamentspiegel" / Blutwerte dürfte sämtlichen Rahmen sprengen !

Denk allein mal an die schädlichen Nebenwirkungen (z.B. Leber, Nieren etc.)!

Du solltest Dich dringendst nochmal von einem Facharzt/Psychiater ganz neu medikamentös einstellen lassen (und evtl. dazu nochmal akut therapieren) !

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Kommentar von NoNameMe
02.10.2016, 04:26

2500mg nahm ich ja nicht täglich sondern nur manchmal um ordentlich schlafen zu können

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