Erfahrungen im Gefängnis machen!

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7 Antworten

Ohne Kooperation mit der Staatsanwaltschaft und/oder der Gefängnisleitung wird das kaum möglich sein,

denn um wirklich den realen Bedingungen und Empfindungen auf die Spur zu kommen dürften weder die Mitgefangenen noch die Wärter wissen, dass du nicht vom untersten Ende der Gesellschaft kommst und dieser zu schaden versucht hast.

Dazu kommt, dass nach wie vor Gewalttaten in Gefägnissen an der Tagesordnung sind und wohl kaum ein Gefägnisleiter die Verantwortung dafür übernehmen wollen würde, wenn dir (als einziger Häftling mit Rechten - ich weiß, extrem drastisch und übertrieben ausgedrückt ;) ) irgendetwas zustoßen würde.

Es würde also nur unter Ausklammerung von Mitgefangenen risikolos gehen, womit du realistische Bedingungen abhaken könntest.

Lediglich Isolationshafterfahrungen wären da drin, aber das würde keine Woche gehen dürfen und auch dafür müsstest du erstmal jemanden/ein Gefängnis finden, der sich bereit erklärt dir das zu ermöglichen.

Als verwandte Extremidee / Erfahrung könntest du dich mal über die Krisengebietstrainings für Journalisten von der Bundeswehr informieren.

Ist nicht Gefängniserfahrung, wie du es in deutschen Gefängnissen erleben würdest, aber "gefangen genommen und als Geisel verwand werden"-Szenarien sind mitinbegriffen und dürften in jedem Fall deinen Horizont erweitern. ;)

Trotzdem könntest du natürlich mal in Gefängnissen anfragen (um zu deiner eigentlichen Idee zurückzukommen) und sehen, was sich machen lässt.

Abgesehen davon: komm mal bei mir zu Besuch - kann dich auch gern ne Woche einsperren ;)

lg Mini

Hallo LaHoraDeLaHora,

ohne Delikt wird aus dem Einsperren nichts. Ein Delikt als solches garantiert auch noch keinen Knast, da die Richter lieber Geldstrafen in Tagessätzen verhängen als Gefängnis. Jemanden einzusperren ist nämlich sehr teuer. Da sind die Geldstrafen für den Staat wesentlich attraktiver. Weiterer Nachteil am Delikt: Man ist "vorbestraft", was sich im CV nicht gut macht.

Vielleicht genügt für erste schon ein Praktium http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/131062/

Alternativ wäre auch, über einen "Besuchsdienst" Zugang zu JVAs zu erhalten.

Sofern Sie Psychologie oder Sozialpädagogik studieren, könnte es durch Vermittlung eines Prof im Rahmen einer Studienarbeit funktionieren.

Gruß franzaes

Mich würde das auch mal interessieren. Erste Anlaufstelle wäre eine JVA. Aber ich glaube wohl kaum, dass man das auf Staatskosten wird haben können. :o) Zudem wird man etwas "bohren" müssen, bis sie es einem genehmigen. Aber, warum auch nicht.

Als Weiterführung des Gedankens empfehle ich dir auf jeden Fall den Film "Das Experiment"

Erspar dir diese erfahrung ;) angebote dazu zeigen dir nicht die realität.

ich habe 6 tage jugendarrest hinter mir. das war 1986... ich kann dir sagen eingeschlossen zu sein ist scheißt. es hat mich nicht gestört auf fernsehen zu verzichten....aber der verlust der freiheit hat mich damals zum umdenken gebracht

Mit dem Wissen , jederzeit gehen zu können bringt dir das nichts ! Es würde jeder Zwang fehlen !

lahoradelahora 06.04.2013, 04:50

es geht mir um das sehen, erleben und kurzzeitige kennenlernen... und die unterwerfung, wonach ich folgen sollte! ich möchte das aktiv erleben können! auch wenn eine woche in keinem verhältnis zu jahren steht, auch was bspw. die gewöhnung, einsamkeit, würde etc. anbelangt!

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