Erfahrungen bzgl. Studium (Sprachen)

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2 Antworten

Du glaubst, du wählst Sprachen aus? kicher

Nein, du wirst sie alle machen. Zu meiner Zeit hatte man in Nordistik eine Hauptsprache, die anderen hatte man aber genauso gut zu beherrschen. Dazu kommt noch Altnordisch, das ist ebenfalls ein Pflichtfach.

Und dann noch Romanistik? Das wäre ja selbst mir zu viel. Dann bleib lieber bei Nordistik, weil es allein durch die räumliche Nähe mehr Anknüpfungspunkte gibt (ich muss es wissen, meine Magisterarbeit befasste sich mit dem Handel zwischen Polen und Dänemark im 2./3. Jh.n.Chr.).

Aber damit ein Quereinstieg in den Journalismus? Schwierig, die Branche liegt darnieder. Nahezu überall werden lieber Praktikanten beschäftigt, die man nicht allzu fürstlich entlohnen muss und schnell wieder entlassen kann, um eine noch billigere Arbeitskraft zu beschäftigen. Dazu bräuchtest du auch journalistische Erfahrung, gute Kontakte wären ebenfalls hilfreich.

Mein Rat an dich: Studier, was du für richtig hältst. Suche aber gleichzeitig, durch so viele Praktika wie möglich in den Semesterferien, den Weg ins Berufsleben.

Sprachen im Hauptfach sind halt so ein Problem: wahnsinnig interessant, aber für so ziemlich alles außer Lehrer zählt das "Nebenfach" letztendlich mehr...

Für Journalismus brauchst du kein Sprachstudium - selbst als Auslandskorrespondent sind z.B. Geschichte oder Politik wichtiger, außerdem ist es ohnehin ein Beruf für Quereinsteiger (auch wenn´s das entsprechende Studium gibt)

Ich könnte mir die Kombi mit Informatik aber gut vorstellen - "Übersetzer" im eigentlichen Sinne wäre es ja nicht, wenn du z.B. Inhalte von Homepages auch anderen Kulturen (inhaltlich) anpassen würdest. Oder einfach in einem großen Unternehmen in vielen Ländern aktiv sein könntest, in unterschiedlichen Projekten und so.

Und was meinst du mit "große Organisationen"? Die Regierung? EU? Oder eher Greenpeace, Amnesty oder das THW? - ist ja auch egal, aber wenn´s in so eine Richtung geht, besteht auch die Möglichkeit zu einem FSJ/ FÖJ, um VOR dem Studium eine genauere Vorstellung zu kriegen.

Wenn du aber wirklich Sprachen in den Mittelpunkt stellen willst: geh über Europa hinaus! Eine/n Fachmann/ -frau für Spanisch kann man leicht in Spanien finden, und Skandinavier - tja, vielleicht in Skandinavien. Die kennen ihre eigene Sprache und Kultur garantiert besser und finden sich auch in Deutschland oder einem deutschen Unternehmen zurecht, was z.B. Arabern oder Asiaten bestimmt nicht so leicht fallen dürfte, von Green Card und Co mal ganz abgesehen...

Vielleicht hilft´s ja - jedenfalls alles Gute!

ADK014 07.06.2014, 23:10

Informatik ist an meiner Uni ein 1-Fach-Studiengang.

Und ich kann und möchte diese Stadt nicht verlassen.

Zum Thema große Organisationen: Etwas in die Richtung Amnesty fände ich schön, den Menschen einfach zu helfen. Sprachen faszinieren mich nun mal und deswegen juckt es quasi in den Fingern.

Vielen Dank für die schnelle Antwort, ich hoffe auf weitere Antworten/Meinungen

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