Erfahrung?-Nikon d3200 mit Objektiv 18-105 und 55-200

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Licht muss damit es am Sensor ankommt mal durch das Objektiv. Im Objektiv ist einiges an Glas und was beim Weg des Lichtes durch diese verschiedenen Glas-Linsen kaputt geht kann am Sensor nicht repariert werden! - Also kurz um: Was die Linse verbockt kann der beste 5000 EUR Profi-Body nicht mehr hinbiegen.

Ergo dessen sind gute Objektive wesentlich wichtiger als der Body an sich!

Ich würde dir die D3200 nicht empfehlen... Wenn schon dann die D3300. Die D3200 hat einen Lowpass-Filter und der sorgt in Verbindung mit den 24 MPix für verhältnismäßig bescheidene Bildqualität ohne Top Objektive. Das hat Nikon erkannt und sehr schnell ein Update (D3300) ohne Lowpass-Filter rausgebracht was dem Problem entgegen wirkt.

Objektive

XX-YYmm ist die Brennweite.

Gehen wir mal von den kleineren Modellen aus dann gilt:

  • 1-18mm = Ultraweitwinkel
  • 19-30mm = Weitwinkel
  • 30-35mm = Normalbrennweite (menschl. Sehfeld - je nach Crop-Faktor)
  • 40-200mm = Tele
  • ab 200mm = Supertele

Alles unter der Normalbrennweite zeigt mehr im Bild als wir sehen können. Das wird zB in Hotels eingesetzt... Man kennt die schönen, großen und geräumigen Zimmer aus dem Katalog, die in natura dann doch 1-2 Nummern kleiner sind... Das ist der WW/UWW Effekt.

Tele holt entferntes Näher ran und sorgt für einen "Tunnelblick" - Je größer die Brennweite umso Stärker der Effekt.

Es gibt jedoch auch noch andere gaaanz wichtige Nummern. Die werden normal mit f/X-Y bzw. f/X oder 1:X-Y bzw. 1:X angegeben.

Das ist die s.g. Lichtstärke. Grundsätzlich gilt je kleiner die Nummer umso teurer. Stell dir ein Objektiv wie eine Pipeline vor - Je kleiner die f-Nummer umso größer der Durchmesser und umso mehr Licht kann in der gleichen Zeit durch.

Dies ermöglicht es zB schöne Stimmungsbilder bei Kerzenschein oder Lagerfeuer zu schießen ohne allzuviel Rauschen zu haben. Weiters wird dadurch aber Bereich der Schärfe (Schärfentiefe / Schärfenebene) geringer. Das kann man auch zum Freistellen (scharfes Motiv vor unscharfem Hintergrund) verwenden!

Bessere Objektive haben eigentlich eine konstante Offenblende - zB 28-75mm f/2.8 oder 70-200mm f/2.8. Das bedeutet, dass egal bei welcher Brennweite die Lichtstärke immer gleich ist.

Günstigere Modelle haben eine Variable Lichtstärke - zB 18-105mm f/3.5-5.6. Hier gilt die 3.5 bei 18mm und die Lichtstärke schwindet dann auf 5.6 bei ca. 2/3 (ca. 70-75mm) der max. Brennweite.

Dann gibt es Objektive mit nur einer mm-Angabe zB 50mm f/1.8 - Das sind s.g. Festbrennweiten. Die kann man nicht Zoomen aber dafür sind die Objektive in der Regel sehr gut und lichtstark!

Gleiche Frau, gleiche Kamera aber untersch. Objektive (50mm 1.8 AF-D) - (Bilder, Foto, Nikon) Gleiche Frau, gleiche Kamera aber untersch. Objektive (18-105mm Kit) - (Bilder, Foto, Nikon)

Hallo

  • nun denn von der optischen Leistung sind alle Nikkor 18-55 "besser" als das 18-105. Speziel das 18-55 ED ist eine ungewöhnlich gute Optik für fast kein Geld. Das Problem ist eher das die D3200 einen "kritischen" Sensor hat. Wenn Bildqualität eine Rolle spielt und man mit Kit-Zooms arbeiten will/muss dann eher gleich zu einer D5100 oder einer D3300 greifen.
  • das 18-105VR ist eine Standarzoom vom Weitwinkel zum Tele. Das 55-200VR ist eine Teleoptik. Unterschiedliche Einsatzbereiche.
  • wenn man das 18-105 hat kann man sich das 55-200 "sparen". Man kann aus dem Kernbreich der 105er Optik denn Bildauschnitt des 200er cropen und hat dann immer noch 12MP mit brauchbarer optischer Auflösung.
  • zum 18-105 "passt" eher ein 70-300 oder 80-400 Zoom
  • die Nikkor 55-200 sind von der optsichen Leistung ganz OK aber die Fassung taugt nur für Point & Shot.
  • bei Nikon gibt es zZ das 55-300 für um 230€ plus eine Cashbackaktion für diese Optik (60€) und die D3300 (50€)

Ist 18-105 oder 55-200 besser?

Die Frage ist Unsinn!

Die Frage ist genauso wie "Ist ein Tisch oder ein Stuhl besser?"

Frage dich, wozu du das Teil gebrauchen willst, und dann hast Du die Antwort.

Bei Objektiven solltest Du dich neben der Brennweite auch stark um die Lichtstärke kümmern! Die ist nämlich auch wesentlich für die Qualität der Bilder.

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