Erfahrung mit Umstieg von Zigarette auf E-Zigarette - wie schwer ist es euch gefallen?

8 Antworten

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Hallo Rumiko,

der Umstieg von Zigaretten auf E-Zigaretten ist relativ einfach. Der Wille muss aber vorhanden sein und es müssen ein paar wenige Punkte beachtet werden. Anderenfalls kann man kläglich scheitern.

Man kann anfangs zwischen Zigarette und E-Zigarette switchen, es ist aber kontraproduktiv.

Am erfolgreichsten ist ein Umstieg der sofort und komplett vollzogen wird.

Ohne Nikotin funktioniert kein Umstieg. Das wäre wie ein kalter Entzug. Dafür benötigt man dann auch keine E-Zigarette. Nur mit Nikotin und auch nur mit der passenden Konzentration entfallen Entzugserscheinungen.

Ich bin vor Jahren durch Zufall an eine E-Zigarette geraten. Bis dato hatte ich keine wirkliche Kenntnis von den Geräten. Eine Freundin brachte so ein einfaches Gerät vom Lottoladen mit. Die habe ich probiert, war total begeistert und obwohl ich eigentlich gar nicht vor hatte aufzuhören, habe ich in diesen Momenten den Entschluss gefasst meine Raucherkarriere, nach über 30 Jahren bei täglich 30-35 Zigaretten, zu beenden.

Daraufhin habe ich mich im Netz in die Materie eingelesen. Dann habe ich mir meine erste E-Zigarette gekauft, eine Aspire Nautilus Mini als Premium Kit. Dazu passendes Liquid. Ziemlich schnell bin ich auf selber mischen umgestiegen. Ich wollte selbst bestimmen welche Bestandteile ich inhaliere.

Mit meiner ersten eigenen E-Zigarette bin ich dann sofort und komplett umgestiegen. Seit dem habe ich nie wieder einen Zug an einer Zigarette genommen. Reste von meinem ehemaligen Raucher Leben liegen noch in einer Schublade. Sie tangieren mich nicht mehr. Entzugserscheinungen gab es keine.

Ich habe über ein Jahr mit einer Liquid Konzentration von 17,5 mg/ml Nikotin gedampft. Dann habe ich auf 9, dann auf 7 und nun auf 6 mg/ml Nikotin reduziert.

Die passende Nikotin Konzentration richtet sich nach dem Gerät, der eingestellten Leistung und natürlich dem persönlichen Zugverhalten. Die Nikotin Dosierung muss immer im Zusammenhang zwischen der Konzentration des Nikotins und dem täglichen Verbrauch gesehen werden.

Ich dampfe im HighOhm Bereich bei 9 bis maximal 12 Watt. Dadurch habe ich einen relativ niedrigen Verbrauch von täglich knapp 7 ml Liquid. Wer mit einem Nebelwerfer dampft und dadurch täglich 30 bis 50 ml Liquid durchzieht, muss das Nikotin entsprechend reduzieren. Dann können auch bereits 6 mg/ml Nikotin zu viel sein.

Umsteiger mit Nebelwerfern dampfen in der Regel mit Nikotin zwischen 2 und 4 mg/ml. Die kleine Range, bzw. auf Grund des hohen Dampfvolumens, sind Nebelwerfer eher ungeeignet für den Umstieg. Wer einige Erfahrungen hat, kommt trotzdem damit klar, aber als Neueinsteiger würde ich jedem zu HighOhm Geräten raten.

Wer sich für einen Umstieg entscheidet benötigt irgendwann auch ein 2. Gerät für den Fall der Fälle. Man möchte nicht am Wochenende ohne E-Zigarette dastehen und nicht dampfen können. Das gilt auch für genügend Ersatzverdampferköpfe.

Alles Gute Dir....

Gruß, RayAnderson 😏

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Danke für das Sternchen.

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bei mir war es so ähnlich. eine beschäftigung mit der materie scheint mir wichtig zu sein. allerdings habe ich einen kumpel, der sich nicht damit beschäftigen wil und einfach mit diesen pod-teilen aus dem tabakladen umgestiegen ist.

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@toberg2

Auch wenn es nicht sehr kompliziert ist, es ist immer ratsam sich mit der Materie und vor allem mit dem Gerät, auseinander zu setzen.

Die meisten scheitern an zu wenig Nikotin oder weil sie nicht bereit sind auch auf die letzten 2-3 Zigaretten zu verzichten.

Ohne den Willen funktioniert es nicht. Mit dem Willen kann man (theoretisch) auch durch einen kalten Entzug aufhören. Die Frage ist dann nur wie einfach oder schwer fällt es und wie stehen die Erfolgschancen, auch bzgl. eines Rückfalls.

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Bei mir wars auch ganz problemlos: ich hab meine erste Dampfe Mittwochs gekauft (so ne winzige Cigalike noch mit Kartuschen) die war nur mal zum Ausprobieren gedacht... Donnerstags hab ich mir ein Fläschchen Liquid geholt weil das Kartuschenzeugs nicht eben lecker war... Freitag hat mir ein Kumpel ein richtiges Starterset verkauft, mit dem ich das Fläschchen Liquid übers WE verdampft hatte... Montags stand ich dann vor der Frage "kaufste neuen Tabak oder neues Liquid?" - das war kurz vorm Zahltag und bei mir inner Kasse war Ebbe - ich hab mich für Liquid entschieden. An diesem Montag hatte ich noch 2 Kippen geraucht und am Dienstag auch. Seit Mittwoch d. 15.4.2015 bin ich komplett rauchfrei :-) Und das obwohl ich die Dampfe eigentlich nur als Alternative für Zuhause haben wollte und garnicht vorhatte damit das Rauchen aufzuhören.

Ich fands für mich sehr einfach umzusteigen, ich hatte aber auch das Glück, das ich gleich mit dem ersten Starterset gut klarkam und das ich auch schnell ein paar gute Liquids gefunden hatte. Dazu kam bei mir noch die Geldknappheit - Dampfen war neu und toll und teuer - der HWV hatte mich echt schnell erwischt durch ein gutes Dampferforum - so das ich auch kaum ne Chance für mich gesehen hatte, zu rauchen und zu dampfen und das ich mich dann auch recht schnell für eines entscheiden musste. Ich bereue es bis heute nicht eine einzige Minute, das da das Dampfen gewonnen hat :-)

Wichtig für nen erfolgreichen Umstieg sind wie Micha schon geschrieben hat:

  • das zu einem passende Gerät mit dem man sich wohlfühlt - das muss nicht das erste sein, das man sich kauft und erst recht nicht das, was "alle anderen" auch haben - DU BIST DU!
  • ausreichend Nikotin im Liquid - zu wenig macht Schmacht nach Kippen und/oder man hat ständig das Bedürfnis zu dampfen... wenn man dem nachgehen kann, ist das kein Problem, aber wenn das nicht machbar ist, wirds hart. Zuviel Nikotin macht Kopfweh und Übelkeit, aber das vergeht bei ner Dampfpause schnell wieder. Am bessten holst du dir ein paar verschiedene Nikotinstärken, die in etwa zu deinem Gerät passen - je mehr Dampf das machen kann, um so weniger mg/ml Nikotin brauchst du.
  • Liquids die schmecken und die man gern dampfen mag. Anfangs sind mehrere unterschiedliche Geschmäcker zum Wechseln ne gute Idee, damits nicht langweilig wird. Was heut nicht schmeckt, stell nicht zuuu weit weg, morgen kannste das total lecker finden... umgekehrt kann dir aber auch dein Lieblingsliquid von einem Tag auf den nächsten absolut nicht mehr schmecken. Es kann auch mal Phasen geben, wo garnichts schmeckt - dann hilft Menthol die Geschmacksnerven wieder zu "resetten".
  • Stell dich auch darauf ein, das sich dein Geschmackssinn und dein Nikotinbedarf schnell verändern - kauf dir ruhig auch ein paar nikotinfreie Liquids, mit denen du die nikotinhaltigen verdünnen kannst. Das kannst du auch mit purer Base (50/50 PG/VG) machen, das verdünnt dann allerdings auch den Geschmack.

Hallo xRumiko,

Ich weis meine Antwort kommt relativ spät, trotzdem möchte ich dir sagen das du nicht vergessen darfst das es zwar gesund ist von Zigaretten auf dampfen um zu steigen deines Körpers wegen, aber vergiss nicht das Dampfen auch Süchtig macht! von Zigaretten runter kommen ist in Ordnung aber empfehle niemanden der keine Zigaretten raucht mit dem dampfen an zu fangen auch wenn kein nikotin gedampft wird.

es hat ein sehr großes suchtpotenzial und ich als nicht raucher und nicht dampfer finde es ätzend und störend jetzt von anderen leuten voll gedampft zu werden, da die Rauchentwicklung einer dampfe um ein vielfaches größer ist als bei einer zigarette.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

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