Erfahrung mit Optionsscheinen?

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3 Antworten

Nachdem ich seit 20 Jahren in der Wertpapierberatung arbeite, kann ich sagen das die alte 2 / 3 - Regel immer noch gilt - und zwar sowohl bei Optionen wie bei Optionsscheinen -

1 / 3 erfolgreich zu 2 / 3 Misserfolg.

Individuell kann der Erfolg deutlich unterschiedlich ausfallen, das hängt sehr von der Selbstdisziplin, besonders bei LImiten, zusammen und vom sonstigen Vermögen.

Man kann sie zur Performance - Verbesserung bis zu 10 % beimischen.

Ein weiteres Problem ist , das die meisten Menschen Calls bevorzugen, was dann bei Kurseinbrüchen entsprechend auf breiter Front sozusagen eine 100 % ige Verfallquote mit sich bringt.

Am schlechtesten ist esmeist , wenn jemand etliche gute Ergebnisse hintereinander hatte, dann schaltet der Anleger oft in den God - Modus und und statt etwas von den Gewinnen beiseite zu legen wird das ganze erwirtschaftete Kapital ( gelegentlich sogar noch mehr ) investiert.

Dennoch sind Optionsscheine - und zwar eher die klassischen als die ganzen Konstruktione wie Turbo - und Barriere und anderen - den CFDs deutlich vorzuziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

Dennoch sind Optionsscheine - und zwar eher die klassischen als die ganzen Konstruktione wie Turbo - und Barriere und anderen - den CFDs deutlich vorzuziehen.

Kannst du das etwas begründen? Ich bin nicht so erfahren, aber ich finde KnockOuts (und auch CFDs) haben eben den großen Vorteil der linearen Preisentwicklung, bei klassischen Optionen fließen ja auch Vola und Zeit bis zum Ablauf in den Preis mit ein, was es in meinen Augen etwas einfacher macht, vernünftige Limits zu setzen. Natürlich besteht dafür die Gefahr des Totalverlusts, aber diese Gefahr kann man ja durch Wahl des entsprechenden KnockOut-Levels ganz gut evaluieren.

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@DoTheBounce

Also CFD s sind bei mir ohnehin außen vor - aus verschiedensten Gründen - im wesentlichen aber wegen der Anbieterkonstellation und den sich daraus zwangsläufig ergebenden Nachteilen für den Anleger.

Rein praktisch habe ich dann häufig die Anleger vor mir, die sich daran versucht haben und mich fragen, warum denn wohl das und das nicht klappt, ( obwohl doch in der Testphase und so weiter ) obwohl bei uns keine CFD s angeboten werden.

Bei Knock - Outs mag ich Dir recht geben, sie sind häufiger wie ein Future konzipiert.

Obwohl auch da Obacht gegeben ist:

Wenn ich nur an die Rohöl Knock - Outs und Mini - Futures vor ein paar Jahren denke, wo dann auf Seite 82 des Emssions - Prospektes steht das die Basis der synthetische Öl - Future ist, womit wiederum der Rollefekt ( Contango ) zustande kommten kann ( was nicht im Prospekt steht ).

Bei den anderen " exotischen - Optionen " wie etwa Turbos, Barriers wiederum streikt selbst mein Hand - EUREX - Rechner.

Also ich kann Dir zwar einen " Condor " oder " Straddle " an der EUREX in verchiedenen Simulationen berechnen, aber diese Dinge nicht und daher:

Was ich nicht berechnen oder nachvollziehen kann, neige ich dazu davon abzuraten.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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Also, zunächst sind Optionen die an der EUREX oder an der amerikanischen CME gehandelt werden, Optionsscheinen und/oder CFDs vorzuziehen. Bei OS und CFDs werden die Preise von den Banken/Brokern vorgegeben. Ein entscheidender Grund um überhaupt Gewinn machen zu können, sind die Kosten eines Deals im Auge zu behalten. Der größte Kostenblock im Derivategeschäft sind die Spreads - also die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Diese werden an den öffentlichen Derivatbörsen (EUREX und CME) von den Marktteilnehmern vorgegeben - also Leute, wie du und ich. Bei den OS und CFDs werden diese künstlich von den Banken vorgegeben. Sie können bei diesen Anlageformen also Preise vorgeben, die nichts mit der Realität zu tun haben müssen.

Weiterhin muß man wissen, dass rd. 75% aller Optionen und Optionsscheine wertlos am Verfalltag verfallen. Dies machen sich die Banken zum Vorteil, da sie immer nur als Verkäufer von Optionsscheinen auftreten und sich den Emissionserlös in die "eigene Tasche" stecken. Als Privatkunde hat man bei Optionsscheinen nicht die Möglichkeit, als Verkäufer aufzutreten. Im Bereich der Optionen aber sehr wohl.

Grundsätzlich ist dieses Geschäft aber hoch spekulativ und sollte nur mit entsprechenden Absicherungsstrategien umgesetzt werden!

Vom Grundsatz her würde ich Dir recht geben.

Das Problem wird nur sein, das sien Handelslimit - auch früher schon - aber jetzt jetzt erst recht einen zeimlich hohen Vermögenshintergrund für Optionen erfordert, da es sich in den meisten Fällen als Prozentsatz aus eben dem liquiden Gesamtvermögen plus Anlagerfahrung und meist noch weiteren Kriterien ergibt.

Somit wird ihm häufig der Weg zu Optionen versperrt sein.

Richtig ist auch da ses bei Optionen eist mehrere Market Maker gibt, bei Optionsscheine meist nur einen - allerdings sind die Spreads dort im Laufe der Jahre deutlich gesunken.

Und das Banken nur als Verkäufer auftreten, hat neben dem Verdienen auch den Grund, das hier im Gegensatz zu Short - Positionen keine Nachschußpflicht ensteht - was offen gesagt auch viel zu aufwendig wäre, bei " normalen " Optionscheingrößen jedes Mal den Kunden auf den Nachschuß aufmerksam zu machen - ein Zwangsclosing hingegn machen auch nicht gerade Freude.

Diejenigen die das trotzdem anbieten - etwa in Form von CFDs lassen sich das wiederum reichlich bezahlen.

Also handele ich auch lieber mit Optionen, aber den meisten dürfte der Zugang versperrt bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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Trading ist für mich schei#e und ich habe damit aufgehört.

Weil man viel wissen muss und viel Zeit investieren muss, um überhaupt Break Even zu gehen.

(Zum Glück habe ich nur 100€ in den Sand gesetzt)

Quasi Lehrgeld für die Erfahrung, dass Trading ohne Leidenschaft sinnlos ist. Dann sollte man lieber investieren, was ich auch tue. Das braucht sehr wenig Zeit und ist nicht so stressig.

Durchschnitt sind mehrere 1000€.

Außer es macht dir Spaß. Dann ist das eine gute Sache. Mir machte es aber nicht Spaß, vorm PC zu sitzen und Kurse zu beobachten.

Wenn es dich wirklich interessiert kaufe dir Bücher und google mal generell über richtiges Trading.

Ein Optionsschein ist nur eine Art zu traden.

Das Trading an sich bleibt Trading.

Durchschnitt sind mehrere 1000€.

Also durchschnittlich setzt jeder Tradinganfänger mehrere 1000€ in den Sand, selbst wenn sie halbwegs gut informiert sind.

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