Erfahrung mit "Mitwohnen.org"?

2 Antworten

Frage ist zwar schon etwas her, aber vielleicht möchten sich ja noch andere erkundigen nach mitwohnen.org.

Ja - ich hatte (als Suchende) reichlich Erfahrungen mit dem Verein - und auch mit seinen vielen "tollen" Angeboten. Abgekürztes Fazit:

  • Um überhaupt auf ein Wohnangebot schreiben zu können, ist erst mal eine Zahlung für den "Premiumzugang" fällig. (Minimum: 11,90€)

Von insgesamt 6 ausführlichen, mit großer Sorgfalt und sämtlichen (!) Personalien ins Anonyme gemailten Anschreiben blieben 3 auch nach 2 Monaten noch unbeantwortet, eine Hausbesitzerin irgendwo in der Provinz wollte ihr 40qm-Apartment (für das trotz erheblicher "Frondienste" rd. 400€ warm fällig waren) nur gegen gröbste Gartenarbeit, "gelegentlicher" Betreuung zweier großer Hunde, und mehrmals wöchentliche Putzdienste hergeben, auch ein zweiter Anbieter verwechselte ganz offenbar "Mitwohnen" mit "Leibeigenen-Haltung", und forderte für einen hochbetagten Senior Bereitschaft rund um die Uhr gegen eine für Landstrich und möbliertes Zimmerchen völlig normale Miete, und der dritte und letzte "Fall" gab wenigstens nach 4 Tagen Bescheid, daß sein Gästeapartment schon vergeben sei - obwohl sein Angebot bis heute ungelöscht ist. (Nebenher laufen, auch bis heute, noch 3(!) entspr. Anzeigen auf Ebay-Kleinanzeigen...)

Der (btw: ausgesprochen uncharmante - deutlich: rotzfreche) Betreiber der website (somit ja wohl auch "Premiumzugang"-Nutznießer, nicht wahr), den ich wenigstens über den letzten Fall in Kenntnis setzte, fühlte sich nicht nur nicht zuständig ("Sie bezahlen ja nur dafür, daß Sie die Angebote beantworten dürfen! "), sondern monierte stattdessen meine Anmeldung unter Initialen (nahezu alle Anbietenden veröffentlichen unter falschen Namen und ganz offensichtl. Pseudonymen, meinen Vornamen+Namen gibts in ganz D ein einziges Mal, und ich lebe in einem winzigen Ort...), und drohte mit vorzeitiger Löschung meines Profils (trotz Premiumzahlung f. weitere 2 Monate...).

Dem kam ich dann zuvor - und löschte selbst. - Schon traurig wie unfaßbar, was heute sogar nicht ganz ungebildeten, seriösen Wohnungssuchenden mit lupenreiner Schufa (polizeil. Führungszeugnis sowieso) und ehrlichen, guten Absichten so alles blüht - und wie, sagen wir mal: vielfältig und skrupellos gewisse Zeitgenossen von deren Lage doch zu profitieren fähig sind...

Richtig: Die Idee an sich ist wunderbar. Das, was HIER daraus gemacht wurde, ist mir inzw. zutiefst zuwider. Wie gern würde ich (selbst 66) noch einem gebildeten, freundlichen alten Menschen den Alltag ein bißchen erleichtern. Ich bin sehr allein, und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr bisweilen gerade im Alter adaequate (!) Gesprächspartner fehlen können. Aber sich gleich mehrfach ausnutzen zu lassen - dazu fehlt denn doch noch der Leidensdruck...

Das war mir neu, klingt aber ganz vernünftig.

Daneben kannst du dich aber auch an anderen Stellen als Wohnungssuchender gegen Mithilfe bewerben.

Für ideal halte ich da auch

ebay-kleinanzeigen.de

Dabei kannst du natürlich auch deine Dienstleistung gegen Honorar anbieten.

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