Erfahrung mit Importpferden

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4 Antworten

Deine Suche nach Pferd geht weiter, hm?

Wir haben bei uns im Stall zwei importierte PRE, einer ist ganz o.k. der andere ist (typisch PRE ein Stinkstiefel mit den anderen Pferden.) PRE sind nicht so mein Fall.

Mit viel Arbeit bekommt man so manches wieder in den Griff - ob eine solche Vorgeschichte noch etliches an Problemen zum Vorschein bringt kann dir niemand sagen.

Kann sein du hast Glück und das was du bis jetzt kennen gelernt hast ist alles was sie so hat. Der dicke Hund kann aber noch in ihr lauern und du wirst deines Lebens nicht mehr froh mit dem TIer. Das sind zwei Extreme ---- vermutlich befindet sie sich dann irgendwann in der Mitte.

Für ein solches Pferd würde ich zumindest keinen hohen Preis bezahlen, wobei stink normale PRE schon zu Unsummen verkauft werden nur weil es gerade Moderasse ist.

Meiner Meinung nach werden nur die "minderwertigeren" Pferde (sorry) exportiert - die guten behält man. Es gibt sehr gute Händler bei denen man ein Pferd (auch in Spanien) kaufen kann - normale Verkaufspferde halt (nicht die in Massen aufgekauft und in Deutschland wieder verkauften Pferde) sondern die dort zum Verkauf stehenden Qualitätspferde (keines unter 10000 Euro garantiert).

Das gleiche Problem hatten wir vor ca. 20 Jahren als Criollos und Quater auf den Markt drängten - eingekauft für billiges Geld in Süd- und Nordamerika (bsp. Quaterstute 300 Dollar) und hier in Deutschland für rund 10000 bis 15000 DM wieder verkauft. Die in ihren Heimatländern nahezu unverkäuflich waren - weil einfach nicht gut genug.

Ich persönlich würde davon weit Abstand nehmen - brauchst du nicht zufällig einen super tollen Friesenwallach? Grins.

Hallo,

ja die Suche geht weiter Mpf... Ich habe nun endlich Zeit und das nötige "Kleingeld" um mir meinen "kinderheitstraum" zu erfüllen. Ich kenne die Importpferdeproblematik sehr gut von den Isis, da läuft das ähnlich ab. Der Preis ist fair. Das Arbeit drin steckt, und auch viel Arbeit ist mir klar. und eben auch dass mit den PFerden nicht unbedingt zimperlich umgegangen wird. Hach, dass das immer so schwer sein muss...

Für einen Friesenwallach bin ich kein geeigneter Abnehmer ;-)

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Ich würde die Finger von dem Pferd lassen, Spanier reiten ihre Pferde meist mit scharfen Gebissen ein und man weis nicht, wie sanft die Hand des Ausbilders war. Dazu kann man ein Verkaufspferd auch ruhig spritzen über einen längeren Zeitraum, dann sind böse Überraschungen vorprogrammiert, gerade wenn es schon so viele Besitzer hatte.

Die Entscheidung für oder gegen das Pferd kann ich dir leider nicht abnehmen. (letzendlich können wir das Pferd hier nur nach deiner Beschreibung beurteilen).

Die Entscheidung für einen Pferdekauf hast du ja bereits getroffen, nur noch nicht welches Pferd es werden soll. (Es ist wirkllich nicht einfach ein passendes, vernünftiges und gesundes Pferd zu finden, denn es gibt auf dem Markt furchtbar viele Pferde und extrem viele Verkäufer die sich als schwarze Schaafe entpuppen).

Erstelle dir eine Pro und Contra Liste, was spricht für dieses Pferd und was dagegen. Würde ggf. auch ein anderes Pferd einer anderen Rasse in Frage kommen nicht. Willst du von Züchter, privat oder Händler kaufen.

Überlege dir gut ob du dir ein Pferd kaufen willst, dass aus dem Ausland kommt, von dem du weder weisst woher es genau kommt, noch durch wie viele Hände es bereits gegenangen ist, was es erlebt hat und ob es gesund ist.

Mag der Verkäufer auch noch so seriös wirken und das Pferd noch so toll. Ich persönlich würde dir, nachdem was du in deinem Text geschlidert hast von dem Kauf dieses Pferdes abraten. (generell würde ich bei Pferden aus dem Ausland vorsichtig sein).

  • Du weisst nicht wo es her kommt/ wo es gezogen wurde.
  • Du kannst dadurch dass das Pferd mittlerweile durch diverse Hände gegangen ist einfach nicht nachvollziehen wo dieses Tier bisher überall war und was es bereits erlebt hat. (bzw. solltest du dich fragen warum wurde das Pferd immer wieder verkauft, warum ist es durch so viele Hände gegangen, was stimmt nicht mit dem Tier?!)
  • Du weisst nicht ob es irgendwelche gesundheitlichen oder Psychischen Macken hat.
  • Extrem günstige Preise für ein Pferd sollten dich auch abschrecken.

Sicherheit über den Gesundheitszustand bekommst du nur über eine AKU- bei diesem Pferd über dass du gar nichts weisst, würde es wahrscheinlich auf eine große AKU hinauslaufen. Hat das Pferd dann tatsächlich irgendwas, hast du unnötiges Leergeld für die AKU bezahlt. Lässt du keine machen und kaufst das Pferd auf Risiko und es stellt sich im Nachhinein raus das Tier ist krank und du kommst ggf. nicht aus dem Kaufvertrag raus (oder nur mit Verlust- ist ja acuh ärgerlich), hast du ein Pferd für das jeden Monat laufenden Kosten, Tierarztkosten etc. auf dich zu kommen.

Guck dich doch mal auf dem deutschen Pferdemarkt um, evtl. findest du da ja was vernünftiges, ggf. direkt vom Züchter oder Privat. (Die meisten Züchter können es sich nicht leisten Schrott-Pferde/kranke Pferde zu verkaufen)

drücke dir die Daumen dass du dein Traumpferd findest.

Hallo,

die Rasse steht fest ;-) Züchter sind bei mir im Raum mehr als rar gesäht - leider. Vom Händler kommt für mich nicht in Frage, auch nicht aus Spanien direkt zu holen. AKU wird sowieso gemacht, wird aber vom Verkäufer übernommen. Danke für deinen Rat, eine Lsite liegt hier schon vor mir ;-)

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@Isildur

Achtung - AKU niemals vom Verkäufer und dessen Tierarzt machen lassen - du mußt unbedingt deinen eigenen Tierarzt beauftragen oder aber einen aus der Umgebung der mit dem Verkäufer nicht bekannt ist. !!!! Absolut beachten.

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Tja, das kommt drauf an, was du mir ihr vor hast und wie viel Zeit du hast. Ich habe lange Zeit auf einem Gnadenhof ausgeholfen und Pferde mit wieder aufgepäppelt, denen schlimmes wiederfahren war. So lange sie nicht panisch ist/reagiert, hat meine Erfahrung mich gelehrt, dass Pferde sehr gut differenzieren können, welcher Mensch sie wie behandelt und sich entsprechend verhalten. Natürlich kann es sein, dass sie "ruhiggespritzt" war und dich diesbezüglich noch ein böses erwachen erwarten würde, aber meiner Meinung lässt sich auch das in den Griff bekommen - wenn es dir das denn Wert ist. Viel Arbeit und Geduld verlangt es allemal.

Ich würde dann zunächst das Reiten ganz einstellen und ausschließlich mit Bodenarbeit und Dominanztraining anfangen, bis sie vertrauen gefasst hat. Möglicherweise kennt sie sowas ja noch überhaupt nicht....Auch haben bist jetzt bei uns ausnahmslos aller Pferde, die hypersensibel im Maul waren, auf gebisslose Zäumung viel entspannter reagiert, so dass ein ganz lockeres vorwärts-abwärts erst wieder möglich wurde.

Zeit habe ich ein ganzes Leben ;-) Weder muss sie innerhalb der nächsten Jahre mit mir irgendwelche Barockcups gewinnen, noch im Dressurviereck Preise gewinnen. Ich hatte mir diese Rasse ausgesucht, weil ich Freude an der Arbeit habe. Ich würde sowieso ersteinmal unten bleiben, bis die Muskulatur tragfähig ist.

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@Isildur

Das sind zumindest mal gute Voraussetzungen deinerseits ;-) Mich persönlich würde ein solches Pferd sehr reizen, sofern denn der "Funke" übergesprungen ist. Denn ich glaube nur dann hat man wirklich die Nervenstärke, die man manchmal braucht.

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