Erfahrung mit Elontril?

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Ich hatte längere Zeit Bupropion (Elontril). 300mg. Es dauerte rund 2-3 Wochen bis die Wirkung eintrat. Am Anfang wirkte es ganz ok (wenn auch nicht überwältigend), mit der Zeit liess die Wirkung jedoch nach. Ob der Wirkungsnachlass mit dem Medikament zusammenhing oder ich sonst einfach wieder in ein depressives Tief rutschte weiss ich nicht.

Das positive an Bupropion war, dass ich einige Kilos abnahm und es die Sexualität nicht negativ beeinflusste.

Vielfach wird Bupropion auch als Ergänzung zu den herkömmlichen SS(N)RI's verwendet.

Im Anschluss bekam ich Duloxetin bzw. Cymbalta (120mg). Dies half mir besser, doch auch die Nebenwirkungen waren (und sind immer noch) stärker ausgeprägt. Duloxetin ist ein SSNRI, also ein selektiver Serotonin und Noradrenalin Wiederaufnahme-Hemmer. Wie Bupropion beeinflusst es das Noradrenalin, jedoch nicht das Dopamin sonder das Serotonin.

Hier alle ausführlichen Infos zu Bupropion: http://deprimed.de/bupropion/ und Duloxetin: http://deprimed.de/duloxetin/

Vielen lieben dank!

Sehr interressant und hilfreich.

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Ich hab eine Weile Elontril gegen Depressionen bekommen. Hatte es mir damals von meiner Psychologin/Psychiaterin gewünscht, da man davon weder zunehmen, noch unter Libidoverlust leiden soll; die Wirkung sollte Koks ähneln. Meine Psychologin hatte allerdings recht wenig Ahnung von Medikamenten, sodass ich mich selbst darauf einstellen sollte. 150mg waren okay, ich war total appetitlos und fühlte mich unter Strom, in der Schule aufzupassen fiel mir schwer. Dann steigerte ich die Dosis auf 300mg, da ich keine antidepressive Wirkung feststellte. Daraufhin begann das Grauen- und das ist nicht zu pathetisch ausgedrückt. Ich dachte, ich würde sterben, hätte einen Herzinfarkt oder Bluthochdruck oder was weiß ich, mir ist ständig schwarz vor Augen und schwindelig geworden, ich konnte nur noch im Bett liegen und schlafen klappte auch nicht mehr. Beim EKG kam nichts heraus und aus Angst um mein Leben setzte ich das Medikament von einem Tag auf den anderen ab, die Symptome verschwanden, innerhalb von wenigen Tagen fühlte ich mich wieder wie ich selbst. Später kam dann heraus, dass Elontril wohl Panikattacken getriggert hat. Die bin ich seitdem nie wieder ganz losgeworden, seit fast einem Jahr jetzt, teilweise wirklich extrem. Ich konnte mit dem Medikament bis zu vier Tage nichts essen, was vermutlich die anderen Symptome nochmal verstärkt hat. Danach war ich länger ziemlich abgeschreckt von Psychopharmaka, ließ mich jedoch auf Fluoxetin ein. Das ist jetzt auch nicht das Gelbe vom Ei, aber ich vertrage es zumindest um längen besser als Elontril. Gibt aber wohl auch viele, die super positive Erfahrungen damit gemacht haben, da hilft nur ausprobieren..

Ich nehme schon seit einigen Jahren Elontril 300 weil ich als therapieresistent gelte. Alle anderen Medikamente haben gar nichts gebracht bei mir. Mir hilft es halt meinen stressigen Alltag zu bewältigen, macht allerdings eher wenig für meine psychischen Probleme. Die versuche ich eben nichtmedikamentös etwas zu bessern. Generell verträgt es anscheinend kaum jemand und es ist sehr selten. Aber ich vertrage es eigentlich recht gut. Die einzigen Nebenwirkungen sind der trockene Mund, aber das finde ich nicht so dramatisch. Bitte keine Dosierung über 300 nehmen (siehe Beipackzettel), egal was dir dein Arzt verschreiben will. Nimmst du noch zusätzlich andere Medikamente?

Vielen lieben Dank für deine Antwort!

Ich dachte es gut verträglich. Warscheinlich doch eher son mittel Ding.

"Die versuche ich eben nichtmedikamentös etwas zu bessern."

Wie genau? Sport? quasi sportliche aktivitäten? Yoga? progressive Muskelentspannung? Hobbys? Fals du da nen Geheimtipp hat der dir SUUUPER hilft, würde mich freuen ihn zu erfahren und eventuell selbst mal zu probieren.

Ich selbst bin eher ein wandelnder Cocktail. zur meiner selbst würde ich hier aber eher ungern kommen.

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@Nephthysxyz

Naja ich habe mit dem Hobby der Aquaristik angefangen und mir einen Hund angeschafft (was allerdings nur möglich war, weil ich schon vorher sehr viel Erfahrung mit Hunden hatte, sodass man die schweren Tage für den Hund etwas erträglicher machen kann). Unter der Woche power ich eigentlich durch, sodass ich keine Zeit habe nachzudenken. Und am Wochenende versuche ich mich mit dem Hobby und langen Gassi-Gängen abzulenken. Ist bei mir bisher das einzige was geholfen hatte.

 

Was meinst du mit wandelnder Cocktail?

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@Chaosqueen23

Klingt doch nach nem guten Plan der zu funktionieren scheint. Freut mich das du das hinbekommst! weiter so!

Danke für die Info.

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