Erektionsstörungen durch Pornokonsum?

7 Antworten

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Das mit dem Pornokonsum ist tatsächlich beschrieben, es handelt sich um eine Erhöhung der Reizschwelle. Stell es dir vor wie jemand, der am liebsten richtig scharfe Chillies isst - dem kommt Brot auch geschmacksfrei und labbrig vor.

Das ist keine Erektionsstörung, denn körperlich funktioniert ja alles. Nur im Kopf müssen immer härtere Reize ran, bis der Körper reagiert. Sowas kann man nicht mit Medikamenten behandeln, da hilft nur Pornoverzicht.

Echte, körperlich bedingte Erektionsstörungen sind nicht angeboren, sondern erworben. Das sind Durchblutungsstörungen, und die kommen vom Rauchen. Nachzulesen zum Beispiel auf Zigarettenpackungen.

Und was dein "Problemchen" angeht: Das ist die sogenannte Refraktärzeit. Die kannst du nicht beeinflussen, und der Testosteronspiegel hat damit nichts zu tun.  Richte dich darauf ein, dass die Refraktärzeit im Laufe deines Lebens immer länger werden wird. Im Alter von über 80 kann sie mehrere Tage dauern.

Das mit dem Pornokonsum ist tatsächlich beschrieben, es handelt sich um eine Erhöhung der Reizschwelle. 


Hast du zufällig eine Quelle - interessiert mich- ich würde das doch ziemlich bezweifeln und v.a. schwer zu testen finden...


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@Grobbeldopp

Lass mich ein bisschen recherchieren - ich habe das, wenn mich nicht alles täuscht, mal auf einer Tagung gehört.

Natürlich bekommt das nicht jeder Pornokonsument, aber wenn ein ansonsten gesunder junger Mann über Erektionsprobleme klagt, lohnt es sich, auch mal nach gewohnheitsmäßigem Pornokonsum zu fragen und versuchsweise auf Pornos zu verzichten.

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Danke für das Sternchen!

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  • Masturbation ist uneingeschränkt natürlich, gesund und normal. Fast ausnahmslos alle Menschen tun es seit ihrer Pubertät und bis ins hohe Alter. Es geben vielleicht nicht alle zu, aber es machen quasi alle. Selbstbefriedigung ist ein verbreitete und natürlicher Bestandteil des menschlichen Lebens.
  • Im Mittelpunkt der Masturbation sollte nicht die körperliche Stimulation stehen, sondern das Kopfkino -- ohne geht kaum etwas. Stelle Dir Szenarien und Situationen vor, die Dich sexuell erregen. Die Gedanken sind frei, nichts ist im Traum verboten. Träume Dich hinein, stell Dir alles detailliert vor, mit wem, wie, wann, warum, mit Liebe oder ohne, was immer dich gerade toll erregt und berühre Dich dann passend dazu.
  • Masturbation sollte den Akt nachahmen und erotisch stimulieren, z.B. durch Vor- und Zurückgleiten der Vorhaut. Festes, hartes, eng zugreifendes, fast schon verzweifeltes Masturbieren stumpft den Penis spürbar ab. Wer hart masturbiert, muss sich nicht wundern, dass die sanfte, feuchte, dehnbare Vagina einer Frau dann keinen besonderen Reiz mehr ausübt. Männer, die hart masturbieren, haben oft Orgasmus- oder Erektionsprobleme beim richtigen Sex.
  • Masturbation zu immer extremeren, harten, bizarren Sexfilmchen erhöht zudem die Erregungsschwelle. Wo einem Jungen vor den ersten Sexfilmchen noch bloße Nacktheit erregte oder sichtbare Nippel eines dünnen T-Shirts die Phantasie stimulierte und das gemeinsame Streicheln im Bett schon wahnsinnig geil auf Sex machte, gucken sich ältere Jungen dann die absurdesten Gruppensex-, Brutalosex-, Analsex-Varianten an und stumpfen sich psychisch soweit ab, bis ein ganz normales, süßes, niedliches, nacktes, zärtliches Mädchen gar nicht mehr so stimulierend ist, wie es sein sollte.
  • Bedenke, dass die meisten Sexfilmchen sehr unrealistisch sind und Praktiken, Techniken, weibliche Reaktionen, Durchhaltevermögen und unangenehme Handlungen zeigen, die für liebevollen, partnerschaftlichen Sex nicht im Ansatz geeignet sind.
  • Zusammenfassung: Regelmäßiges Masturbieren mit Kopfkino und normaler Bewegung ist nicht schädlich, sondern völlig normal. Sexfilmchen als Vorlage können psychisch abstumpfen, zu festes Zugreifen kann auch körperlich abstumpfen.

Ich hatte gehört, dass Männer, die jahrelang Pornos schauen und hauptsächlich von Pornos oder Gedanken erigiert werden, beim echten Sex keine Erektion bekommen.

Ähm....nö. Das ist Blödsinn.

Ich dachte immer, dass Erektionsstörungen angeboren sind, oder so?

Nein, die sind im wesentlichen erworben. In jungem Alter sind sie selten und eher behandlungsbedürftig, im fortgeschrittenen Alter ist es mehr und mehr normal und in unterschiedlichem Maße hinnehmbar, kommt auf den Mann an.

Müssen die medikamentös behandelt werden oder einfach nur mit Pornos aufhören?

Es besteht wie gesagt kein Zusammenhang.

Dann das nächste, was mich betrifft ist, wie kann ich mein Testosteronspiegel erhöhen?

Warum solltest du? Sport, aktiv sein. Wenn es dann echte Probleme gibt, ab zum Arzt. 

Ich möchte das es auch nachdem Samenerguss weiterhin steif bleibt.

Dann üb mal, mit oder ohne Hilfsmittel oder Partnerin. Penisgebrauchsanweisung gibt es eher wo anders als auf gf.

Wenn man über Potenzprobleme liest, assoziiert man diese Störung mit dem gehobenen Alter. Natürlich ist es so, dass viele Organe im fortgeschrittenen Alter stetig schlechter funktionieren.Jedoch kann es auch für jüngere Männer dazu kommen, dass Sie unter dieser Einschränkung im Sexualbereich leiden. Dies hat dann meist keinen körperlichen Ursprung, denn das Gehirn ist auch zu einem großen Ausmaß in der Sexualität involviert. 

Es wurde jedoch festgestellt, dass unter anderem übermäßiger Pornokonsum zur erektilen Dysfunktion führen kann. Dies hat damit zu tun, dass sich der persönliche Eindruck von Sex drastisch verändert. Durch das ständige in Kontakt kommen mit Sexualität im Internet in allen Farben und Formen wird der eigene Anspruch an Sex erhöht.Die Anforderungen werden immer höher und der “normale” Sex, z.B. mit der eigenen Freundin, genügt irgendwann nicht mehr. Da es sich meist schwer realisieren lässt, um diese neuen Ansprüche und Bedürfnisse zu befriedigen, kommt es zu Erektionsstörungen. Das ist also damit zu erklären, dass die eigene Erwartungen an die “schönste Nebensache der Welt” viel zu hoch und realistisch werden im Zuge der Pornosucht. Damit wird diese Nebensache zu einem Hauptproblem.


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