Erbsünde sowohl im Christentum als auch im Islam

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Das Christentum verkündete Adam habe Sünde begangen in dem er Gottes Gebote von den verbotenen Frucht,der nicht zu essen dürfte Mißachtete.Dann alle Kinder Adam(also wir) hätten diese Sünde geerbt und alle Menschen werden somit in Sünde geboren.

Der Islam verurteilt diese Lehre von der Erbsünde und betrachtet uns Menschen(ALSO Kinder Adams) als rein und ohne Sünde geboren.Die Sünde islamische gesehen sind nicht vererblich sondern jedermann eignet sie sich selbst  an in dem er die Dinge tut die Verboten oder untersagt sind .Im Sure 41:46 erwähnt uns Gott:

"Wenn jemand das Rechte tut so tut er es für sich selbst und wenn jemand Böses tut so handelt er gegen sich selbst.Und dein Herr ist niemals ungerecht gegen die Menschen."

 

Danke schön vatan!

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Adam und Eva haben gesündigt.

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"Erbsünde" ist der Name eines theologischen Konzeptes, das erklären helfen soll, warum Menschen sündigen, obwohl sie das nicht müßten. Auch im Islam sündigen die Menschen, es gibt wohl keinen auf der Welt, der noch nie gesündigt hätte - also noch nie wider besseres Wissen etwas Böses getan hätte. Warum das so ist, erklärt man sich mit verschiedenen Thesen. Eine davon ist die Lehre von der Erbsünde.

Du kannst es so vielleicht leichter verstehen: Jeder Mensch bemerkt irgendwann - meist schon als kleines Kind -, daß es einen Unterschied gibt, zwischen dem, was gut ist zu tun und dem, was schlecht ist. Und es kommt in jedem Leben der Moment, an dem man zum ersten Mal die Entscheidung trifft, das Schlechte oder Böse zu tun. Die Tatsache, daß das so ist, ist erstens menschlich und zweitens unvermeidbar, es sei denn, jemand wäre so schwer geistig behindert, daß er den Unterschied nicht begreifen kann. Die Bibel erklärt das mit der Geschichte von dem Baum der Erkenntnis (1. Mose). Weil der Mensch die Frucht aß, erkannte er, daß es zwischen Gut und Böse einen Unterschied gibt und er sich entscheiden kann. Von da an ist jeder Mensch jederzeit in der Lage, sich zu entscheiden und ist damit notgedrungen ein Sünder. Die Geschichte vom Sündenfall in der Bibel beschreibt, wie es im Leben dazu kommt - blumig umschrieben und in einen Mythos verpackt.  Gruß, q.

 

Gott hat den Menschen  nach seinem Ebenbild geschaffen und in seine Freundschaft aufgenommen. Als geistbeseeltes Wesen kann der Mensch diese Freundschaft nur in freier Unterordnung unter Gott leben. Das kommt darin zum Ausdruck, dass der Menschen verboten wird ,vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen." denn sobald du davon isst ,wirst du sterben" ( Gen2,17 )

dieser " Baum der Erkenntnis von gut und böse " erinnert sinnbildlich an die unüberschreitbare Grenze ,die der Mensch als Geschöpf frei willig anerkennen und vertrauensvoll achten soll. Der Mensch hängt von Schöpfer ab, er untersteht den Gesetzen der Schöpfung. die den Gebrauch von Freiheit regelt.

Von Satan versucht, lies der Mensch in seinem Herzen das Vertrauen zu seinem Schöpfer sterben, missbrauchte seine Freiheit und gehorchte dem Gebot Gottes nicht.

Darin besteht die erste Sünde des Menschen ,danach wird die Sünde Ungehorsam gegen Gott und Mangel an Vertrauen auf seine Güte seine

In einem Zustand der Heiligkeit erschaffen war der Mensch dazu bestimmt von Gott in der Herrlichkeit völlig "Vergöttlicht " zu werden. Vom Satan versucht ,wollte er "Wie Gott sein ",aber ohne Gott .

Ein Phänomen welches wir heute auch im New Age und der ganzen Esoterik beobachten können.

Die Schrift zeigt die Verhängnis vollen Folgen dieses erste Ungehorsams. Adam und Eva verlieren sogleich die Gnade der ursprünglichen Heiligkeit .

Sie Fürchten sich vor Gott, von dem sie sich das Zerrbild eines Gottes gemacht haben ,der auf seinen Vorrechte eifersüchtig bedacht ist.

die Harmonie ,die sie der Urspünglichen Gerechtigkeit verdankten, ist zerstört;  die Herrschaft der geistigen Fähigkeiten der Seele über den Körper ist gebrochen.

Die Einheit zwischen Mann und Frau ist Spannungen unterworfen ;Ihre Beziehung sind bezeichnet von Begierde und Herrschsucht.

Auch die Harmonie mit der Schöpfung  ist zerbrochen die sichtbare Schöpfung ist dem Menschen feindlich geworden.

Wegen der Des Menschen ist die  ist die Schöpfung der Knechtschaft " der Vergänglichkeit unterworfen" (Röm8.20).Folge kommen , die für den Fall des Ungehorsams ausdrücklich vorausgesagt worden war; der Mensch " wird zum Erdboden zurückkehren, von dem er genommen ist" (Gen 3,19 )Der Tod hält Einzug in die Menschheitsgeschichte.

Seit dieser Erste Sünde überschwemmt eine wahre Sündenflut die Welt.

Kain erschlägt seinen Bruder Abel. Infolge der Sünde  werden die Menschen allgemein verdorben.

Nun sind also alle Menschen in die Sünde Adams verwickelt.

Der Heilige Paulus sagt : " durch den ungehorsam des einen Menschen " wurden die vielen ,das heisst alle Menschen zu Sündern" (Röm.,19)

Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen , weil alle sündigten " (Röm5,12)

die Universälitat der Sünde und des Todes, setzt der Apostel die die Universalität des Heils in Jesus Christus  entgegen :

Wie es durch die Übertretung eines Menschen für alle Menschen zur Verurteilung kam, so wird es auch durch die gerechte Tat eines einzigen (Die Tat Christi) für alle Menschen zur Gerecht sprechung  kommen, die Leben gibt " (Römer 5,18).

Wieso ist die Sünde Adams nun zur Sünde aller seiner Nachkommen geworden?

"Das ganze Menschengeschlecht ist in Adam " wie der eine Leib eines einzelnen Menschen" sagt der Heilige Thomas von Aquin. Wegen dieser " Einheit des Menschengeschlechts " sind alle Menschen in die Sünde Adams Verstrickt, so wie alle in die  Gerechtigkeit Christi  einbezogen sind. Die Weitergabe der Erbsünde ist jedoch eine Geheimnis welches wir nicht völlig verstehen können. Durch die Offenbarung wissen wir jedoch ,das Adam die Ursprüngliche Heiligkeit und Gerechtigkeit nicht für sich alleine erhalten hatte sondern für die ganze Menschennatur. Indem Adam und Eva dem Versucher nachgeben ,begehen  sie eine persönliche Sünde, die durch die Fortpflanzung weitergegeben wird, nämlich durch die Weitergabe  einer menschlichen Natur, die der ursprünglichen Heiligkeit und Gerechtigkeit ermangelt.

Deswegen ist die Erbsünde eine "Sünde " im übertragenen Sinn: sie ist eine Sünde ,die man " mit erhalten, nicht aber begannen hat ,ein Zustand ,keine Tat.

Mit anderen Worten heisst  dies die Menschliche Natur ist verletzt, sie ist der Verstandesschwäche ,dem Leiden  und der Herrschaft des T odes  unterworfen und zur Sünde geneigt.

In der Taufe wird dem Menschen das Gnadenleben Christi gespendet und die Erbsünde getilgt.Die Taufe richtet den Menschen wieder auf .

Aber die Folgen und die Schwächung der Natur ,verbleiben und der Mensch bleibt zum bösen geneigt, so ist der Mensch zum geistlichen Kampf verpflichtet

Dies ist die reine Lehre über die Erbsünde in der Römisch Katholischen Kirche.

Nachzulesen im Katechismus der Katholischen Kirche.

Gruss

 

 

 

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