erbscheinbeantragung

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4 Antworten

Zunächst wäre zu klären, ob dein Vater ein Testament gemacht hat. Und ob du darin überhaupt als Erbe bestimmt wurdest.

Das Gericht schreibt dich nur an, wenn ihm ein Testament vorgelegt wurde oder du als gesetzlicher Erbe benannt wurdest.

Also meldest du dich als ersten Schritt erst einmal selbst beim Nachlassgericht am Amtsgericht, das für den Todesort deines Vaters zuständig ist, ist als möglicher (gesetzlicher Erbe) des Verstorbenen.  Personalausweis und Geburtsurkunde in Kopie als Nachweis beifügen.

Entweder bist du nun Erbe, als Alleinerbe also hälftig am Nachlass miterbberechtigt, oder seine Frau wurde als Alleinerbin bestimmt, dann steht dir ein Viertel an Pflichtteil gegenüber der Erbin zu.

Beides errechnet sich zum Nachlasswert am Todestag, also lass die Ehefrau ihr Erbteil so ausgeben, wie sie das für richtig hält oder fordere deinen Teil als Ergänzung zurück.

Ob du als Erbe einen Erbschein beantragst, ist eine Kostenfrage.

HTH

G imager761

dralon66 07.04.2011, 08:09

Hallo, imager761. Es ist nicht richtig, dass das Gericht 111engel nur dann anschreibt, wenn ein Testament vorgelegt wird oder eine "Benennung" als gesetzlicher Erbe erfolgte. Vielmehr werden Kinder, wenn sie nicht "verschollen" oder unauffindbar sind, immer angeschrieben, weil sie zumindest Pflichtteilsrechte an dem Nachlass haben könnten. Das kann nur eine zeitlang dauern, je nachdem wie belkastet das jeweilige Gericht ist.  

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Guten Morgen,

ich würde zunächst beim Amtsgericht, Abteilung Nachlassgericht, in dessen Bezirk Dein Vater wohnte, anrufen. Dort wird man Dir sagen, ob es schon einen Vorgang und ein Aktenzeichen gibt. Dann kannst Du Dich dort schriftlich unter Benennung des Aktenzeichens melden oder während der Geschäftszeiten dort vorsprechen.

Sobald Du weißt, wer Erbe ist, kannst Du dann die nötigen Schritte unternehmen, um Deine Rechte zu wahren. Denn entweder bist Du Miterbe (wenn es kein Testament gibt oder Dein Vater das im Testament so bestimmt hat) oder Du bist enterbt (wenn es Dein Vater im Testament so bestimmt hat). Wenn Du enterbt bist, musst Du Deine Pflichtteils- und ggf. auch Pflichtteilsergänzungsansprüche gegenüber dem/den Erben geltend machen. Sollte es soweit kommen, würde ich einen Fachanwalt für Erbrecht einschalten, der Dir hilft und um zu vermeiden, dass etwas Wichtiges vergessen wird.

 

 

 

 

du hast auf jeden Fall Erbanspruch als Kind, sollte es ein Testament geben, wirst du automatisch informiert. Du kannst dich aber auch selber beim Notar erkundigen

imager761 06.04.2011, 22:49

Blanker Unsinn, der von keinerlei Fachwissen zeugt!

Schon mal etwas davon gehört, das Kinder enterbt wurden und die Ehefrau zur Absicherung alles zugesprochen bekommt?

Das einzige, wovon 111engel ausgehen darf, ist sein Pflichtteilsanspruch.

Alles weitere lässt sich erst klären, wenn ein (wirksames) Testament vorliegt oder eben nicht.

G imager761

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Geh zum Nachlassgericht und beantrage einen Erbschein.

111engel 06.04.2011, 20:37

werde ich denn automatisch vom tode meines vaters informiert vom nachlaßgericht meine ich. habe halt auch keinen totenschein rein gar nichts. neue ehefrau öffnet mir auch die türe nicht. weiß nur von der nachbarin das mein vater zu tode kam. mußte mich auch leider immer ohne ihr wissen mit ihm treffen

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Sommerloch2010 06.04.2011, 20:48
@111engel

Nur wenn jemand einen Erbschein beantragt, denke ich. Wenn seine Ehefrau das nicht macht, wird sich wohl auch das Nachlassgericht nicht an dich wenden. Wozu auch? Darum sage ich ja, geh und beantrage einen Erbschein.

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imager761 06.04.2011, 22:44

Dazu müsste er aber auch Erbe sein! Und wenn sein Vater seine Ehefrau als Alleinerbin bestimmt hat? Vlt.sollte erst einmal die Erbenstellung geprüft werden, bevor man hier solche Tipps von sich gibt oder planlosen Aktionismus betreibt :-O

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